Wertung: 6 von 10

Way to End ist eine 2006 ins Leben gerufene französische Vier Mann-Band, die nun ihr Debütalbum vorlegt. Ihr Musikstil ist sehr eigenwilliger, experimenteller Black Metal.


Schon beim ersten Hören der CD war ich sehr überrascht, da die Angabe der Band – experimentellen Black Metal zu spielen – nicht übertrieben ist. Sie scheuen vor keinem Stilmix zurück, so werden Stellen halb im Chor der Bandmitglieder intoniert, natürlich hört man die gewohnten Black Metal Vokals, genauso wie mit Klargesang vorgetragene Stellen oder eher deathmetalartige Growls. Die instrumentelle Bearbeitung weist eine ebenso große Bandbreite auf, so sind neben schnellen Black Metal-Riffs genauso langsamere Akkorde zu hören, akustische Gitarre, orchestrale Klänge und stellenweise sogar einige Jazzakkorde. Wie man nun schon ahnen kann, ist auch das Tempo ebenfalls nicht einheitlich, sondern weist eine große Variationsbreite auf.

Diese Bausteine werden nun oft erstaunlich gut verbunden und zu interessanten Arrangements verbunden, die stellenweise sehr emotional vorgetragen werden und Stimmungen transportieren können. Allerdings gelingt die Verbindung der Elemente nicht immer, sodass manchmal musikalische Versatzstücke aufeinanderprallen, die einfach nicht zusammenpassen wollen und den Eindruck eines ziemlichen musikalischen Chaos erzeugen, das den Hörer förmlich aus der Musik katapultiert: Hier ist eindeutig ein Zuviel der Experimente festzustellen – die Band muss noch ein ausgewogenes Maß finden, zeigt aber mit ihrer hohen Kreativität ein großes Entwicklungspotenzial.

Diese Musik ist keine leichte Kost und sicherlich nicht für den Hörer geeignet, der konventionellen Black Metal erwartet. Wer sich hingegen auf musikalische Experimente im Black Metal-Gewand einlassen kann, wird Spaß an der Scheibe haben und viele interessante Elemente entdecken.

Insgesamt ist der Band mit diesem Debütalbum ein guter Einstieg gelungen, der noch auf eine interessante musikalische Entwicklung hoffen lässt.

Tracklist

  • 01. Facing The Abyss
  • 02. A Step Into The Void
  • 03. At The Threshold
  • 04. The Worm
  • 05. Unconscious Evocation Of A Neverending Search
  • 06. The Sore Of Creation
  • 07. No Dreams

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