Up From The Ground Festival 2007 – Gemünden am Main

Up From The Ground Festival 2007 – … auch dieses wurde von den Veranstaltern im Vergleich zum Up From The Ground Festival 2006 neu mit in das Programm aufgenommen und fand durchweg positive Rückmeldungen.

Up From The Ground Festival 2007 – Freitag

Up From The Ground Festival 2007 - Gemünden am Main
Up From The Ground Festival 2007 – Gemünden am Main

Der Freitag Vormittag vom Up From The Ground Festival 2007 ging die Futterjagd zum nahe gelegenen Edeka und Lidl, wo sich offensichtlich das gesamte Festival mit Bier, Fleisch und sonstigen Utensilien einzudecken wusste. Das Wetter spielte dieses Jahr, nach einem leider sehr verregneten UFTG 2006, den Veranstaltern und allen Metalfans in die Hände, und so war wohl der Run auf Bier und noch mehr Grillzeug umso ungezügelter, sodass wir bald um Nachschub bangen mussten.

Unsere Rückkehr von der Einkaufstour erwies sich als noch gerade rechtzeitig, sodass wir pünktlich zu den Openern Earshot kamen. Wir enterten also die Festivalarea und fanden alles am gewohnten Platz wie die letzten Jahre vor. Leider starteten Earshot schon mit einer kleinen Verzögerung, die sich durch die gesamte Running Order dieses Tages zog, aber glücklicherweise nicht ausgebaut wurde. Das Micro des Fronters Sven war leider zu leise, jedenfalls für meinen Geschmack, aber das ist wohl bei den Openern gut zu verkraften. Auf diese klassische Neo – Thrash Combo folgten um kurz nach Eins Apophis, welche durch ihren Death Metal auch zu überzeugen wussten.

Nach einer uns genehmigten „Frühstückspause“ die aus Stöbern im Merchandising und dem obligatorischen Grillen bestand, fanden wir uns wieder zu Justice ein. Dessen Fronter Uli allerdings, vermutlich durch die erbarmungslose Sonneneinstrahlung, vergaß direkt erstmal, auf welchem Festival er eigentlich gerade spielte. Offensichtlich war ihr Auftritt auf dem Summer Breeze derart „verstörend“, dass dieses ihm immer noch nach hing. Es sei ihm verziehen.
Das nächste Highlight bildeten für uns eindeutig die schwedischen Scar Symmetry, welche mich absolut überzeugen konnten. Die Mischung aus Growl und Clean gelang Christian selbst bei „The Illusionist“ am Ende ihrer Show problemlos, und bis auf die zu laute Drum war das Klangbild sehr ausgeglichen.

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Darauf folgte die deutsche Viking Metal Truppe Equilibrium, deren Fronter Helge allerdings eine ganze Zeit lang unfreiwillig mundtot gemacht wurde, weil sein Micro ausfiel. Dennoch konnte die erst 2001 gegründete Combo stark aufwarten und überzeugten auf ihrem Gebiet.

Eine weitere Grillpause auf dem Up From The Ground Festival 2007 stand für uns an, und so genossen wir darauf hin erst mal im Schatten aus dem Hintergrund Sonic Syndicate, die eine absolute Überraschung für mich darstellten. Sage und schreibe sechs außerordentlich junge Musiker betraten die Bühne und legten mit immerhin vier Stimmen sofort astreinen Death Metal auf die Bretter.

Das Publikum war gleichermaßen überrascht über den starken Auftritt, wie auch verstört über das Aussehen von Sonic Syndicate. Gewisse Analogien im Aussehen mit Tokio Hotel blieben wohl nicht nur mir verborgen.

Bereits in dunklen Teil des Tages angekommen sprangen Illdisposed für die eigentlich geplanten Dying Fetus ein. Nach einigem, vorhergehenden Murren im Forum und auf diversen anderen Plattformen wussten die Dänen um Bo doch zu überzeugen, und sie konnten die Gram über die verpassten sterbenden Föten dann doch wieder gut machen.

Schlussendlich zeigten Arch Enemy, warum sie an diesem Tag die absoluten Headliner waren. Und dies zu Recht. Da ich sie das erste Mal sah, kann ich eine gewisse Spannung, wie die hinlänglich bekannte FrontFRAU Angela wohl live in Erscheinung tritt, nicht verleugnen. Und ich wurde eines Besseren belehrt, das nicht nur Männchen im Death Metal durch eine unsagbar tiefe und erfüllende Stimme bestehen können. Brutale 80 Minuten durch vollzogen Arch Enemy ihr Programm, und leisteten sich quasi keine Schwächen, wenn auch ersichtlich wurde, dass es nicht gerade eine Wohltat für Angelas Stimmbänder waren. Der Knaller „We Will Rise“ erfolgte zum Schluss des Auftritts und verlangte ihr nochmals alles ab.

Der erste Abend ging somit erfolgreich zu Ende, und wurde allgemein durch erhöhte Mengen Alkoholgenuss, ebenso auf unserer Seite, gefeiert.

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EMP Fire Lounge
EMP Fire Lounge *

Up From The Ground Festival 2007 – Samstag

Am darauf folgenden Samstagmorgen machten wir uns wie einige hundert andere wieder auf den Weg zum Edeka, um für den letzten, alles entscheidenden Festivaltag gerüstet zu sein. Für uns machte nach dem Einkauf Kromlek den Auftakt, die nach einer üblen Hetzkampagne wegen falschem Nahebringen mit der rechten Szene, doch mit ihrer vollen Stärke überzeugen konnten.

Darauf folgten für uns Enthroned und Graveworm, die ich bereits auf dem Metal Camp 2007 gesehen hatte, und mit kontinuierlich hoher Qualität aufwarteten. Ihr Black Metal bereitete den Weg in unsere Gehörgänge für die auf Graveworm folgenden Benediction und Entombed, die beide absolut professionell und trainiert ihre Tracks zum Besten gaben.

Testament erwiesen sich als Headliner des letzten Abends leider nicht als die fanfreundlichste Band und glänzte erst mal mehr als eine gute halbe Stunde nach dem Soundcheck durch Abwesenheit. Da die Veranstalter an ihren eigenen Mixern nicht mal den Soundcheck abhalten durften, sondern Testament eigens mitgebrachte Leute daran abstellte, gestaltete sich diese Überbrückungsphase als ein endloser Drum- und Microcheck. Die Pechsträhne hielt an, und so versagte bereits nach dem ersten Song, den sie anspielten, ein Amp, der direkt eine Phase der Stromversorgung mit in den Abgrund riss. Somit waren weitere 10 Minuten ohne eine irgendwie geartete Musikunterhaltung von Seiten Testaments abzustehen. Das, durch diese vielen Probleme, misslich gestimmte Publikum mochte dann auch nicht mehr so wirklich mitgehen, als die Show ihren Fortlauf nahm.

Wir verabschiedeten uns bereits vom Up From The Ground Festival 2007 während der Spielzeit von Testament, da wir sie bereits einmal gesehen hatten, und taten es einem Großteil des Publikums gleich, indem wir vorzeitig das Festivalgelände verließen, und nachdem wir Sack und Pack zusammengetragen hatten, nach Hause fuhren.

Fazit UFTG Festival 2007

Alles in Allem wieder einmal ein sehr gelungenes Up From The Ground Festival 2007. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es viele Neuerungen, die sich allesamt als positiv herauskristallisierten. Zum einen spielte diesmal das Wetter absolut mit, und wir erlebten zum Ende August hin nochmals ein Hochsommer-Wochenende, zum anderen ermöglichte das nur lokal verkaufte Parkticket eine 100% Auslastung des Campground. Auch das Partyzelt wusste zu überzeugen, und die schon immer hervorragende Toilettensituation hat sich durch einen zweiten WC-Wagen nochmals verbessert. Auch das Billing wusste wieder einmal zu überzeugen.
Wir kommen gerne wieder!

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Bands – Up From The Ground Festival 2007

Ear-Shot, Apophis, Disaster Kfw, Sadist, Justice, Evocation, Scar Symmetry, Equilibrium, Sabbat, Sonic Syndicate, Krisiun, Dying Fetus, Arch Enemy, Scarecrow, Grind Inc., Kromlek, Demonical, Fleshless, Suidakra, Vomitory, Enthroned, Onslaught, Graveworm, Benediction, Entombed, Testament

24.-25. August 2007

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Autor: ArchiVader

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