Die Schwaben Undertow holzen sich auf ihrem sechsten Album durch die Grauzone zwischen zähem Doom, Stoner, Sludge, Hardcore und Thrash Metal, vermengt mit einer gehörigen Portion Melancholie aber trotzdem immer irgendwie optimistisch und vor allem frei von jeglichen Trends. Nicht umsonst bezeichnen viele die Band, auch wenn sie den Vergleich mittlerweile hassen, als die deutsche Version von Crowbar.

Bei keiner anderen Band passt nach einem Doom-Riff ein Breakdown, der schon fast an so manche Deathcore-Kapelle erinnert oder ein Hardcore-Stampfer a la Pro-Pain versetzt mit Riffs, die Down nicht besser hinbekommen hätten. Über allem trohnt eine düstere Atmosphäre die einen so schnell nicht mehr los lässt.

Sänger und Gitarrist Joschi verleiht den Songs mit seiner extrem variantenreichen Stimme und lesens- und hörenswerten Texten das letzte Sahnehäubchen.

Dazu kommt noch die perfekte Produktion, einerseits ist alles klar und differenziert zu hören, und die Gitarren braten ordentlich. Dennoch wirkt das Ganze keineswegs zu überproduziert.

Schade, dass eine solche Band wohl dazu verdammt ist, auf ewig eine Underground-Perle zu bleiben. Jeder, der auf Metal jenseits aller Trends und Schubladen steht, sollte sich dieses absolut großartige Album sofort besorgen!

Tracklist:

  • 01. Intro
  • 02. The Bitter Taste…
  • 03. The Longlost Art Of Falling
  • 04. They Say Time Heals… But I’m Still Waiting
  • 05. Threedouble Chime
  • 06. Smoke Garden
  • 07. With An Ashtray Full Of Memories And A Box Of Broken Dreams
  • 08. Beyond Dreaming
  • 09. File Under Unexpected
  • 10. Drenched In Gasoline