Und wohin die Reise geht, zeigt sich nach einem etwas getrageneren Intro direkt im ersten Song – ins Land der unbegrenzten Blastbeats und das ohne Zwischenstopp! Vom Opener „New Blood“ bis zum letzten Ton des „Dialog With God“ gehen Warfield Within mit kompromissloser Härte zu Werke. Dabei geben sie sich aber dennoch facettenreich: Harte Death-Metal-Riffs geben sich mit ausgefeilten Thrash Attacken die Klinke in die Hand, das Schlagzeug wird in einer Art und Weise malträtiert, dass es eine wahre Freude ist und auch der Gesang zeigt sich abwechslungsreich, von todesmetallischem Growling bis hin zu rotzigen Thrash Screams ist alles dabei, in „Pride Of Creation“ wird sogar ein kleiner Ausflug in die gesanglichen Sphären des Black Metal gewagt.

Beim dritten Song „Scapegoat“ wird gegen Ende die gerade Linie, besonders die des Schlagzeugs, verlassen, was im Vergleich zum restlichen Album ein wenig zu technisch wirkt. Auch der Gesang vermag es nicht, sich an dieser Stelle stimmig in den Kontext einzufügen. Dies bleibt aber auch die einzige wirkliche Schwachstelle des Albums, denn gleich danach geht es mit dem meiner Meinung nach stärksten Song des Albums weiter, dem nach der Band selbst betitelten „Warfield Within“.

Dieser Titel zeigt sich als besonders abwechslungsreich. Neben Blastbeats gibt es hier auch eine ordentliche Portion Midtempo-Parts zum Headbangen, dieser Song hat echtes Ohrwurmpotential!

Danach erwarten den Hörer keine großen Überraschungen mehr. Es geht weiter, wie es angefangen hat: Es wird geprügelt was das Schlagzeug hergibt und auch die Gitarren müssen sich technisch definitiv nicht verstecken.

Was bleibt nach guten 41 Minuten Spielzeit übrig? Warfield Within präsentieren hier ein überaus brutales und hartes Debüt. Die technischen Fähigkeiten der Band, besonders des Schlagzeugers Simon, stechen heraus, er verleiht dem Album seine ganz besondere, unfassbar aggressive, Note. Unverkennbar sind auch die Anleihen von Bands wie Behemoth, Legion Of The Damned und Krisiun. Das macht aber nichts, sie machen ihnen alle Ehre.

Klanglich sehr modern und fett produziert fehlt an sich nur eins: Ein wenig Abwechslung. Die Songs ähneln sich sehr, was jedoch dem Gesamtbild keinen Abbruch tut. Die restlichen Stärken überwiegen letztlich.

Alles In Allem bringt „Inner Bomb Exploding“ in der Tat die Bombe zur Explosion, dieses Album zündet vom ersten Takt an!

Tracklist:

  • 01. New Blood
  • 02. Tortured Souls
  • 03. Scapegoat
  • 04. Warfield Within
  • 05. Pride Of Creation
  • 06. My Own Worst Enemy
  • 07. Cynic Hell Reality
  • 08. A Future Dark
  • 09. War Of Attrition
  • 10. Dialog With God