Die deutschen Polizeibehörden haben eine ungewöhnliche Empfehlung für die englischen Fußballfans ausgesprochen, die zur Europameisterschaft nach Deutschland reisen.
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Präferenz für Cannabis über Alkohol bei Fußballfans
Statt Alkohol zu konsumieren, sollten die Fans lieber zu Cannabis greifen. Diese Empfehlung erfolgt im Hinblick auf das bevorstehende Spiel gegen Serbien, das als besonders risikoreich eingestuft wird.
Ursachen der ungewöhnlichen Empfehlung
Die Polizei begründet ihren Rat damit, dass Alkoholkonsum oft zu aggressivem Verhalten führt, während Cannabis die Gemüter eher beruhigt. Insbesondere im Umfeld des Stadions in Gelsenkirchen, der Heimat von Schalke 04, befürchten die Behörden, dass betrunkenen Fans beider Nationen Probleme verursachen könnten.
Auswirkungen von Alkohol und Cannabis auf das Verhalten
Beobachtungen der Polizei zu Fanverhalten
Laut Aussagen eines Sprechers der Gelsenkirchener Polizei gegenüber der britischen Zeitung The Sun sei es weniger problematisch, wenn Fans auf offener Straße Cannabis konsumieren. Der Sprecher erläuterte weiter, dass man eher Gruppen, die Alkohol trinken und aggressiv erscheinen, Beachtung schenken würde im Vergleich zu denen, die Cannabis rauchen und entspannt wirken.
Rechtliche Grundlagen und Einschränkungen
Gesetzliche Änderungen in Deutschland
Am 1. April des Jahres trat in Deutschland ein Gesetz in Kraft, das den Anbau und den Konsum von Cannabis in begrenztem Maße legalisiert. Dieser Schritt wurde unternommen, um das Verhalten der geschätzten 4,5 Millionen deutschen Cannabiskonsumenten zu regulieren. Privatpersonen dürfen nun bis zu drei Cannabispflanzen anbauen und bis zu 25 Gramm besitzen.
Einschränkungen während der EM
Obwohl der private Konsum jetzt teilweise legalisiert ist, bleiben einige Einschränkungen bestehen. So ist das Rauchen von Cannabis im Veltins-Arena-Stadion und in den offiziellen Fan-Zonen verboten. Auch wird von den Fans erwartet, dass sie während der Europameisterschaft nicht in Bars oder auf öffentlichen Plätzen Cannabis konsumieren.
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Erwartungen und Sicherheitsmaßnahmen
Prognosen zur Fananzahl und Sicherheitsstrategie
Es wird erwartet, dass etwa 40.000 englische Fans das Spiel in Gelsenkirchen besuchen werden, während nur zwischen 5.000 und 8.000 serbische Fans erwartet werden. Angesichts der historischen Rivalität und der bekannten Hooligan-Problematik beider Fanlager sprach der Hauptinspektor Christof Burghardt von einem „hochriskanten Spiel“.
Vorbereitung auf potenzielle Konflikte
Die Polizei plant, gewaltbereite Gruppen frühzeitig zu identifizieren und von den friedlichen Fans zu trennen. Das Ziel ist es, Auseinandersetzungen zu vermeiden und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Cannabis als friedensstiftende Alternative?
Die ungewöhnliche Empfehlung der deutschen Polizei, Cannabis dem Alkohol vorzuziehen, spiegelt eine pragmatische Herangehensweise an das Problem der Fan-Aggression und -Gewalt wider. Durch das neue Gesetz, das den Cannabiskonsum unter bestimmten Bedingungen erlaubt, bietet sich eine rechtliche Grundlage für solche Empfehlungen. Ob diese Strategie die erhoffte beruhigende Wirkung auf die Fans haben wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Polizei mit dieser Maßnahme nicht nur auf Sicherheit abzielt, sondern auch auf eine neue Art und Weise, das Verhalten der Fußballfans zu steuern und möglicherweise langfristig zu verändern.
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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
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