CBD bei ADS und ADHS sinnvoll?

CBD wird von manchen Menschen mit ADS oder ADHS als mögliche Unterstützung im Alltag genutzt. Wissenschaftlich ist die Studienlage noch begrenzt, dennoch beschäftigen sich Forschende zunehmend mit Cannabinoiden und ihrer möglichen Rolle bei Konzentration, Unruhe und Schlafproblemen. CBD gilt im Gegensatz zu THC nicht als berauschend. Eine medizinische Behandlung von ADS oder ADHS sollte jedoch immer ärztlich begleitet werden.

CBD bei ADS und ADHS sinnvoll?

CBD bei ADS und ADHS sinnvoll?
CBD bei ADS und ADHS sinnvoll?

Was ist ADS und ADHS überhaupt?

ADS und ADHS gehören zu den bekanntesten neurodevelopmentalen Störungen weltweit. Viele Menschen verbinden ADHS nur mit unruhigen Kindern, doch die Realität ist deutlich komplexer. Auch Erwachsene können betroffen sein. Konzentrationsprobleme, Impulsivität oder innere Unruhe begleiten viele Betroffene oft über Jahrzehnte hinweg.

ADS steht für Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom. ADHS bedeutet Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung. Der Unterschied liegt hauptsächlich darin, dass bei ADHS zusätzlich eine ausgeprägte Hyperaktivität auftreten kann.

CBD (Cannabidiol) als Unterstützung bei ADS und ADHS
CBD (Cannabidiol) als Unterstützung bei ADS und ADHS
Faktenbox zu CBD bei ADS und ADHS

  • CBD wirkt nicht berauschend
  • Die wissenschaftliche Datenlage ist noch begrenzt
  • THC und CBD unterscheiden sich deutlich
  • CBD darf nicht als Heilmittel gegen ADHS beworben werden
  • Viele Nutzer berichten über subjektive Erfahrungen im Alltag
  • Eine medizinische Beratung bleibt wichtig

Welche Symptome treten bei ADS und ADHS häufig auf?

Die Symptome können sich von Mensch zu Mensch deutlich unterscheiden. Während manche Menschen stark hyperaktiv wirken, leiden andere eher unter innerer Unruhe oder Konzentrationsproblemen.

Häufige Symptome bei ADS und ADHS

  • Konzentrationsprobleme
  • Schnelle Ablenkbarkeit
  • Impulsives Verhalten
  • Innere Unruhe
  • Vergesslichkeit
  • Probleme bei der Organisation
  • Schlafprobleme
  • Emotionale Schwankungen
  • Tagträumen
  • Übermäßiges Reden

Wie häufig sind ADS und ADHS?

ADHS zählt zu den häufigsten psychischen beziehungsweise neurologischen Auffälligkeiten im Kindesalter. Viele Betroffene behalten die Symptome jedoch bis ins Erwachsenenalter. Experten gehen davon aus, dass Millionen Menschen weltweit betroffen sind.

Bereich Information
Betroffene Kinder Mehrere Prozent aller Kinder weltweit
Betroffene Erwachsene Symptome bleiben oft bestehen
Häufige Therapieformen Verhaltenstherapie, Medikamente, Coaching
CBD Status Kein zugelassenes Arzneimittel gegen ADHS
THC Wirkung Psychoaktiv und berauschend
CBD Wirkung Nicht berauschend

Was verursacht ADS und ADHS?

Die genauen Ursachen gelten bis heute nicht als vollständig geklärt. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen.

Außerdem diskutieren Forschende Veränderungen bei bestimmten Neurotransmittern im Gehirn. Besonders häufig wird Dopamin erwähnt. Dopamin beeinflusst Aufmerksamkeit, Motivation und Belohnungsprozesse.

Viele Mythen rund um ADHS halten sich bis heute hartnäckig. Zucker allein verursacht laut aktuellem Forschungsstand keine ADHS Erkrankung. Auch schlechte Erziehung oder mangelnde Disziplin gelten nicht als Ursache.

Wichtige Einordnung

ADS und ADHS sind anerkannte medizinische Diagnosen. Betroffene leiden nicht einfach nur unter mangelnder Disziplin oder Faulheit. Die Erkrankung kann Schule, Beruf und soziale Beziehungen stark beeinflussen.

Wie wird ADHS normalerweise behandelt?

Die Behandlung erfolgt meist individuell. Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Medikamente oder Therapien. Viele Betroffene kombinieren verschiedene Ansätze.

Typische Behandlungsmöglichkeiten

  • Verhaltenstherapie
  • Coaching und Alltagshilfen
  • Strukturierung des Tagesablaufs
  • Schlafhygiene
  • Sport und Bewegung
  • Medikamente wie Stimulanzien
  • Nicht stimulierende Medikamente

Bekannte Medikamente wirken oft auf das Dopaminsystem im Gehirn. Manche Menschen berichten jedoch über Nebenwirkungen wie Schlafprobleme, Appetitverlust oder Nervosität. Deshalb interessieren sich einige Betroffene zusätzlich für alternative Ansätze wie CBD.

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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

Warum interessieren sich Menschen mit ADHS für CBD?

CBD beziehungsweise Cannabidiol ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Anders als THC verursacht CBD keine berauschende Wirkung.

Viele Menschen suchen nach Möglichkeiten, mehr Ruhe in den Alltag zu bringen oder besser mit Stress umzugehen. Genau hier entsteht das Interesse an CBD Produkten.

Einige Nutzer berichten beispielsweise über subjektive Erfahrungen wie:

  • Mehr Entspannung im Alltag
  • Weniger innere Unruhe
  • Bessere Schlafqualität
  • Mehr Ausgeglichenheit

Wichtig ist jedoch: Solche Erfahrungsberichte ersetzen keine wissenschaftlichen Nachweise.

Was sagt die Wissenschaft zu CBD bei ADS und ADHS?

Die Forschung rund um Cannabinoide und ADHS steckt noch vergleichsweise in den Anfängen. Einige Studien und Beobachtungen liefern interessante Hinweise, allerdings fehlen bisher große und langfristige Untersuchungen.

Studien zu Cannabinoiden und ADHS

Eine häufig zitierte Untersuchung beschäftigte sich mit erwachsenen ADHS Patienten und Cannabinoiden. Dabei berichteten einige Teilnehmer über Verbesserungen bestimmter Symptome. Die Teilnehmerzahl war jedoch klein.

Außerdem untersuchten Forscher Online Diskussionen und Erfahrungsberichte. Dort gaben manche Betroffene an, Cannabis beziehungsweise Cannabinoide subjektiv als hilfreich wahrzunehmen.

Allerdings unterscheiden viele Studien nicht sauber zwischen THC und CBD. Genau das ist wichtig, da beide Stoffe unterschiedlich wirken.

Welche Rolle spielt Dopamin?

Im Zusammenhang mit ADHS wird häufig über Dopamin gesprochen. Dieser Neurotransmitter beeinflusst Aufmerksamkeit und Motivation.

THC kann kurzfristig den Dopaminspiegel beeinflussen. Langfristig diskutieren Forscher jedoch mögliche negative Effekte auf das Belohnungssystem.

CBD funktioniert anders als THC. Cannabidiol gilt als deutlich schwächer an den klassischen Cannabinoid Rezeptoren. Außerdem fehlt die berauschende Wirkung.

Kann CBD bei Konzentration und Alltag helfen?

Viele Menschen mit ADHS kämpfen nicht nur mit Konzentration, sondern auch mit Schlafproblemen, Stress oder emotionaler Überforderung.

Genau deshalb interessieren sich manche Nutzer für CBD Produkte wie:

  • CBD Öl
  • CBD Kapseln
  • CBD Blüten mit niedrigem THC Gehalt
  • CBD Extrakte

Wissenschaftlich darf jedoch nicht behauptet werden, dass CBD ADHS behandelt oder heilt. Seriöse Anbieter vermeiden solche Aussagen.

Wichtig zu wissen

CBD Produkte sind in Deutschland meist Nahrungsergänzungsmittel oder Aroma Produkte. Sie sind keine zugelassenen Medikamente gegen ADS oder ADHS.

Welche Unterschiede gibt es zwischen CBD und THC?

CBD THC
Nicht berauschend Psychoaktiv
Kein klassischer Rausch Verursacht Rauschzustände
Beliebt als Wellness Produkt Medizinisches Cannabis nur unter bestimmten Voraussetzungen
Fokus auf Entspannung und Balance Beeinflusst Wahrnehmung und Stimmung
Legal nur unter bestimmten Bedingungen Streng reguliert

Ist medizinisches Cannabis bei ADHS erlaubt?

In Deutschland kann medizinisches Cannabis unter bestimmten Voraussetzungen ärztlich verschrieben werden. Das betrifft jedoch nicht automatisch jede ADHS Diagnose.

Die Entscheidung hängt immer vom Einzelfall ab. Ärzte prüfen dabei:

  • Schwere der Symptome
  • Bisherige Therapien
  • Begleiterkrankungen
  • Risiken und Nebenwirkungen

Besonders bei THC haltigen Cannabis Medikamenten spielen psychische Risiken eine wichtige Rolle.

Welche Risiken sollte man kennen?

Auch wenn CBD oft als gut verträglich beschrieben wird, können Nebenwirkungen auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen von CBD

  • Müdigkeit
  • Trockener Mund
  • Schwindel
  • Magen Darm Beschwerden
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten

Gerade Menschen mit bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollten vor der Nutzung ärztlichen Rat einholen.

Besonderes Risiko bei THC

THC kann bei manchen Menschen Angstgefühle, Konzentrationsprobleme oder psychische Belastungen verstärken. Vor allem Jugendliche gelten als empfindlicher.

Wie sieht die rechtliche Lage in Deutschland aus?

Seit der Cannabis Teillegalisierung im Jahr 2024 hat sich die Rechtslage in Deutschland verändert. Erwachsene dürfen unter bestimmten Bedingungen Cannabis besitzen.

Trotzdem gelten weiterhin strenge Regeln für:

  • THC Gehalt
  • Verkauf
  • Werbung
  • Medizinische Anwendungen

CBD Produkte dürfen außerdem keine unzulässigen Heilversprechen enthalten.

Welche CBD Produkte nutzen Menschen bei ADHS besonders häufig?

CBD Öl

CBD Öl zählt zu den beliebtesten Produkten. Die Tropfen lassen sich individuell dosieren.

CBD Kapseln

Kapseln eignen sich für Menschen, die eine genaue Menge bevorzugen.

CBD Blüten

CBD Blüten enthalten meist nur geringe Mengen THC. Trotzdem sollte man auf die Rechtslage und Qualität achten.

Worauf solltest du beim Kauf von CBD achten?

  • Laboranalysen prüfen
  • THC Werte kontrollieren
  • Seriöse Händler wählen
  • Keine unrealistischen Heilversprechen glauben
  • Auf transparente Inhaltsstoffe achten
Qualitäts Tipp

Gute CBD Anbieter veröffentlichen unabhängige Laborberichte. Dort lassen sich Cannabinoid Werte und mögliche Verunreinigungen nachvollziehen.

Was berichten Betroffene aus der Praxis?

Im Internet finden sich zahlreiche Erfahrungsberichte von Erwachsenen mit ADS oder ADHS. Manche beschreiben mehr innere Ruhe oder bessere Schlafgewohnheiten.

Andere berichten dagegen über keine spürbaren Veränderungen. Genau das zeigt, wie individuell das Thema ist.

Erfahrungsberichte sind interessant, ersetzen aber keine medizinischen Studien.

Kann CBD eine Therapie ersetzen?

Nein. CBD sollte niemals eigenständig eine ärztliche Behandlung ersetzen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist Vorsicht wichtig.

ADS und ADHS benötigen oft ein umfassendes Therapiekonzept. Dazu gehören häufig:

  • Psychologische Betreuung
  • Strukturierter Alltag
  • Schlafmanagement
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Medikamentöse Behandlung

FAQ zu CBD bei ADS und ADHS

Ist CBD gegen ADHS wissenschaftlich bewiesen?

Nein. Es gibt erste Studien und Erfahrungsberichte, aber keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise für eine Wirksamkeit.

Macht CBD high?

Nein. CBD gilt als nicht berauschend.

Ist THC bei ADHS sinnvoll?

THC wird kontrovers diskutiert. Manche Patienten berichten subjektive Effekte, gleichzeitig bestehen Risiken und Nebenwirkungen.

Dürfen Kinder CBD nutzen?

Die Anwendung bei Kindern sollte ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Kann CBD Medikamente ersetzen?

Nein. Medikamente sollten niemals eigenständig abgesetzt werden.

Zusammenfassung: CBD bei ADS und ADHS sinnvoll oder überschätzt?

CBD ist ein spannendes Thema im Zusammenhang mit ADS und ADHS. Viele Menschen interessieren sich für Cannabinoide als mögliche Ergänzung im Alltag. Wissenschaftlich bleibt die Datenlage allerdings noch begrenzt.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen THC und CBD. Während THC psychoaktiv wirkt, gilt CBD als nicht berauschend. Trotzdem sollten Betroffene realistische Erwartungen haben und keine Wunderwirkung erwarten.

Wer sich für CBD interessiert, sollte auf Qualität, Transparenz und eine seriöse medizinische Einordnung achten.

Medizinischer Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. CBD Produkte sind keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von ADS oder ADHS. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Therapie solltest du dich an einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal wenden.

Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23856832/


Über den Autor:

Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


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