Am heutigen Sonntagabend beginnen um Punkt 20 Uhr die kanadischen Monstertruck ihr Set vor geschätzten 800 Konzertbesuchern. Die Band spielt schnörkellosen Hard Rock. Gitarrist Jeremy Widermann bangt und geht steil ab auf der Bühne und teilt sich mit dem Bassisten John Harvey die Leadvocals. Nach gut einer halben Stunde erntet die Band mehr als nur einen Höflichkeitsapplaus und verlässt durchschwitzt die Bühne.

Während der Umbaupause habe ich mir noch zügig ein Getränk für mich und meine Begleitung besorgt, um mir direkt vor der Bühne einen Platz zu sichern. Wie viele der anwesenden Gäste war ich gespannt auf den Auftritt von Vista Chino. Diese neu gegründete Band besteht aus ehemaligen Kyuss-Musikern, die sich aus Markenrechtsgründen umbenannt haben. So ist auch nicht verwunderlich, dass sechs neue Stücke vom im August veröffentlichten Debutalbum „Peace“ gespielt werden.

Die Stimmung ist von Anfang an gut in der Halle, als John Garcia sich den Mikrofonständer schnappt, um mit „Adara“ einem Vista Chino-Song, in das Set einzusteigen. Der Frontmann ist mit den Monitorsound erst nicht zufrieden. Die Soundleute haben das Problem zu seiner Zufriedenheit wohl behoben, obwohl für meinen Geschmack sein Gesang zu laut und zu viel Hall hat. Der Bass dröhnt in den vorderen Reihen vor der Bühne sehr laut. Auch wenn ich immer Gehörschutz trage, bin ich nach der vierten Nummer weiter nach hinten gegangen. Von dort habe ich mir die enttäuschende Darbietung des ersten Instrumentalsongs „Asteroid“ angehört, das auf CD dynamischer runtergezockt wird. Erheblich mehr Beifall gibt es bei den Übersongs „Gardenian“ und „Green Machine“.

Nach 75 Minuten wird das reguläre Set beendet. Das Publikum bleibt stur und fordert lautstark nach Zugaben. Die Band ziert sich noch ein wenig, spielt dann aber noch einen überzeugenden Zugabenblock. Vor dem Gedränge an der Gardrobe schweift mein Blick in viele zufriedene Gesichter der anwesenden Gäste. Abgesehen von den bereits erwähnten technischen Problemen kann festgestellt werden, dass Vista Chino ihren ersten Gig der Europatour ganz solide absolviert haben.

Setlist des Abends

  • 01. Adara
  • 02. One Inch Man
  • 03. Dargona Dargona
  • 04. Hurricane
  • 05. Sweet
  • 06. Gardenia
  • 07. As you wish
  • 08. Asteroid
  • 09. Supa
  • 10. Dark & Lovley
  • 11. Thumb
  • 12. Green Machine
  • 13. Freedom Run

Zugabenblock

  • 14. Planets
  • 15. Whitewater
  • 16. Odyssey

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