Wertung: 8 von 10

Aus der einst vielversprechenden, niederländischen Metal Hoffnung Powervice geht nach The Devil’s Blood mit Vanderbuyst die nächste Old-School-Hardrock-Truppe hervor.


Ein 3-Track-Demo von 2005 ist die einzige Hinterlassenschaft von Powervice. Diverse Mitglieder verließen die Band, bevor ein Debutalbum veröffentlicht werden konnte. Das Mitwirken am eminenten Heavy Metal Killers Sampler weckte noch einmal unberechtigte Hoffnung in eine Wiedervereinigung. Gitarrist Selim machte Schlagzeilen mit The Devil’s Blood und produzierte das Demo von Vanderbuyst mit denen Mastermind Willem Verbuyst nun das erste Album vorlegt, welches Powervice schnell vergessen lässt.

Im Stile des 70er Jahre Hardrock nebst entsprechend gelungener Analog-Produktion liefert das Trio ein tight gespieltes, schweißtreibendes Werk ab.

Gleich der Opener „To Last Forever“ lässt die heimische Luftgitarre zum hymnischen Intro und dem anschließenden Killer-Riff kreisen, ein ekstatisches Solo lässt die Gänsehaut wuchern. Nach dem straighten „Tiger“ führt ein solider Bluesrocker gen „New Orleans“. Traci Lords‘ Verdiensten als minderjährige Pornodarstellerin huldigt man im gleichnamigen Gesichtsklatscher. Ein weiteres Pfund Zunder leitet über zu den abschließenden, live im Studio eingespielten, Tracks „Rock Bottom“ sowie „From Pillar To Post“. „Rock Bottom“? Ja, das vom blutjungen Michael Schenker erdachte UFO-Überstück reiht sich nahtlos ein und fasst zugleich noch einmal alle Qualitäten dieses Albums zusammen: Astreine Kommunikation zwischen Drums und Bass, dufte Gitarrensoli an allen Ecken und Enden sowie vorzügliches Songwriting (wenn auch in diesem Fall aus fremder Feder).

Der derzeitige „Trend“ zu Retro Sounds, wie auch bei Vanderbuyst wahrzunehmen, bietet sicherlich streng genommen nichts Neues, mildert jedoch das Vermissen vergangener Glanzzeiten einst thronender Rock-Heroen (u.a. UFO, Thin Lizzy, Van Halen). Brennende Gitarrensaiten in guten Songs haben noch immer funktioniert.

Tracklist:

  • 01. To Last Forever
  • 02. Tiger
  • 03. New Orleans
  • 04. Traci Lords
  • 05. Stealing Your Thunder
  • 06. Rock Bottom
  • 07. From Pillar To Post

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