Wer sich gerade fragt, warum Mittwoch der 13. und nicht Freitag, dem sei gesagt, dass es sich um eine Mischung aus der Adams Family und der Adresse der Munsters („1313 Mockingbird Lane“) handelt. Die Freude an Horrorfilmen ist dabei nicht wegzudenken, die der Fronter Joseph Poole (u.A. Murderdolls) mit in die Musik und in die Texte einbringt. Die Musik erinnert mich ein wenig an eine Mischung aus Rob Zombie und Alice Cooper. Diese gewonnene Erkenntnis erhöht meine Vorfreude auf das erste Stück „B-Movie Babylon“.

Gruselige Snytieklänge untermalen den düsteren Gesang. „Schwere“ Riffs und ein geniales Schlagzeug motivieren mich zum Wippen. Die Atmosphäre breitet sich im Raum aus und man wartet nur drauf, dass von oben Spinnen herab gleiten, um den Raum in Spinnennetzen zu hüllen. Was ich eigentlich damit sagen wollte war, dass der Einstieg schon sehr authentisch ist und Lust auf mehr macht.

„Return Of The Living Dead“ erinnert stark an den Horrorfilm und ist ein schnelles, punkiges Lied. Natürlich mit dem typischen Horrorsound im Hintergrund. Die Stimmt passt hervorragend und gepaart mit den Instrumenten eine klasse Sache, die nicht so schnell langweilig wird. Ich mag den fiesen, giftigen Sound. Und die Texte sind absolut amüsant.

Das dritte Lied „Runnin‘ Down A Dream“, ist ein Cover Stück von Tom Petty And The Heartbreakers. Hier sind die Gitarren besonders im Vordergrund. Einige schnelle und fetzige Gitarrensoli und ein starkes Schlagzeug bestimmen das Tempo. Dynamik und dennoch ein Hauch von Bösartigkeit – herrlich.

Jetzt kommt mein Lieblingstück, dass ebenfalls älter ist und ursprünglich von Frankenstein Drag Queens From Planet 13, einem älteren Projekt von Frontmann Wednesday 13 stammt und zu den „Evergreens“ gehört: „I Love To Say Fuck“. Ein absolutes Ohrwurm-Stimmungslied. Dazu die aufmüpfige Art und das Rotzige sind absolut genial.

Das Vorletzte Stück „My Demise B.C.“ ist ein akustisches Stück und glänzt mit der markanten Stimme von Joseph Poole. Und ist ein Pendant zum Rest der Scheibe, finde ich aber nicht störend. Ich finde, dass dieser Kontrast die CD aufwertet, da man merkt, dass nicht nur eine Schiene gefahren wird, sondern dass es auch anders geht.

„Skeletons A.D“ ist ebenfalls ruhig und akustisch. Die tiefe, rauchige Stimme baut gleich eine intensive Atmosphäre auf. Das Zuhören bereitet Freude. Mit dem letzten Akkord fällt dann auch der Vorhang der kleinen Horrorshow und man darf gespannt sein aufs nächste Album, welches hoffentlich bald hinterher gefeuert wird.

Bei den beiden letzten Songs handelt es sich übrigens um akustische Neueinspielungen des letzten Albums „Sekeletons“.

Fazit: Ein schaurig-schöne CD, die mich als eher Genrefremde überzeugt hat. Für alle, die eine markante Stimme wollen, die einem das Gruselkabinett nach Hause bringt.