Wertung: 2 von 10

Valkyrie’s Cry sind ein, aus Kanada stammendes, Quartett, dass seit 2004 unter diesem Namen True/Epic/US Metal macht. Vier Jahre nach der Demo „Black Knight“ brachten Dip Evil (Vocals), Lord Godin (Gitarre), Lord Kilian (Bass) und Kaveh (Drums) mit dem selbstbetitelten Album „Valkyrie’s Cry“ am 22.5. ihr Debüt auf den Markt.


Wie schon der Name der Band, der Bandmitglieder und des Albums, sowie der Demo impliziert, geht es hier thematisch nicht um rosa Wattebälle, sondern um Mythologie, die „zwangsläufig“ und klischeebefriedigend mit epischen Schlachten, Ehre des Kriegers und bedingt auch mit Geschichte assoziiert wird. Und um die Klischees weiter zu bedienen, umfasst die musikalische Umsetzung des Themas langanhaltende Gesänge, inklusive Schreie, stampfende Drums, schnelle Gitarren, inklusive Soli, sowie ledertragende, langhaarige, muskulöse Musiker.

Dieser letzte Punkt ist allerdings auch wirklich das einzige, was bei dieser Veröffentlichung stimmt. Es ist eine gute Sache, eine Musikrichtung einzuschlagen, die diverse Bands bereits eingeschlagen haben, selbst 20 Jahre später, wenn man etwas neues, aufregendes oder revolutionäres hinzufügen kann.

Es ist aber eine schlechte Sache, eine Musikrichtung einzuschlagen, die diverse Bands bereits eingeschlagen haben, selbst 20 Jahre später und absolut nichts innovatives, einfallsreiches, sondern ganz und gar qualitativ mangelhaftes vorzuweisen.

Und so stellt sich dieses Album dar, insbesondere die Qualität lässt zu wünschen übrig. Es kommt einem vor als wäre jede Tonspur zufällig miteinander verknüpft worden, sodass zwar grob ein Rhythmus durch die Drums zu erkennen ist, allerdings scheint sich der Rest der Band entweder wenig daran zu halten, oder andererseits jeder das zu spielen, was ihm gerade in den Sinn kommt. Ab und an mal ein Gitarrensolo macht dann auch nichts besser.

Darüber hinaus ähneln sich die Songs überaus stark, sodass es höchstens anhand der Intensität der Drums oder der zeitlichen Position des Gitarrensolo, das so sicher vorkommt wie das Amen in der Kirche, möglich wird zu bestimmen inwieweit ein Song sich vom anderen unterscheidet.

Der Rest ist aus der musikalischen, epischen Imitation des Pferdegalopps einer reitenden Streitmacht gestrickt, darüber die Stimme des Sängerknaben, der, ob man es glaubt oder nicht, laut Website eine Opernausbildung genossen haben soll, und der obligatorische Chor.

Bester Song meiner Meinung nach ist „Berserker“, allein weil er mich an eine Filmsequenz aus Clerks erinnert.

Den Vergleich anderer Berichte mit klassischem US-Metal kann ich nicht ziehen, und erst recht nicht damit, dass es „kurzweilig Spaß macht“, dieser CD zu lauschen, das enthaltene Chaos macht eher Kopfschmerzen. Von mir gibt es daher nur einen von fünf möglichen Gitarren für das hübsche Artwork, einem blutigem Normannenschwert auf rotschwarzem Grund, und die „fantastische“ Übersetzung der Website ins Deutsche, die ich jedem empfehlen kann, wenn man mal so richtig herzhaft über epische Zeilen lachen will, wie zum Beispiel über die Reise des Herrn Godin und des furchtlosen Kriegers Soßenübel aus Valhalla, wo das Feuer verbrennt usw…

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