Nach kurzer Zeit setzt dann das gesamte gewaltige Instrumentarium drum herum ein, um diese Melodie weiterzuführen. Aber bereits nach etwas mehr als zwei Minuten endet der Song schon wieder und zerfällt wortwörtlich in seine Bestandteile. Das ist der erste Eindruck, den man nach Betrachten des recht düster gehaltenen Covers von „Nocturnal Misanthropía“ erhält. Der nächste Titel, welcher auch zugleich der Titeltrack ist, geht da von Anfang an schon etwas brachialer zu Werke. Wesentlich unmelodiöser, düsterer und verschwörerischer wird hier geholzt was das Zeug hält. Dieses Stück ist mit fast sieben Minuten auch der längste Track der CD. Song drei ist ein reines Instrumental bestehend aus vereinzelten Glockenschlägen. Sonst geschieht nichts in diesem Stück. Richtig metallisch geht es dann mit „Na traza esotérica do ar invisible“ weiter. Hier wird das Tempo schon ein wenig gedrosselt, bevor es beim nächsten Stück ganz in die langsame Schiene verfällt. Es gibt Doom-Stücke, die sind schneller. Track Nummer sechs, und somit der vorletzte Track von „Nocturnal Misanthropía“ bietet wieder das, was man vom zweiten Titel der Scheibe her gewöhnt ist. Den Abschluss bildet ein nur mit Akustikgitarre und Keyboard eingeleitetes Stück, bevor es dann nach ein paar Sekunden mit schweren Gitarrenriffs und dem bereits bekannten Schlagzeug weitergeht. Nach knapp 35 Minuten ist auch schon Schluss mit der CD. Eigentlich ein bisschen wenig Inhalt dafür, dass es sich um eine volle CD handeln soll. Zusätzlich fehlt mir der vermehrte Einsatz von folkloristischen Instrumenten, wie zum Beispiel der Flöte aus dem ersten Titel. Alles in allem eine durchschnittliche Leistung, da durch die Tempowechsel doch ein wenig Abwechslung geboten wird. Ich denke, drei Gitarren sind hier angebracht.