Cannabis und Krebspatienten: Eine Diskussion, die überfällig ist

Krebs ist eine der meistgefürchteten Diagnosen, und die Behandlungsoptionen können oft genauso belastend sein wie die Krankheit selbst.

Einführung: Was die Zahlen uns verraten

Cannabis und Krebspatienten: Eine Diskussion, die überfällig ist
Cannabis und Krebspatienten: Eine Diskussion, die überfällig ist

Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schmerzen und Schlafstörungen sind weit verbreitet. In diesem Kontext kommt eine Studie des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York ins Spiel, die einige interessante Daten zum Licht bringt. Fast ein Drittel der befragten Krebspatienten gibt an, nach ihrer Diagnose Cannabis konsumiert zu haben. Und bemerkenswerterweise hat die Mehrheit dieser Patienten diese Information nicht mit ihrem behandelnden Arzt geteilt. Warum ist das so, und was bedeutet das für das Gesundheitssystem?

Das Ausmaß des Phänomens

Unterschiedliche Krebsarten, unterschiedliche Konsummuster

Die Studie umfasste insgesamt 1258 Patienten und zeigte, dass 31% der Befragten nach der Diagnose Cannabis konsumierten. Interessanterweise variierte diese Zahl je nach Krebsart erheblich: Von 25% bei Lungenkrebs bis zu 59% bei Hodenkrebs. Diese Diskrepanz könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die spezifischen Symptome und Behandlungsschwierigkeiten bei verschiedenen Arten von Krebs den Cannabis-Konsum beeinflussen könnten.

Warum greifen Krebspatienten zu Cannabis?

Der Hauptgrund für den Cannabis-Konsum unter den Befragten scheinen Schlafstörungen zu sein (48%), gefolgt von Stress, Angst oder Depressionen (46%) und Schmerzen (42%). Es ist nicht schwer zu verstehen, warum Menschen in einer so angespannten Lebenssituation nach Möglichkeiten suchen, um Linderung zu finden.

Die (Un-)Wirksamkeit von Cannabis bei Krebspatienten

Die positiven Ergebnisse

Was erstaunlich ist, ist die Tatsache, dass von den Befragten, die Cannabis zur Symptombesserung einsetzten, 70-90% von einer Verbesserung berichteten. Das ist eine beachtliche Zahl und deutet darauf hin, dass Cannabis eine Rolle in der Symptommanagement-Strategie spielen könnte.

Die Kehrseite der Medaille

Weniger als 5% der Befragten gaben an, dass sich ihre Symptome verschlechtert haben. Diese niedrige Zahl sollte jedoch nicht dazu führen, das Thema zu vernachlässigen. Jeder Patient ist anders, und es ist wichtig, die potenziellen Risiken und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu berücksichtigen.

Aktuelle Angebote (Werbung):

Werbung auf Metaller.de buchen!
Jetzt in Cannabis-Domains investieren!
CSC Connect - Full-Service für Cannabis-Anbauvereinigungen *
20% Rabatt mit dem Code METALLER20 bei Nordicoil.de (ext) *
Dutch Passion Cannabissamen *
Cannabis Akademie Deutschland Kurse *
* = Affiliatelinks

Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

Das Schweigen brechen: Kommunikation mit dem Gesundheitswesen

Eine der erschreckendsten Erkenntnisse der Studie ist, dass nur 25% der Krebspatienten, die Cannabis konsumierten, dies mit ihren Gesundheitsdienstleistern besprochen haben. Das Schweigen in dieser Angelegenheit ist bedenklich. Ärzte sollten über alle Behandlungsmethoden informiert sein, die ein Patient anwendet, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Warum ist das Gespräch so schwer?

Die Gründe für die mangelnde Kommunikation könnten vielfältig sein: Angst vor Stigmatisierung, rechtliche Bedenken oder einfach Unwissenheit darüber, dass es wichtig ist, diese Information zu teilen. Es bleibt jedoch eine Tatsache, dass dieses Schweigen potenziell gefährlich ist.

Fazit: Ein Aufruf zur offenen Diskussion

Der Cannabis-Konsum unter Krebspatienten ist ein Thema, das dringend mehr Aufmerksamkeit erfordert – sowohl von medizinischen Fachkräften als auch von den Patienten selbst. Die Studienergebnisse zeigen sowohl das Potential als auch die Gefahren und machen deutlich, dass es an der Zeit ist, die Kommunikationsschranken abzubauen und eine informierte Diskussion zu führen. Nur so können wir sicherstellen, dass Krebspatienten die bestmögliche Behandlung erhalten.

Quelle / Infos: IACM / Cannabis-Med.org und PubMed

Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!

———-

Autor: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

Nach oben scrollen