Wertung: 8 von 10

XIV Dark Centuries gilt als eine der ältesten und bekanntesten deutschen Pagan Metal Acts und kann bereits auf weit mehr 100 Livekonzerte sowie drei offizielle CD`s zurückblicken. Mit ihrem neuen Album „Gizit Dar Faida“ präsentieren die Thüringer nun ihr bislang ausgereiftestes Album.


Zu Anfang aber mal eine kurze Frage: Kann mir mal jemand erklären, warum man sich bei einem Metal-Album erst einmal durch ein über zwei minütiges Intro kämpfen muss, bevor es losgeht? Und dann auch noch durch ein ziemlich lahmes und uninspiriertes? Geht wohl um den Aufbau einer gewissen Spannung. Aber dann hätten es hier 30 Sekunden auch getan.

Sei`s drum, daran möchte ich „Gizit dar Faida“ nicht messen, denn nach dem Intro wird dem Hörer dann sofort der ersten Leckerbissen des Albums serviert. „Zeit der Rache“ besticht durch gute kompositorische Arbeit und den Wechsel zwischen schnellen und langsamen Parts. Danach kann die durchweg zügig durch-galoppierende Nummer „Schlachtgesang“ neben amtlichen Blast-Beat Attacken und einigen gekonnten Hooklines mit sehr epischen Chören aufwarten. Dazu gesellt sich der zumeist krächzende Gesang der jedem Gegner auf dem Schlachtfeld Angst und Bange gemacht hätte.

Auch im weiteren Verlauf treten immer wieder mehrstimmige Chöre auf, die mitunter von Flötenklängen und orchestralen Keyboard-Parts verstärkt werden. Das gibt dem Album einen Hauch von Bombast wie man ihn sonst nur von Power Metal Kapellen gewohnt ist. Gepaart mit den präzise gespielten, teilweise mehrstimmigen Gitarren erfährt der Hörer so eine komplexe Tiefenwirkung. Dabei wirkt das Album aber keinesfalls kitschig sondern sehr erdig und bodenständig. Punktabzug gibt es dann allerdings für das akkustische „Eichenhain“ und den ebenfalls akkustischen „Ausklang“. Beide Stücke fließen eintönig und belanglos daher und können allenfalls als Lückenfüller gelten.

Alles in allem finden sich auf „Gizit dar Faida“ viele gute Ansätze. Der eingängige Gesang, die variantenreiche Rhythmusgestaltung und die bombastischen Arrangements sorgen für einen positiven Gesamteindruck. Sicherlich gibt es hier und da noch Möglichkeiten zur Nachbesserung. Gerade im Bereich der Lyrik und Metrik wirken einige Stellen noch etwas holprig. Außerdem hätte man besser auf die völlig überflüssigen instrumentalen Stücke am Anfang, der Mitte und am Ende verzichtet. Das alles wird aber durch die spielerischen Fähigkeiten der Musiker größtenteils kompensiert und macht das Album zu einem zu einem guten Werk, das sicherlich auch live für einigen Wirbel sorgen wird. Für Fans von Equilibrium, Varg oder Gernotshagen ist diese Scheibe auf jeden Fall zu empfehlen.

Tracklist:

  • 1.Westwärts
  • 2.Zeit der Rache
  • 3.Schlachtgesang
  • 4.Donar’s Söhne
  • 5.Hinauf zum Gold’nen Tore
  • 6.Eichenhain
  • 7.Brennen soll das alte Leiden
  • 8.Runenraunen – Eine Wanderung II
  • 9.Surtur erwacht
  • 10.Ausklang

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