Die drei Musiker von Yellowtooth sind allerdings keine Neulinge in der Musikszene, besonders der Sänger und Bassist Peter Clemens ist und war schon in zahlreichen Bands, besonders im Death Metal-Sektor, aktiv, z. B. bei Invasion, Sea of Tranquillity, Skullview, Shades of Grey. Diese Erfahrung lässt die Debüt-CD keineswegs irgendwie anfängerhaft oder „unsicher“ klingen, sondern im Gegenteil wirkt das Album sehr ausgereift und mit dem (beabsichtigten) Retro-Sound-Touch.

Die Vocals sind rau, deathmetalartig und tragen die Musik über weite Teile. Die Gitarren genretypisch verzerrt und dominant, der Rhythmus wirkt trotz Midtempo eher treibend – nur selten sind kurze Ausflüge in Highspeed oder Downtempo zu bemerken. Ein Sound ohne Schnörkel, ohne Synthies oder Samples: Gitarre, Bass und Schlagzeug pur sozusagen.

Die Scheibe ist zwar nicht gerade innovativ, aber diese gekonnte Mischung alter Undergroundelemente ist gelungen und hat mich beim Hören sofort zum Mitwippen gebracht.

Fazit: Wer auf rauen, räudigen Underground-Sound im Midtempo steht, wird am Album „Disgust“ der gelben Zähne Spaß haben und sollte sich die Scheibe zulegen!

Tracklist

  • 01. Wizard Dust
  • 02. Soulstalker
  • 03. John Wilkes Booth
  • 04. 75 Black Pontiac
  • 05. Burning Daylight
  • 06. Prophetic Ramblings
  • 07. On The Trail of Lewis Medlock
  • 08. Traitor
  • 09. Decaying From Within
  • 10. 11th Hour