Wertung: 8 von 10

Die Bedeutung des Begriffes Metafiktion ist kontrovers und vielfältig. Als Albumtitel dafür umso prägnanter. Selbstreflexion und das Streben, dem Betrachter bewusst zu machen, dass sich das Werk um Fiktion handelt, sind dabei wichtige Faktoren. So funktioniert auch „Metafiction“ der polnischen Prog-Rocker Votum und ist gerade mal das zweite Werk, spielt aber locker in einer Liga mit Genregrößen wie Porcupine Tree oder Anathema.


„Allow me to be frank at the commencement. You will not like me. You will not like me now, and you will like me a good deal less as we go on.“

Ein Auszug aus dem Film „The Libertine“ eröffnet die lyrischen Ergüsse und Glanzleistungen des Albums. Jeder der sieben Songs hat ein Filmzitat als Überschrift. Interessant ist dabei, um welche Filme es sich handelt. „Requiem For A Dream“, „Schräger als Fiktion“, „The Fountain“, „Stay“ und „The Jacket“ beeinhalten fast alle ergreifende und tiefgründige Geschichten. Die perfekte Untermalung, um sich auf die Metafiktion der Musik einzulassen.

Musik, Lyrik und visuelle Umsetzung des Covers sollten dabei als ein ganzes Konzept verstanden werden. Logisch. Doch hier funktionieren alle Elemente zusammen wie geschmiert.

Stimmlich muss sich Sänger und Texter der Band Maciej Kosinski hinter Genre-Kollegen wie beispielsweise Mikael Åkerfeldt verstecken, im Gegenteil ähneln sich die Gesangsstile der beiden sogar sehr. Musikalisch bleibt das Ganze dabei immer in der Ecke des sanften, emotionale geprägten Schmuse-Rocks mit seltenen aber vorhandenen Gitarrenausbrüchen, wie beispielsweise bei „Glassy Essence“.

Lobenswert ist auch, dass nicht wie bei anderen Bands ähnlicher Richtungen, das Keyboardspiel zum tausendsten Mal kopiert und dem Hörer regelrecht ins Ohr gequetscht wird. In „Metafiction“ herrscht eine Harmonie zwischen den Instrumenten, nichts sticht penetrant, nervtötend heraus, alles funktioniert perfekt zusammen für einen Zweck: Die Aufmerksamkeit auf das große Ganze zu lenken. Anspieltipps sind dabei der Opener „Falling Dream“, eine bezaubernde Ballade; „Indifferent“ und „Glassy Essence“.

Fazit: Fans von Opeth, Porcupine Tree, Anathema, aber auch Katatonia oder Airbag werden ihre helle Freude damit haben. Versprochen!

In diesem Sinne das Schlusswort von „Metafiction“:

„It’s all done except the last chapter. I want you to help me. Finish it.“ „The Libertine“

Tracklist:

  • 01. Falling Dream
  • 02. Glassy Essence
  • 03. Home
  • 04. Faces
  • 05. Stranger Than Fiction
  • 06. Indifferent
  • 07. December 20th

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