Pünktlich um 20.00 Uhr Ankunft, unser erstes Mal im „Alten Stahlwerk“!

Der Saal schon gut gefüllt, das Publikum bunt gemischt! Beste Voraussetzungen für einen schönen Abend!

21.00 Beginn. Yell of Rage stürmten die Bühne und zogen sofort mit ihrem ersten Track „Between to Worlds“ und ihrem eigensinnigen Sound, der irgendwo zwischen Emo- und Hardcore pendelt, das Publikum auf ihre Seite!

Besonders der Lead-Gesang von Henrik und Jonas zeichnete sich durch einen starken, emotionalen Ausdruck, der besonders in den Refrains zum Vorschein kam, aus.

Rechtzeitig zum 2. Stück durften sich dann die bis jetzt knapp 120 Zuschauer über die angesprungene Heizung freuen; war es doch bis dato ein wenig frisch in der Halle!

Die Jungs spielten fast das komplette Repertoire ihrer neuen Scheibe „In good Spirits“ und einige Stücke ihres Demos.

Über 30 Min. rockten Band und Publikum ehe die 4 die Bühne räumten.

21:50, Kurzer Umbau und schon enterten die nächsten Hardcore-Spezialisten die Bühne!

Iso-X; so kurz und prägnant wie der Name ist ihre Begrüßung! Da wird nicht lange gebabbelt, sondern kurz und knackig willkommen geheißen, ehe Lukas die Percussions vertrimmte und den Takt angab!

Yell of Rage haben die Vorarbeitet geleistet, Iso-X bauten das noch aus! Die Stimmung stieg, die Fans vor der Bühne pogten als gäb´s kein Morgen!

Dies animierte natürlich auch die Band um Frontmann und Leadsänger Fabian, den Rest aus den Leistungsreserven zu kitzeln!

Klar gab es auch Zuschauer, die mit diesem Mix aus Hard -und Grindcore, den schreienden Gitarren und hämmernden Bases, vor allem aber dem eindringlichen Vocals von Fabian nicht viel anfangen konnten; diese Fraktion sorgt in dieser Zeit lieber für Umsatz am Getränkestand! Auch OK!

Diesen, und generell allen Fans des Hardcores, kann ich aber auf jeden Fall die neue Scheibe der Iso´s mit dem interessanten Titel „Hidden Wipeout“ ans Herz legen!

22:30, wieder Umbau! Läuft alles ziemlich problemlos! Die Jungs packten alle selber mit an, keine Anzeichen von Stress oder Streitereien! Jeder half jedem, alle waren absolut locker drauf – egal ob Vorband oder Headliner! Genau so soll´s sein, genau das mag ich an den „kleineren“ Konzerten! Hier wird noch aus Spaß an der Sache gespielt!

Apropos Spaß an der Sache:

22:40, Bitter Orange, die selbsternannten „Godfathers of Asskickin´“ haben Spaß an ihrer Sache! Mir schon von einigen anderen Gigs bekannt wusste ich, worauf ich mich freuen durfte: Osnabrücker Kickass Rock´n´Roll mit den Armen nach oben, Kopfschütteln mit dem Arsch auf der Tanzfläche und Siebenmeilenstiefeln für den Blues mit drei Akkorden! Einfach, aber treibend, Punk durch Rock über Groove – Bitter Orange!

Hochgeschwindigkeits-Drums, fordernde Gitarren, ein schneidender Bass und eine treibende Stimme; da zeichnet die Orangen aus! Dem Publikum gefiel´s! Mir übrigens auch!

Die 5 ziehen eine einfach gute Rock-Show ab! Airjumps, Bühnenwettrennen, Luftgitarre und ein Sänger, der sich fast am Mikrokabel stranguliert: Alles da was den Rock ausmacht!

Auch dass der Stil nach der knapp 45 min. Show bei „Dead Girls“ schon fast in den Grindcore kippt stört keinen! 🙂

So war denn auch die Stimmung um 23:45 auf dem Siedepunkt, als der vermeintliche Headliner des Abends angekündigt wurde; wobei ich ausdrücklich betonen will, dass hier alle Bands eine geile Performance hinlegten und es so was wie „kleine Vorband“ und „großer Headliner“ eigentlich nicht gab!

Die Jungs von Finecut betraten die Bühne! Auffällig? Frontmann und Gitarrist trugen, farblich abgestimmt auf ihr Rock-Outfit, schicke Krawatten! Geht nix über ein Markenzeichen! Gut so!

Sofort wurde gerockt, man merkte den Melleranern den Heimvorteil an! Viele bekannte Gesichter im Saal, viele flapsige Sprüche wechselten zwischen Band und Publikum!

Der teilweise sehr melodische Emo-Rock Stil sagte mir persönlich sehr zu! Harte Riffs peitschten die Menge an, zarte Refrains luden zum Mitsingen ein!

Bestes Beispiel: „Silent Truth“; gut geeignet zum Abfeiern oder Liebe machen! Ein echter Anspiel-Tipp!

Leider war um diese Zeit nicht mehr zu vermeiden, dass ein paar wenige, die nun rein gar nicht mit Alkohol umgehen können, die geile Show von Finecut mit Walzereinlagen vor der Bühne und schiefem Gesang ein wenig den Ernst und die Würde nahmen; sollte es die Band gemerkt haben, haben sie es perfekt überspielt!

Knapp eine Stunde rockten sie den Saal, eh dann um 1h das Licht auf der Bühne aus, und im Saal anging!

FAZIT: Geil-was sonst?! 4 absolut geile und symaptische Rock-Bands mit Stimmungs-Garantie, massig gute Laune und Bier für 1,50EUR! Melle, wir kommen wieder!

Setlist Yell of Rage:

1. Between two Worlds

2. Samstagseife

3. Reason why

4. Well-paid Warriors

5. Guided by lies

6. Retaliate on everything

7. Lauren

Setlist Iso-X:

1. K.O.C.

2. Blackhead

3. GEZ

4. stayawake

5. S.L.A.

6. Protect the Protector

7. Headcharge

8. Urbanium 235

9. Breath Out

Setlist Bitter Orange:

1.Turbo Intro

2. Good ol´ Boy

3. Priest Show

4. Lonely Heart

5. Nightfair

6. Hate them, kill them

7. Intro

8. Lowride

9. This Place sucks

10. Bloodsuck

11. Fuck the Scut up

12. Trail

13. Valentine Square

14. Dead Girls

Extra: Wurstbasar

Setlist Finecut:

1. Intro

2. Anti Aging Dreams

3. Your Best

4. South

5. Human Toys

6. Silent Truth

7. Fortunes Tool

8. Paradoxxx

9. A Remaw to remember

Extra: A new day in Gaza


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