Bereits seit 2003 machen Lunarsphere aus Nienburg (Weser) nun schon die schwermetallische Musiklandschaft unsicher. Und so freut es uns ganz besonders, die Band im Vorfeld der zehnten Rock the night im Oktober 2010 interviewen zu dürfen.


OM: Hi Lunarsphere. Schön, dass ich euch heute hier ein paar Fragen stellen darf. Dann lasst uns auch mal gleich anfangen. Vielleicht stellt ihr euch zunächst einmal kurz vor.

Nico: Hi. Auch wir freuen uns heute Abend hier zu sein und neben dem Auftritt auch noch ein kleines Interview machen zu können. Aber nun zu uns.

Wir sind Lunarsphere aus Nienburg, unsere Band besteht aus fünf Leuten und uns gibt es seit 2003. Ich bin der Schlagzeuger und habe die Band zusammen mit Zwiebel (Gesang) und Wagner (Bass) gegründet. Dann haben wir da noch zwei etwas jüngere Kandidaten, die bei uns die Gitarren bedienen. Niklas und Lucas sind seit etwa 2007 oder so dabei und machen ihre Sache an den Gitarren sehr gut. Und das ist ja auch das Wichtigste

OM : Ah, sehr schön. Welche Art von Musik spielt ihr denn überhaupt?

Nico: Wir machen Melodic Death Metal. Im Moment experimentieren wir ein wenig mit Samples. Das heißt, wir versuchen ein bisschen elektronische Elemente in unsere Musik einzubringen und ich denke, dass sich das auch ganz gut anhört.

Zwiebel: Ja. Wir sind aber dennoch darauf bedacht, dass die Samples nicht die Überhand gewinnen. Das wird ein kleiner Teil unserer Musik bleiben. Es soll halt nicht in die Metalcore Richtung, die ja auch eng mit dem Gothenburg-Style verbunden ist, gehen. Wir wollen uns da schon klar abgrenzen.

OM: Ihr seid ja nun schon eine ganze Weile im Geschäft und seit quasi schon alte Hasen. Wie viele Alben habt ihr denn schon mit Lunarsphere aufgenommen?

Zwiebel: Wir haben 2004 in Bremen unser erstes Demo eingespielt. Das hieß auch nur Lunarsphere. Dann kam 2005 die „Barriers of Infinity“, die wir in Nienburg aufgenommen haben. Und jetzt gerade vor zwei Wochen haben wir unsere neue EP „Aurora Borealis“ veröffentlicht.

OM: Welche Bands haben eure Musik am meisten beeinflusst?

Lucas: Also ich kann da nur für mich und Niklas sprechen. Bei uns ist es ganz klar Soilwork.

Zwiebel: Das ist bei uns allen verschieden. Der kleinste gemeinsame Nenner ist sicherlich bei In Flames und Soilwork zu finden. Bei unserem Basser ist es wohl eher die alte Thrash-Schiene über die er gekommen ist. Vielleicht auch ein bisschen Gothik. Ich persönlich bin mit Heavy Metal, und True Metal angefangen und bei Nico ist auch noch ein bisschen Metalcore mit am Start. Also sehr unterschiedlich. Meine momentanen Lieblingsbands sind At The Gates und Dark Tranquility.

OM: Was war das erste „größere“ Livekonzert das ihr besucht habt?

Zwiebel: Das war Blind Guardian auf der „Nightfall in Middle Earth Tour“ am 12.05.1998 im Capitol in Hannover. Da war ich zarte sechzehn Jahre alt.

Lucas: Ooh. Mein allererstes Konzert? Das darf ich gar nicht erzählen.

Nico: David Hasselhoff???!!!

Lucas: Nein. Es war mit sechs Jahren Dj Bobo in Hannover. (allgemeines Gelächter). Aber mein erstes Metalkonzert war Hammerfall in Osnabrück.

Nico: Bei mir war es Metallica auf dem Rock am Ring.

OM: Welche Platte rotiert gerade in eurem CD Player?

Zwiebel: Da ich gerade das Review zu Amorphis` „Magic and Mayhem“ schreibe, rotiert die natürlich gerade bei mir.

Lucas: Bei mir läuft im Moment Marc Ronson. Das ist der Produzent von Amy Winehouse. Für alle, die das nicht kennen: Das ist sixties Rock`n`Roll. Da ich mich nicht nur im Metal-Bereich bewege sondern auch in allen anderen Genres und nebenbei auch noch ein wenig hobby-mäßig produziere, bin ich da sehr aufgeschlossen.

Nico: Ich höre im Moment viel Rise against und generell Musik, zu der man gut Sport treiben kann.

OM: Was können wir von euren Auftritt heute auf der Rock the night erwarten?

Zwiebel: Hmm, lass mal überlegen. Völlige Langeweile. (lacht)

Lucas: Heiter bis wolkig

OM: Und jetzt mal im Ernst.

Nico: Ich habe den Raum unten zwar noch nicht gesehen. Aber ich denke mal, es ist nicht allzu groß. Dadurch hat man eine gute Nähe zum Publikum. Und das macht eigentlich auch immer am meisten Spaß. Ich hoffe, dass wir auch viel Spaß haben werden auf der Bühne

Zwiebel: Eigentlich haben wir immer Spaß, wenn wir auch die Bühne gehen. Und dann haben auch die Leute Spaß. Ich denke, es wird schon ganz lustig werden.

OM: Inwieweit kennt ihr euch mit dem Billing von heute Abend bzw. den anderen Bands aus?

Zwiebel: Ja. Mit Bitter Piece haben wir glaube ich schon einmal zusammen gespielt. Zumindest habe ich schon einige Gigs von denen hier in Osnabrück gesehen. Dawn Of Disease kenne ich nur über das Internet. Intöxicated sollten mal mit uns zusammen spielen. Das hat aber nicht funktioniert. Und Dominator müssten aus Gronau kommen und sind vom Namen her bekannt.

OM: Auf wen freut ihr euch am meisten heute Abend?

Nico: Also erst einmal freue ich mich auf meinen Gig. Und was die anderen Bands angeht bin ich nicht so wirklich bewandert. Ich lasse mich überraschen. Zwiebel ist da glaub ich mehr im Thema.

Zwiebel: Ich bin gespannt auf Dawn Of Disease. Ich habe die Band noch nie gesehen, weiß aber, dass sie was Neues draußen haben mit Henri von God Dethroned. Klingt vielversprechend ist aber wohl nicht ganz meine Musik. Ist mir dann doch ein wenig zu hart. Bitter Piece würde ich gerne noch mal sehen. Marc Wiesenberg hält ja viel von denen. Und Intöxicated sollen ziemlich lustig sein. Die machen wohl eher so Tankard-mäßige Trink-Mukke. Könnte ganz interessant werden.

OM: Was war denn so euer bislang kuriosester Gig?

Zwiebel: Ja. Wir wurden von einem sehr seltsamen Menschen gefragt, der uns in der Kleinen Freiheit in Osnabrück spielen lassen wollte. Ich war damals gerade nach Osnabrück gezogen und habe mich wie ein kleines Kind darüber gefreut hier spielen zu können. Dann kam lange Zeit gar nichts. Ich habe viele und lange Mails mit Alex von Branded Skin geschrieben um zu klären, wie der Abend ablaufen sollte. Ich wusste nichts, er wusste auch nichts. Im Endeffekt lief es dann darauf hinaus, dass meine Jungs aus Nienburg schon unterwegs waren, als ich den Veranstalter am Tag der Veranstaltung um 15.00 Uhr endlich telefonisch erreichte und mir dieser mitteilte, dass die Veranstaltung ausfiele. Er lag nämlich im Krankenhaus. Super!!!

Am selben Tag hatte Marc von OsnaMetal mir eine Mail geschrieben mit dem ungefähren Wortlaut: „ Ich freue mich schon voll auf euch, lass uns mal nach dem Gig ein Bier trinken“. Ich weiß zwar nicht, was er an diesem Tag geraucht hatte, aber auf jeden Fall habe ich ihn danach angerufen und ihm gesagt, dass das Konzert ausfiele. Daraufhin sagte Marc dann: „ Dann kommt doch ins Haus der Jugend. Da ist auch ein Konzert. …………….Wart mal….. ich hab` ne Idee. Ich ruf` dich gleich wieder zurück“. Lange Rede kurzer Sinn. Gefühlte zehn Telefonate später hatten wir dann doch einen Auftritt. Meine Jungs hatte ich zwischenzeitlich schon angerufen um ihnen zu sagen, dass wir nicht spielen. Dann, dass wir doch wieder spielen.

Lucas: In der Zeit waren wir aber schon sternhagelvoll. (lacht)

Zwiebel: Aber ich muss ehrlich sagen, wir hatten einen verdammt guten Gig. Das war echt cool.

Lucas: Ja. Vor allen Dingen war das mein erster Auftritt mit Lunarsphere und ich war auch mega aufgeregt aber naja. Wir haben uns dann einfach gesagt: „dass wird halt ne coole Party in Osnabrück“. Letzen Endes sind wir dann gut angeheitert auf die Bühne gegangen und haben eine sehr geile Show gehabt.

OM: In der Tat sehr kurios. Wollt ihr unseren Lesern zum Abschluss noch etwas Besonderes mit auf den Weg geben?

Nico: Trinkt mehr Milch. Aber nur die von Zwiebel.

Zwiebel: Und esst mehr unsichtbare Orangen.

OM: OK. Vielen Dank für das Interview.

Zwiebel: Ja. Auch wir danken für das Gespräch.

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