Am vergangenen Wochenende haben sich die Wähler in Slowenien bei zwei wichtigen Volksabstimmungen deutlich für eine Erweiterung der Cannabis-Politik ausgesprochen.
Eine klare Entscheidung für die Cannabis-Kultur
Diese richtungsweisenden Abstimmungen betrafen den persönlichen Anbau der Pflanze durch medizinische Cannabis-Patienten und die Frage, ob alle Erwachsenen das Recht haben sollten, Cannabis legal anzubauen und zu besitzen.
Obwohl der Verkauf und die Nutzung von medizinischem Cannabis bereits legal sind, bleibt der Anbau des Cannabis in Slowenien verboten. Diese rechtliche Einschränkung war einer der Kernpunkte in der Diskussion um die Cannabis-Gesetze im Land.
Ergebnisse der Volksabstimmungen: Ein klares Ja zur Cannabis-Kultur
Die erste Frage – ob die Republik Slowenien den Anbau und die Verarbeitung von Cannabis zu medizinischen Zwecken auf ihrem Territorium erlauben soll – wurde mit einer Mehrheit von 67 Prozent zu 33 Prozent befürwortet. Bei der zweiten Frage, ob der Anbau und Besitz von Cannabis für den persönlichen Gebrauch erlaubt sein sollte, lag die Zustimmung bei 52 Prozent gegenüber 48 Prozent.
Reformbewegung in Europa: Ein wachsender Trend
Diese Abstimmungsergebnisse sind beratend und nicht bindend für die Gesetzgeber. Dennoch könnten sie zukünftige Gesetzgebungen beeinflussen und tragen zur wachsenden Reformbewegung in Slowenien bei. Der slowenische Nationalversammlung hatte die Fragen im April auf den Stimmzettel gesetzt, trotz der Position des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit gegen die Cannabis-Vorschläge.
Die Abstimmungen in Slowenien sind Teil einer größeren Bewegung zur Cannabis-Reform, die sich durch Europa zieht. Erst vor zwei Monaten begann Deutschland, ein Cannabis-Legalisierungsgesetz umzusetzen. In Italien wiederum wurde den Wählern die Möglichkeit genommen, über Cannabis und psychedelische Drogenreformen im Jahr 2022 zu entscheiden, nachdem das höchste Gericht des Landes dies blockierte. Trotzdem wächst die Unterstützung für eine engere, nur auf Cannabis bezogene Maßnahme.
Malta führt den Weg: Die erste europäische Cannabis-Legalisierung
Malta wurde 2021 das erste europäische Land, das Cannabis legalisierte, mit einer Reform, die der Präsident unterzeichnete. Diese Entwicklung ist Teil eines kontinuierlichen Trends, der durch eine internationale Umfrage von 2022 bestätigt wird, in der die Mehrheit der Befragten in mehreren Schlüsselländern Europas die Legalisierung unterstützte, auch wenn Slowenien nicht in dieser Umfrage enthalten war.
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Internationale Perspektiven und UN-Standpunkte
Die Drogenkontrollbehörde der Vereinten Nationen bekräftigte kürzlich, dass sie die Legalisierung von Cannabis zu nicht-medizinischen oder wissenschaftlichen Zwecken als Verletzung internationaler Verträge betrachtet. Dennoch schätzt sie, dass die deutsche Regierung ihren Cannabis-Plan vor der jüngsten Abstimmung zurückgefahren hat.
Zukunft der Cannabis-Politik in Slowenien
Die Ergebnisse dieser Abstimmungen könnten als ein Indikator für das wachsende Interesse und die Akzeptanz von Cannabis als Teil der Gesellschaft angesehen werden. Sie spiegeln nicht nur eine lokale Veränderung wider, sondern sind auch ein Echo der globalen Bewegung hin zu einer realistischeren und humaneren Drogenpolitik.
Als Befürworter und Beobachter der Cannabis-Kultur kann man nur hoffen, dass diese Entwicklungen zu weiteren positiven Veränderungen in der Cannabisgesetzgebung nicht nur in Slowenien, sondern in ganz Europa führen werden.
Quelle / Infos: https://www.marijuanamoment.net/voters-in-slovenia-approve-marijuana-ballot-measures/
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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
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