Dabei präsentieren sich Witchmaster mehr in thrashigen Gefilden als im Black Metal. Da so gut wie alle Musiker ihr Brot in anderen (gutlaufenden) Bands verdienen (u.a. Vader und Incantation), steht das musikalische Können eigentlich außer Frage. Doch was bleibt davon? Mit Riffs der Kategorie „Shredderkönig“ und einem Drumming, welches wirklich genau auf den Punkt ist und das Ganze auch gut voran treibt, wird alles gnadenlos niedergewälzt. Die groovigen Stellen gehen direkt ins Gehör (die schnellen… naja sei’s drum) und die Musik erfüllt einen sozusagen. Doch nach dem Hören verschwindet dieser Eindruck leider, wirklich etwas hängen bleibt nicht. Aus diesem infernalen Höllensturm taucht nur vereinzelt Abwechslung auf. Wenn auch das Ganze schnell eintönig und gleich klingt, schaffen es einzelne Songs dennoch zu begeistern: „Total Annihilation“ hat eine derbe Motörhead-Schlagseite, dem MetalPunk Fenriz wird das Herz höher schlagen.

Abgesehen von diesem Lichtblick ähneln sich die Songs doch sehr: Blastbeatattacke, scharfes Gitarrensolo, Highspeedgitarrenriff … Eintönig auf der einen Seite, auf der anderen Seite erfüllt es seinen Zweck: Gedenken und Zelebrierung der alten Black/Thrash/Punk Tage. Dennoch erkrankt „Trucizna“ an den vielleicht sogar schon genretypischen Problemen: Riffarmut, musikalische Eintönigkeit, fehlender Spannungsbogen. Aufgrund des dennoch überaus guten „Total Annihilation“ und dem souveränen Sepultura-Cover „Troops of Doom“ vergebe ich 3,5 Punkte.