Mit Another Kind Of Death beginnt die Band, welche nach eigenen Angaben als erste spanische Kombo Noisecore bzw. Math Metal gespielt hat. Inzwischen als Kultband gehandelt, versucht die Truppe – nach vergangenen Problemen – nun die Sprossen auf der Karriereleiter zu meistern und wird bald auch ein neues, eigenes Album präsentieren. Ihre Musik lässt sich oberflächlich mit den Attributen chaotisch und düster charakterisieren. Dies sollte der Band jedoch keinesfalls musikalisches Können absprechen, sondern – eher im Gegenteil – Hinweis auf komplexe Schemata sein. Als zweite Band treten Adrift auf den Plan, dessen Debütalbum bald veröffentlicht werden soll. Grundsätzlich demselben Genre zuzuordnen, tendiert Ihre Musik jedoch etwas mehr zur rockigen Spielweise bzw. dem Stoner Rock selbst. Adrift verlassen eher die Wege des schnellen Extreme- Metal und legen auch mal längere, verspielte Intermezzi ein, welche jedoch schnell dazu führen, dass sich die Songs noch etwas undurchsichtiger anhören. Und war die Produktion der Tracks von Another Kind Of Death noch ganz gut, fallen bereits bei dieser Band erste Schwächen auf, vor allem bei den in den Hintergrund tretenden Vocals. Mit etwas mehr HC- Punk- bzw. Grindcore- lastigen Stücken warten dann Moksha auf, welche mir persönlich noch am besten gefallen hatten. Sie präsentieren sich nicht ganz so verspielt und verschnörkelt, wie Ihre Split- Kollegen. Wobei zu beachten bleibt, dass auch hier die Produktion einige Kerben in das Klangerlebnis haut.Mit nur zwei statt – wie die anderen Bands – drei Songs bilden Moho das Schlusslicht des Split- Albums. Doch in Ihrer Präsentation weitaus ruhiger und gelassener – in Relation zu den Vorgängern – kommen sie mit zwei Songs immerhin auf eine Spiellänge von insgesamt über 16 Minuten (!), welche größtenteils sehr noisig daher schlendert. Insgesamt wird die komplette Scheibe stark beeinflusst bzw. des Öfteren auch dominiert vom Math- bzw. Chaos- und Noisecore. Komplexe Songstrukturen, zuweilen stark als dissonant empfundene Riffs und verzehrter Gesang, welche nicht auf der üblichen „Strophe- Refrain- Strophe“ -Struktur aufbauen, wirken hier chaotisch und oft auch sehr hektisch und unbedacht auf den Hörer. Dennoch soll natürlich gerade Letzteres nicht über die dargebotene technische Raffinesse hinwegtäuschen. Hinzuzufügen bleibt, dass die Produktion einiger Tracks stellenweise negativ auffällt. Ganz ehrlich gesagt, kann ich mich für meinen Teil mit dieser Musik wenig anfreunden. Da sie kaum wieder erkennbare Passagen besitzt und zuweilen gänzlich unharmonisch und chaotisch wirkt, entspricht sie nicht wirklich meiner Vorstellung von Musik. Wer jedoch Anhänger der genannten Musikgenres ist, wird sicherlich seine Freude an diesem über 55minütigen 4- Band- Split- Album besitzen, welches schließlich Höhepunkte spanischen Extreme- Metals darbietet. Und da die „Bewertungsschere“ an genau dieser Stelle sehr weit aufklappen könnte, habe ich mich für eine Bewertung im Mittelfeld entschieden.

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