Es wird ein umfangreiches Paket verschiedener Stile und Stimmen geliefert, von zart bis hart ist weitestgehend alles vertreten. Das Female-Fronted Metal-Musik nicht immer wie Nightwish, Epica oder dergleichen klingen muss, wird gut hörbar in 30 Songs mit 2:26 Stunden Spielzeit bewiesen.

Die Zusammenstellung besteht weitestgehend aus unbekannteren Bands, die nur teilweise aus dem Repertoire von Femme Metal stammen. Insgesamt gibt es eine bunte Mischung „weiblicher“ Bands aus vielen Ecken der Welt und wenigstens genauso vielen Genres. Von Death Metal, weiter mit Pagan, Power oder Melodic bis hin zu Gothic ist wirklich alles dabei.

Aber ganz abgesehen von den weiblichen Stimmen, die bisher im Mittelpunkt standen, leisten die Musiker dahinter, die interessanterweise überwiegend männlichen Geschlechts sind, denn auch ihren Part? Eindeutig Ja.

Tatsächlich war ich zu Beginn noch skeptisch. Der Titel klang gut, „Demonic And Devine“, eine Compilation mit ausschließlich weiblichen Sängern, aber mit weniger bekannten Künstlern. Das konnte genauso gut schlecht sein, denn ein guter Titel macht noch lange keine gute Veröffentlichung. Umso angenehmer überrascht war ich dann davon, wie eingängig, vielseitig und gut gemischt das Ergebnis war.

Einen Sympathiepunkt muss ich noch verteilen: Femme Metal Records unterstützt mit dieser Veröffentlichung die britische Krebsforschung und die wiederum den Macmillan Cancer Support zur Verbesserung der Lebensumstände von Krebspatienten.

Ich kann eigentlich gar nicht anders als vier Gitarren zu vergeben, das Produkt ist einfach super, die Verarbeitung und Zusammenstellung der Stücke passt perfekt zusammen, die Präsentation und das Cover sind ansprechend und aufwendig gestaltet und darüber hinaus gibt es einen guten, unterstützenswerten Zweck. Der Preis ist für ein Doppelalbum alle mal wert (12 Euro umgerechnet).