Wenn man das Ganze unter dem Motto Spaß betrachtet, kommt es auch besser hin. Dreckiger Heavy Rock, der nach Bier, Billard und Kneipenschlägereien klingt. Innovativ ist das nicht unbedingt, mehr eine Hommage an die Größen der Musik. Und die sind unverkennbar: Motörhead, Black Sabbath, ein wenig AC/DC, die meisten Songs könnten ein wenig umgestaltet direkt von den Größen stammen. Der gewisse Kitsch darf natürlich auch nicht auf der Strecke bleiben, man trinkt Whiskey (und das aus England!), verprügelt fleißig andere Haudegen, betrinkt sich, geht in die Kneipe, kämpft um die Herzensdame, betrinkt sich, und anschließend betrinkt man sich noch mal.

Wenn man es nun nüchtern betrachtet, bleibt ein durchschnittliches Heavy Rock Album. Aber der Gedanke hinter „Doom, Gloom, Heartache and Whiskey“ zählt eben auch ein bisschen. Dieses Album ist perfekt, um „nebenbei“ gehört zu werden. Bei einer gemütlichen Runde, beim Autofahren, Wäsche aufhängen, CD Reviews schreiben, kochen, betrinken.

Bis auf den letzten Song, indem ein Barpiano und ein paar (eventuell) betrunkene Gesellen auftauchen, existieren keine wirklich schlechten Lieder, aber auch keine überragenden Superhits. Wer mal wieder neue Musik fürs Autoradio oder das nächste Gelage sucht, soll zugreifen! 3 Punkte dafür!