Am vergangenen Samstag führte es Welle: Erdball ins „X“ nach Herford, um ihr neues Album „Der Kalte Krieg“ zu performen.


Um 20 Uhr betreten A.L.F., Frl. Venus und Frl. Plastique die Bühne und beginnen mit ihrer Show. Das „James Bond – Thema“ ertönt als Intro. Dazu stehen sich die beiden Damen der Band, hinter transparenten beleuchteten Paravents verborgen, gegenüber. Im unteren Bereich dieser Vorrichtungen ist der jeweilige Künstlername zu lesen. Dann betritt Sänger Honey die Bühne und es heißt: hier spricht Welle: Erdball.

Honey, der das Publikum wie gewohnt siezt, kündigt an, dass das Konzert aus zwei Teilen bestehen wird: der Präsentation der Songs aus dem neuen Album „Der Kalte Krieg“ zum einen und zum anderen aus Songs, die das Publikum via Stimmzettel selbst bestimmen wird. Ein vielleicht geschickter Schachzug, wenn man betrachtet, dass es sich bei „Der Kalte Krieg“ um ein nicht unumstrittenes Album handelt.

Zunächst kommen die Stücke „Deutsche Liebe“ von Frl. Plastique auf der Gitarre begleitet und „Starfighter F-104S“, wo Frl. Venus Papierflieger über die Köpfe der überschaubaren Zuschauermenge gleiten lässt. Es folgen „Amerika“, „Kabinett“, „der Kalte Krieg“, „Vor All Den Jahren“, „Hab Ich Dir Heute Schon Gesagt“ und zuletzt „Ein Bisschen Frieden“ im Original von Nicole untermalt von einem Flitterregen. Vor allem die beiden letzt genannten Songs vom Publikum schunkelnd aufgenommen und damit für einen doch ungewöhnlichen Anblick auf einem Minimal-Elektro-Konzert sorgend.

Es folgt eine Pause, die genutzt wird, um die Stimmzettel auszuwerten und den weiteren Verlauf des Abends zu bestimmen. Es werden kritische Stimmen laut. Die neuen Songs seien gewöhnungsbedürftig heißt es und man fragt sich, welche message die Band mit den zum Teil politisch angehauchten Texten vermitteln möchte.

Nach gut 20 min. folgt der zweite Teil des Konzertes mit dem „Wunschset“ des Publikums.„Tanzpalast 2000“ ertönt, gefolgt von „Wir Wollen Keine Menschen Sein“ und „Nur Tote Frauen Sind Schön“.

Dann wird es Zeit, dem C64 zu huldigen. Schließlich gäbe es Welle: Erdball nicht ohne ihn, der ihren Sound so unverwechselbar macht. Weiter geht es mit „Ein Mensch Aus Glas“ und für Frl. Plastique mit einer überraschend hohen Stimmzahl „Ich Bin Aus Plastik“.

Bei „Schweben, Fliegen, Fallen“ schweben dann riesige Ballons über die Köpfe des Publikums. Es folgt „Arbeit Adelt“ währenddessen Honey auf das nicht mehr wegzudenkende Stahlfass einschlägt. Bei hoch die Fahnen schwenken die beiden weiblichen Mitglieder der Band passende Fahnen. Welle: Erdball versorgt das Publikum nicht nur mit Musik sondern auch mit einer entsprechenden Bühnenshow.

Und das Konzert ist noch längst nicht vorbei. Es folgen noch „23“, „Der Telegraph“, „VW Käfer“, „Super 8“, „Deine Augen“, „Das Alphatier“ und „Ich Bin Nicht Von Dieser Welt“ und „Wo Kommen All Die Geister Her“.

Dann ist erstmal Schluss und Welle: Erdball verlässt die Bühne. Aber jeder weiß, kaum ein Konzert geht ohne Zugabe zu Ende. Es folgen noch vier weitere Songs u.a. das Coverstück „Poupèe De Cire“ im Original von France Gall, von Frl. Plastique in exzellentem Französisch vorgetragen. Mit dem Titel „Es Geht Voran“ entlässt Welle: Erdball die Fans nach fast zweieinhalb Stunden Konzert in die darauf folgende After Show Party.

Ist das neue Album „Der Kalte Krieg“ auch als sehr speziell zu bezeichnen, so hat sich die Band mit ihrer zweiten Konzerthälfte wieder in die Herzen ihrer Fans zurück gespielt.

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