Cannabisextrakt Sativex zeigt Potenzial bei MS-bedingten Blasenproblemen

Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Cannabisextrakt Sativex bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) hilfreich sein kann, um Blasenfunktionsstörungen zu lindern.

Einsatz von Cannabis bei Blasenfunktionsstörungen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose

Cannabisextrakt Sativex zeigt Potenzial bei MS-bedingten Blasenproblemen
Cannabisextrakt Sativex zeigt Potenzial bei MS-bedingten Blasenproblemen

MS ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu einer Vielzahl von Symptomen führen kann, darunter auch Probleme beim Wasserlassen. Forscher aus Italien haben in einer prospektiven Studie mit 31 Teilnehmern untersucht, wie sich der Einsatz von Sativex auf das subjektive Empfinden der Betroffenen auswirkt. Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die langfristigen Effekte und die Sicherheit dieser Behandlungsmethode zu bestätigen.

Die Studie und ihre Ergebnisse

Die Studie wurde von Forschern der Abteilung für Neuroimmunologie und neuromuskuläre Erkrankungen des Neurologischen Instituts C. Besta IRCCS Foundation in Mailand, Italien, und anderen akademischen Einrichtungen durchgeführt. Die 31 Teilnehmer der Studie litten alle an MS und berichteten über Blasenfunktionsstörungen. Die Forscher bewerteten neurologische Probleme, Spastizität und Lebensqualität vor, einen Monat und sechs Monate nach Beginn der Behandlung.

Von den 31 in die Studie aufgenommenen Teilnehmern erreichten 25 den ersten Monat und 18 den sechsten Monat. Die Ergebnisse zeigten, dass die Harnwegsbeschwerden, gemessen mit dem International Prostatic Symptoms Score (IPSS), einem urodynamischen Test und anderen Messungen, einen Trend zur Verbesserung aufwiesen.

Der Wirkstoff Nabiximols

Sativex ist ein oromukosales Spray, das Nabiximols enthält, einen Wirkstoff, der aus der Cannabispflanze gewonnen wird. Nabiximols besteht aus einer Kombination von zwei Hauptkomponenten der Cannabispflanze: Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Es ist bereits für die Behandlung von Spastizität bei MS-Patienten zugelassen und wird in verschiedenen Ländern, einschließlich Deutschland, vertrieben.

Warum Cannabis bei Blasenfunktionsstörungen helfen könnte

Der genaue Wirkmechanismus von Cannabis bei Blasenfunktionsstörungen ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften von Cannabis eine Rolle spielen könnten. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Cannabinoide, die in der Cannabispflanze enthaltenen Wirkstoffe, einen positiven Effekt auf das Nervensystem haben können, indem sie die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen modulieren.


Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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Die Bedeutung dieser Studie

Blasenfunktionsstörungen sind ein häufiges Problem bei MS-Patienten und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die aktuelle Studie liefert vielversprechende Ergebnisse für den Einsatz von Sativex bei der Behandlung von Blasenfunktionsstörungen im Zusammenhang mit MS. Eine Verbesserung der Symptome kann dazu beitragen, den Alltag der Betroffenen zu erleichtern und ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Limitationen der Studie und weitere Forschung

Trotz der positiven Ergebnisse gibt es einige Limitationen der Studie, die berücksichtigt werden sollten. Die geringe Anzahl der Studienteilnehmer und die Tatsache, dass einige Patienten die Studie vorzeitig abbrachen, erschweren die Generalisierung der Ergebnisse. Zudem wurden die Patienten nur über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet, sodass keine Aussagen über die langfristigen Auswirkungen und die Sicherheit der Behandlung getroffen werden können.

Weitere Studien mit einer größeren Anzahl von Teilnehmern und einer längeren Beobachtungsdauer sind erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Sativex bei der Behandlung von Blasenfunktionsstörungen im Zusammenhang mit MS zu bestätigen. Eine sorgfältige Bewertung der potenziellen Risiken und Nebenwirkungen ist ebenfalls wichtig, um fundierte Entscheidungen über die Verwendung von Sativex als Behandlungsmethode treffen zu können.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Studie liefert erste Hinweise darauf, dass der Cannabisextrakt Sativex bei der Behandlung von Blasenfunktionsstörungen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose hilfreich sein kann. Die Ergebnisse sind vielversprechend, jedoch sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapie zu bestätigen. Sollten sich die positiven Ergebnisse in zukünftigen Studien bestätigen, könnte Sativex eine wichtige Ergänzung im Behandlungsportfolio für MS-Patienten mit Blasenfunktionsstörungen werden und dazu beitragen, ihre Lebensqualität zu verbessern.

Quelle / Infos: IACM / Cannabis-Med.org und PubMed

Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!

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Autor: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

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