Zu traditionell kalten Wintertemperaturen fand sich am 21. Januar eine Menge feierlustiges Volk ein, um die Düsterrocker von Mono Inc. auf der Bühne zu sehen. Im Gepäck hatten diese neben ihrem aktuellen, im Oktober erschienenen Album “Voices of Doom”‘ auch die Vorband DoNotDream aus Oldenburg.


Das musikalische Wirken dieses Septetts ist geprägt durch den Wechselgesang von Sängerin Tina Menke und Sänger Lars de Haan, der einen interessanten Kontrast zwischen den cleanen weiblichen Gesangsparts und den dunklen Growls bietet. Zusammen mit einer sphärischen Keyboarduntermalung ergibt sich ein energischer Sound mit ruhigen Gothicelementen.

Damit scheint das musikalische Konzept dieser Band, die bereits seit 2001 durch die Lande tourt, ausgewogen. Dennoch lässt sich ihr Auftritt im sympathischen Osnabrücker Bastard Club allenfalls so wiedergeben, wie es ein wohlwollender Lehrer mit den Worten “er hat sich bemüht” umschreiben würde: Trotz engagierten Einsatzes war die Stimmung nur mäßig. Einige wenige angereiste Fans bzw. direkt vor Ort begeisterte Besucher reichten nicht aus, um die Leistung der Gruppe zu würdigen.

Dies verwunderte spätestens ab dem Zeitpunkt nicht mehr, als Mono Inc. selbst die Bühne betraten. Das Grundkonzept düsterer, metallisch angehauchter Rockmusik wurde hier beibehalten mit dem Unterschied, dass die Texte durchweg englisch und nur von einer Stimme präsentiert wurden. Mastermind Martin Engler brillierte hier und bewies, dass der unglaubliche Charme dieser Band zu einem Großteil von seiner imposanten Bühnenpräsenz abhäng. Mit steigender Laune im Publikum nahm auch die Temperatur in der Halle zu und bei Krachern wie “Voices of Doom” stand denn auch kaum jemand still. “Gothic Rock” trifft es dabei am besten, aber nicht ganz, liegen viele Stücke doch in einer Schublade, die aus deutlich härterem als aus dem soften “Gothic”-Holz geschnitzt ist. Doch die gut 100 Fans Fans bewegten sich gerne jenseits starrer Genregrenzen und honorierten die fast eineinhalbstündige Leistung des Quartetts mit begeisterten Reaktionen und vielfachen Zugaberufen.

Die Qualität des Konzertes ließ sich schließlich beim Verlassen des Bastard Club ermessen: Die Kälte machte ziemlich deutlich, dass es im Club letztlich vergleichsweise heiss hergegangen war.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen