Cannabis bei ED: Mehr Appetit, kein Mehr an Gewicht?

Entzündliche Darmerkrankungen (ED) sind eine Gruppe von Erkrankungen, die durch chronische Entzündungen des Verdauungstrakts gekennzeichnet sind.

Die Rolle von Cannabis bei entzündlichen Darmerkrankungen

Cannabis bei ED: Mehr Appetit, kein Mehr an Gewicht
Cannabis bei ED: Mehr Appetit, kein Mehr an Gewicht

Zu den häufigsten Formen gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Diese Erkrankungen können zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust. In der modernen Medizin werden verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Eine dieser Methoden ist die Verwendung von medizinischem Cannabis.

Medizinisches Cannabis: Ein Hoffnungsschimmer für ED-Patienten

In Israel wurde in einer spezialisierten Klinik für entzündliche Darmerkrankungen eine Studie mit 149 Patienten durchgeführt, um die Auswirkungen von medizinischem Cannabis auf ED zu untersuchen. Die Patienten, die an dieser Studie teilnahmen, litten unter verschiedenen Symptomen, die mit ihrer Erkrankung zusammenhingen, und einige von ihnen wurden speziell zur Verbesserung ihres Ernährungszustands mit Cannabis behandelt.

Appetitsteigerung durch Cannabis: Wahrheit oder Mythos?

Eine der Hauptbeobachtungen dieser Studie war die Appetitzunahme bei den Patienten. Nach drei Monaten Cannabiskonsum wurde bei allen Teilnehmern eine leichte Steigerung des Appetits festgestellt. Dieser Effekt von Cannabis ist bereits seit einiger Zeit bekannt und wird häufig zur Behandlung von Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt.

Die Diskrepanz zwischen Appetitzunahme und Gewichtsveränderung

Interessanterweise zeigte die Studie, dass trotz der gesteigerten Appetitanregung keine signifikanten Änderungen in der Energie- oder Makronährstoffaufnahme sowie im Body-Mass-Index (BMI) der Patienten festzustellen waren. Bei etwa 34% der Patienten wurde nach drei Monaten eine deutliche Appetitsteigerung beobachtet, die jedoch nicht mit einer erhöhten Kalorienaufnahme oder einem höheren BMI nach drei oder sechs Monaten verbunden war. Bei den Patienten, die keinen gesteigerten Appetit hatten, sank der BMI sogar nach sechs Monaten.


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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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Kritische Bewertung der Ergebnisse

Diese Beobachtungen werfen interessante Fragen auf. Warum führt eine gesteigerte Appetitanregung nicht zwangsläufig zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme oder Gewichtszunahme? Eine mögliche Erklärung könnte in der Art der Erkrankung selbst liegen. Entzündliche Darmerkrankungen können die Nährstoffaufnahme und -verwertung im Körper beeinträchtigen, was bedeutet, dass selbst bei gesteigertem Appetit die Nahrungsaufnahme möglicherweise nicht effektiv zu einer Gewichtszunahme führt.

Die Komplexität des Cannabis-Einflusses auf den Körper

Zusätzlich illustriert diese Studie die komplexe Natur der Cannabiswirkung auf den menschlichen Körper. Während einige Patienten eine Verbesserung ihres Appetits erlebten, führte dies nicht unbedingt zu den erwarteten Veränderungen in Bezug auf Kalorienaufnahme und Körpergewicht. Dies deutet darauf hin, dass die Wirkung von Cannabis auf den Appetit und den Stoffwechsel individuell sehr unterschiedlich sein kann und von einer Vielzahl von Faktoren abhängt.

Implikationen für die Zukunft

Die Ergebnisse dieser Studie sind besonders relevant für die Entwicklung zukünftiger Behandlungsansätze bei entzündlichen Darmerkrankungen. Sie zeigen, dass Cannabis das Potenzial hat, als unterstützende Behandlungsmethode zu dienen, insbesondere in Bezug auf die Appetitregulation. Jedoch ist es wichtig, weitere Forschungen durchzuführen, um ein tieferes Verständnis der Wirkungsweise von Cannabis in diesem Kontext zu erlangen.

Ausblick und weitere Forschung

Für zukünftige Studien wäre es interessant, die langfristigen Auswirkungen von Cannabis auf Patienten mit ED weiter zu untersuchen, insbesondere in Bezug auf die Nährstoffaufnahme und die allgemeine Lebensqualität. Ebenso wäre es wertvoll, die individuellen Unterschiede in der Reaktion auf Cannabistherapie genauer zu betrachten, um personalisierte Behandlungspläne entwickeln zu können.

Diese Studie ist ein bedeutender Schritt in der Erforschung der therapeutischen Potenziale von Cannabis bei entzündlichen Darmerkrankungen. Sie bietet wertvolle Erkenntnisse und öffnet die Tür für weitere Untersuchungen, die letztendlich dazu beitragen könnten, die Lebensqualität von Patienten mit ED zu verbessern.

Quelle / Infos: IACM / Cannabis-Med.org und PubMed

Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

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