Waterdown CD-Release Party mit: Waterdown & Fire In The Attic & The Coalfield & Sight Unseen

Verdammt voll war’s in Ibbenbüren in der legendären Pink-Pop Scheune als Waterdown zur ersten Record Release Party für ihr neues Album „ALL RIOT“ geladen hatten.

Als der Konzertabend um 20 Uhr mit Sight Unseen begann standen bereits die ersten Leute draußen herum, die keine Eintrittskarte mehr bekommen hatten.

Und so blieb auch die eine oder andere Diskussion an der Kasse nicht aus. Die Besucher, die allerdings früh genug vor Ort waren um sich eine Karte zu sichern, konnten sich um so mehr über einen wirklich grandiosen Abend freuen..

Los ging es mit Sight Unseen, die einmal mehr ein stimmungsvolles Konzert zu Stande brachten, bei dem es sich nicht vermeiden ließ, dass vom Publikum kräftig mitgerockt wurde.

Auch wenn die Aufgabe als Opener in vielen Fällen eine recht undankbare Aufgabe ist, spielten Sight Unseen, als währe es ihr eigener Abend! Schließlich war die Halle ja auch schon ausverkauft und dementsprechend konnten sie mit ihrer Mucke schnell Stimmung in’s Publikum bringen und so bildeten sich auch schnell die ersten Mosh-Pit’s vor der Bühne. Nach einer guten halben Stunde mussten sie die Bühne leider schon wieder verlassen, denn es wurde Zeit, das The Coalfield zeigen konnten wo hier musikalisch erst einmal der Hammer hängt.

Nach kurzer Umbaupause ging es dann auch schon wieder mit The Coalfield weiter, welche einen Hammer-Song nach dem anderen in die Menge Schallen ließen.

Das Ganze führte auch wieder relativ schnell zu scheinbar unkontrollierbaren Mosh-Pit’s vor der Bühne, denn das Ibbenbürener Publikum weiß was gute Musik ist, und wie man sich standesgemäß zu verhalten hat! Das nächste Mal sollte der Drummer von The Coalfield allerdings sein Drumset etwas gewissenhaftrer zusammenschrauben. Es ist zwar einerseits ganz witzig wenn während eines Songs die Fußmaschine auseinander fliegt oder irgendwelche Stative sich selbstständig machen, aber irgendwann wird dieser „Running Gag“ schon langweilig. Trotzdem habt die Combo eine wirklich gute Show abgeliefert und viele Zuschauer mit ihrer energiegeladenen Musik beeindruckt.

Anschließend erklommen die Jungs von Fire In The Attic die Bretter, die die Welt bedeuten um auch die letzten Zuschauer entgültig in Party-Laune zu bringen.

Bereits bei den ersten Akkorden ging es vor der Bühne direkt wieder voll ab und auch auf der Bühne schien niemand still zu stehen. Sehr beeindruckend ist überigends, wie die Jungs auf der Bühne mit ihren Gitarren und Bässen hin und her springen, ohne sich dabei gegenseitig zu erschlagen, denn das eine oder andere Mal war der Abstand zwischen der herumwirbelnden Gitarre und dem Kopf des Sängers ganz schön knapp bemessen.

Trotzdem spielten Fire In The Attic mit viel Nachdruck und einer guten Portion Selbstbewusstsein ein richtig geiles Konzert, bei dem sich so mancher mit Sicherheit den einen oder anderen blauen Fleck geholt hat, der sich bis direkt vor die Bühne getraut hat. Leider ging die Zeit in der die Bonner Truppe ihre Songs zum Besten gaben viel zu schnell um, aber zum Glück war das ganze kein Grund um traurig zu sein. Denn es wurde Zeit, das die Helden des Abends ihre Astralkörper auf der Bühne blicken ließen.

Nach Fire In The Attic herrschte auf der Bühne erst einmal ein wildes Treiben, denn es musste noch das eine und andere umgebaut werden, damit die Jungs von Waterdown ihr Ding auf der Bühne durchziehen konnten.

Nach knappen 10 Minuten Umbaupause lichtete sich dann auch langsam das Chaos auf der Bühne bis letztendlich nur noch die 6 Ibbenbürener auf der Bühne standen und ihre Fans in der restlos ausverkauften Pink-Pop-Scheune nur noch gespannt auf die ersten Gitarren-Klänge warteten.

Und dann kam er endlich, der Moment auf den alle so sehr gewartet hatten…

Drummer Phil zählte kurz ein und dann gab es auch schon einen direkten musikalischen Schlag mitten in die Fresse. Die Jungs machten ordentlich Dampf auf der Bühne und auch das Publikum wurde von der ersten Sekunde an so sehr mitgerissen, dass viele Besucher schlagartig in einen wilden Pogorausch verfielen der einem Hexenkessel vor der Bühne glich.

Nach dem ersten Song kam die obligatorische Begrüßung des Publikums und die anschließende Ansage, dass es während des Konzertes einen Crowdsurfing-Contest geben wird.

Die spektakulärste Aktion des Abends wurde mit einem Waterdown-T-Shirt und einer Waterdown-CD ausgezeichnet. Nachdem diese Ansage beendet war und die Band wieder begonnen hatte, kräftig zu rocken, dauerte es nicht lange und einige Konzertbesucher stürzten sich wie Lemminge in die Menschenmassen um anschließend auf Händen bis fast zum Ausgang getragen zu werden. So ging es fast eine ganze Stunde lang, und langsam aber sicher ließ die Kondition der Zuschauer nach, so dass auch etwas zartere Personen sich etwas näher an die Bühne trauen konnten.

Leider sah es bei Frontsau Ingo nicht anders aus und er hatte sichtlich mit dem Kreislauf zu kämpfen, wobei das ganze kein Wunder war, so wie der Kerl die ganze Zeit auf der Bühne abging. Nach einer kurzen „Kreativpause“ von Ingo an der frischen Luft ging es aber direkt weiter in den finalen Teil der Show.

Mit Konfettikanonen und Wasser wurde den Fans noch ein letztes Mal eingeheizt, wobei Zacken, der zweite Waterdown-Frontmann, eindeutig den aktiveren Teil übernahm. Ein letztes Mal rafften sich die erschöpften Fans vor der Bühne auf und ließen es noch einmal so richtig Krachen. Erst nach diversen Zugaben und nachdem alle Bandmitglieder fast reif für ein Sauerstoffzelt waren, zogen die 6 Ibbenbürener entgültig den Schlussstrich für den Abend und traten ihren wohl verdienten Feierabend an.

Fazit:

Das Konzert war absolute Klasse, der Sound, das Licht, die Location, das Publikum….einfach alles.

Es war zwar schade gewesen, dass nicht alle Leute, die angereist waren, auch noch eine Eintrittskarte bekommen hatten, aber hier in der Gegend grenzt es schon fast an ein Wunder wenn ein Konzert mal wirklich ausverkauft ist.

Bleibt einem nur übrig, auf das nächste Konzert zu warten und mal vorher eine Karte im Vorverkauf zu ordern. Lohnen wird sich das auch bei den nächsten Konzerten bestimmt wieder!

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Location: xxxxx
Datum: xxxxx
Autor: xxxxxxxx


 


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