Unterschiedliche schottische Whiskysorten: Album Review Islay von Islay

Zunächst muss man die Band aus dem Emsland dafür loben, dass sie ihre Songs konsequent nach unterschiedlichen schottischen Whiskysorten benannt haben, um auf den individuellen Geschmack eines jeden Tracks hinzuweisen. Die Scheibe legt also mit einem kurzen Akustik-Intro los, das gleich darauf durch einen einleitenden Schrei kaputt gebrochen wird.

Von Glenkinchie über Oban nach Bowmore

Thrash Metal Album Review: Islay - Islay
Thrash Metal Album Review: Islay – Islay

Der erste Track „Laphroaig“ ist teils zerstörerisch, teils träumerisch veranlagt und liefert einen guten Vorgeschmack auf den musikalischen Whiskykeller. Beendet wird er mit Sirenengeheul (Achtung-Silent Hill Feeling) und das Album kracht munter mit dem Track „Dalwhinnie“ weiter, hier werden beim Break ironisch die Shouts vom Frontmann „Chicken“ (Fans sicher noch als Fronter des Splatter and Gore Departments bekannt) ins Gehuste gezogen.

„Glenkinchie“ wird durch abweichende Electro- und Vocalsounds ereignisreich, während „Oban“ und „Aberlour“ zum lockeren Kopfschwingen einladen. Diese beiden Tropfen besitzen live bestimmt ein hohes Moshpit-Potential. Folkig treibt die Band es dann mit „Glenfiddich“ voran, bei dem der ein-oder andere Alestorm Fan schmunzeln wird, während „Bowmore“ wieder auf die melodische Death Schiene führt. D

er nachfolgende Schluck von „Caol Ila“ im Gegenzug ballert herb und hart drauflos. Für die unvermeidliche Abwechslung sorgt das sanftere Stück „Jura“ mit zwar fragwürdig produzierten Piano- /Instrumentalklängen, aber rhythmisch-melodisch ausbalancierten Passagen. Es lässt sich darüber streiten, ob ein Track, wie „Cragganmore“ nötig gewesen wäre, „Octomore“ allerdings schließt romantisch mit den einzigen Clean-Vocals auf dem gesamten Album und verabschiedet sich versunken.

Fazit von Islay

Fazit: Ein treibend-thrashiges Album mit attraktivem Konzept und angenehmem Songwriting. Kritikpunkte sind hier und da überschüssige Bruchteile eines Songs die zur Monotonie neigen, sowie einzelne, wenige Sounds, welche weiter ausgebaut werden könnten.

Tracklist von Islay

1. Laphroaig 4:00
2. Dalwhinnie 2:46
3. Glenkinchie 4:51
4. Oban 3:23
5. Aberlour 3:41
6. Glenfiddich 2:37
7. Bowmore 3:53
8. Bruichladdich 4:15
9. Caol Ila 4:21
10. Jura 4:53
11. Lagavulin 4:16
12. Cragganmore 5:16
13. Octomore 3:16

Schottland - Ein Land wie gemacht für Metaller!
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Autor: ArchiVader

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