Cannabis in NYS: Kontrast zwischen Legalität und Schwarzmarkt

Im New York State herrscht ein bemerkenswertes Ungleichgewicht im Cannabis-Sektor. Tausende illegale Cannabis-Geschäfte fluten den Markt, während gerade einmal 14 Ermittler mit der Aufgabe betraut sind, gegen diese vorzugehen.

Die Herausforderung der illegalen Cannabis-Dispensaries im New York State

Cannabis in NYS: Kontrast zwischen Legalität und Schwarzmarkt
Cannabis in NYS: Kontrast zwischen Legalität und Schwarzmarkt

Dieses Missverhältnis beleuchtet eine kritische Lücke in der Regulierungsstruktur des Staates.

Das Office of Cannabis Management (OCM), das knapp drei Jahre vor der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene ins Leben gerufen wurde, scheint mit der Komplexität und dem Umfang der Branche überfordert zu sein. Die schiere Anzahl illegaler Shops im Vergleich zu den wenigen legalen Dispensaries zeigt, dass das OCM möglicherweise nicht angemessen auf die Herausforderungen einer solchen Industrie in einem neuen rechtlichen Territorium vorbereitet war.

Das OCM: Ein Informations-Blackout

Abgeordneter Al Stirpe aus North Syracuse beschreibt das OCM als eine Art „informationsloses Schwarzes Loch“. Die geringe Zahl an Mitarbeitern im OCM reicht bei Weitem nicht aus, um die Flut an illegalen Geschäften, die überall aufgetaucht sind, zu regulieren.

Die Problematik eines „Social Clubs“ in North Syracuse

Ein selbsternannter „Social Club“ in North Syracuse geriet kürzlich ins Visier der Behörden. Die lokale Polizei ging mit Verkehrskontrollen und Festnahmen gegen das Unternehmen vor, das scheinbar gegen staatliche Gesetze verstößt. Der Betreiber des Clubs, Cory Gillum, behauptet jedoch, sein Geschäft fungiere nicht als Dispensary und verkaufe kein Cannabis. Stattdessen biete er einen sicheren Ort für Anbieter und Cannabis-Interessierte.

Rechtliche Grauzonen und fehlende Interventionen

Das Fehlen von Interventionen ist ein landesweites Problem. Schätzungen zufolge gibt es rund 36.000 illegale Shops. Chris Alexander, der Geschäftsführer des OCM, betont, dass Fortschritte erzielt werden, jedoch scheinen die aktuellen Maßnahmen und Strafen nicht auszureichen, um einige Betreiber abzuschrecken.

Die Rolle lokaler Behörden

In Ermangelung ausreichender staatlicher Maßnahmen haben lokale Behörden eigene Wege gefunden, um sich dem Problem anzunehmen. In Syracuse beispielsweise wurde eine Verordnung erlassen, die es der Bauaufsicht ermöglicht, illegale Cannabis-Verkäufe wie andere Verstöße gegen das Baurecht zu behandeln. Jake DiShaw, stellvertretender Direktor der Bauaufsicht, beschreibt die Integration von Cannabis in ihr Tagesgeschäft als unerwartet, aber reibungslos.

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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Stärkung des OCM: Ein Versprechen der Gouverneurin

Gouverneurin Kathy Hochul hat versprochen, das OCM zu stärken und es zu einem zentralen Thema ihrer Amtszeit zu machen. Sie unterstützt ein Gesetz namens „Smokeout Act“, das lokalen Strafverfolgungsbehörden die Befugnis geben würde, unzertifizierte Cannabis-Shops zu schließen. Hochul berichtet, dass OCM-Inspektoren über 11.800 Pfund illegalen Cannabis im Wert von über 57 Millionen Dollar beschlagnahmt haben.

Der Schwarzmarkt blüht auf

Der Schwarzmarkt für Cannabis hat parallel zur langsamen Vergabe legaler Lizenzen für legitime Dispensaries an Fahrt gewonnen. Dies frustriert Lobbyisten wie Joe Rossi, die anmerken, dass die staatliche Regulierung zu Hindernissen führt, die teilweise selbst verschuldet sind.

Schlussfolgerungen und Perspektiven für die Zukunft

Die Situation in New York spiegelt die Schwierigkeiten wider, die bei der Regulierung des Cannabis-Marktes auftreten können. Während die Bemühungen, den Markt zu legitimieren, lobenswert sind, zeigt die Erfahrung in New York, dass eine adäquate Planung und Ressourcenzuweisung unerlässlich sind, um den Übergang zu einer regulierten Cannabis-Industrie erfolgreich zu gestalten. Die Balance zwischen der Bekämpfung illegaler Aktivitäten und der Unterstützung legaler, regulierter Geschäfte bleibt eine Herausforderung, die sowohl auf staatlicher als auch auf lokaler Ebene angegangen werden muss.

Die Entwicklung in New York dient als Lehrbeispiel für andere Staaten und Regionen, die sich auf den Weg der Cannabis-Legalisierung machen. Es zeigt deutlich, dass eine sorgfältige Planung und eine angemessene Ressourcenzuteilung entscheidend sind, um die vielfältigen Herausforderungen zu meistern, die mit der Regulierung eines solch neuen und dynamischen Marktes einhergehen.

Quelle / Infos: https://cnycentral.com/news/i-team/i-team-nys-employs-just-14-cannabis-investigators-as-thousands-of-illegal-shops-operate

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

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