Herausgekommen ist ein Album voller Überraschungen. Insgesamt elf Titel umfassend bietet „Souldrinker“ eine gesunde Mischung aus Melodic Death Metal und modernem Thrash Metal, wobei letzterer musikalisch das Sagen hat und ersterer sich vor allem in den Vocals ausdrückt. Hier stehen nämlich mit Chris Rodens und Markus Wenzel gleich zwei Mann „in front of the band“. Diese Doppelbesetzung zahlt sich aus. Geradezu in perfekter Art und Weise ergänzen sich die beiden Jungs hier. Bleibt als letztes, nicht genanntes Bandmitglied von Watch Me Bleed Basser Michael Vetter übrig, der seines Amtes würdig, songdienlich im Hintergrund bleibt.

Die Riffs im ersten Stück erinnern mich zwar irgendwie an „Clown Parade“ von Annihilator, dennoch ist dieses Stück ein guter Opener dieser CD. Allgemein befindet man sich häufig im schnelleren Thrash Metal-Bereich, die Doublebase ist ein gern gesehener Partner und die Gitarre schickt eine feine Melodie nach der anderen in die Atmosphäre. Musikalisch ist „Souldrinker“ also eine solide Sache mit kleineren Höhepunkten. So zum Beispiel mein Lieblingsstück „Sixsixseven“, welches nebenbei ganz herlich groovt.

Aber genug der Schreiberei. „Souldrinker“ von Watch Me Bleed ist ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. Von mir bekommt die Band für diese CD 3,5 Gitarren. Hört mal rein.

Tracklist:

  • 01 Rise
  • 02 Bloodred Rain
  • 03 SixSixSeven
  • 04 Where Darkness Hides
  • 05 The End Of Everything
  • 06 Dead Sky,Black Sun
  • 07 The Game Is On
  • 08 Burn Down Hope
  • 09 All Red Roses Die
  • 10 Jackhammer
  • 11 The Bleeding Chalice