Cannabisbasierte Medikamente und chronische Schmerzen

Cannabis und seine Derivate haben in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung in der medizinischen Welt erlebt.

Einführung in die Welt der Cannabisbasierten Medikamente (CBM)

Cannabisbasierte Medikamente und chronische Schmerzen
Cannabisbasierte Medikamente und chronische Schmerzen

Insbesondere in der Behandlung von chronischen Schmerzen scheinen cannabisbasierte Medikamente (CBM) eine wichtige Rolle zu spielen. Doch was genau sind CBM und wie wirken sie bei Schmerzpatienten? Dieser Artikel beleuchtet die neuesten Erkenntnisse und Studien zu diesem spannenden Thema.

Was sind Cannabisbasierte Medikamente?

Cannabisbasierte Medikamente sind Präparate, die aus dem Cannabis Sativa, einer Pflanze mit langer Geschichte in der Medizin, gewonnen werden. Diese Medikamente enthalten Wirkstoffe wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), die verschiedene Effekte im menschlichen Körper hervorrufen. CBM werden in der Regel zur Behandlung von Schmerzen, Spastik bei Multipler Sklerose und manchmal bei schweren Formen von Epilepsie eingesetzt.

Chronische Schmerzen: Ein wachsendes Problem

Chronische Schmerzen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, das Millionen von Menschen weltweit betrifft. Sie können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und führen oft zu weiteren Komplikationen wie Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen. Die Behandlung von chronischen Schmerzen stellt eine große Herausforderung dar, da herkömmliche Schmerzmittel oft nicht ausreichend wirken oder unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Die Grenzen konventioneller Schmerztherapie

Traditionelle Schmerzmittel wie NSAIDs (nichtsteroidale Antirheumatika) oder Opioide haben ihre Grenzen. NSAIDs können bei langfristiger Anwendung zu Magen-Darm-Problemen führen, während Opioide ein hohes Abhängigkeitsrisiko und zahlreiche andere Nebenwirkungen aufweisen. Daher suchen Mediziner und Patienten zunehmend nach alternativen Behandlungsmethoden.

Cannabisbasierte Medikamente als Alternative

Die Forschung zu CBM in der Schmerztherapie hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine aktuelle Studie aus Hannover, Deutschland, veröffentlicht in Pharmacopsychiatry, unterstreicht das Potenzial von CBM bei der Behandlung von chronischen Schmerzen.

Die Wirkungsweise von CBM

CBM wirken durch die Interaktion mit dem Endocannabinoid-System des Körpers, einem komplexen Netzwerk von Rezeptoren, das eine Schlüsselrolle bei der Regulation von Schmerz, Stimmung und anderen wichtigen Funktionen spielt. THC bindet an diese Rezeptoren und kann dadurch Schmerzen lindern und die Stimmung verbessern. CBD hingegen hat entzündungshemmende und angstlösende Eigenschaften.


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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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Studien und Ergebnisse: Wie effektiv sind CBM?

Die Studie aus Hannover zeigt, dass CBM bei einem Teil der Patienten mit chronischen Schmerzen eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität bewirken können. Interessant ist dabei, dass die schmerzlindernde Wirkung weitgehend unabhängig von der Ursache der Schmerzen zu sein scheint.

Verbesserung der Lebensqualität

Neben der Schmerzlinderung berichten Patienten, die CBM verwenden, oft von einer verbesserten körperlichen Funktion und Schlafqualität. Dies ist besonders wichtig, da schlechter Schlaf und eingeschränkte Mobilität häufige Begleiterscheinungen von chronischen Schmerzen sind.

Ausblick und Herausforderungen

Obwohl die Ergebnisse vielversprechend sind, steht die Forschung zu CBM noch am Anfang. Es gibt immer noch viele unbeantwortete Fragen hinsichtlich der Dosierung, der langfristigen Effekte und der besten Anwendungsformen. Zudem ist der rechtliche Status von Cannabis und seinen Derivaten in vielen Ländern immer noch ein Hindernis für weitere Forschung und den breiten Einsatz in der Medizin.

Die Zukunft der Schmerztherapie

Es ist zu erwarten, dass CBM in Zukunft eine größere Rolle in der Schmerztherapie spielen werden, insbesondere als Ergänzung zu herkömmlichen Behandlungsmethoden. Für Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, könnte dies eine vielversprechende neue Option sein, um ihre Lebensqualität zu verbessern.

Zusammenfassung

Cannabisbasierte Medikamente bieten eine vielversprechende Alternative in der Behandlung von chronischen Schmerzen. Sie wirken durch die Interaktion mit dem Endocannabinoid-System und können Schmerzen lindern, die Schlafqualität verbessern und die körperliche Funktion erhöhen. Obwohl weitere Forschung nötig ist, könnten CBM in Zukunft eine wichtige Rolle in der Schmerztherapie spielen.

Quelle / Infos: IACM / Cannabis-Med.org und PubMed

Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

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