Kurz erklärt: Cannabis Kryptowährungen sind digitale Währungen, die speziell für die Cannabis und Hanfbranche entwickelt wurden. Sie sollten Zahlungsprobleme legaler Cannabisunternehmen lösen und neue Finanzwege schaffen. Einige Projekte wie PotCoin oder HempCoin sorgten für Aufmerksamkeit, viele verloren jedoch stark an Bedeutung. Heute gelten sie als spannendes, aber risikoreiches Nischenthema zwischen Blockchain, Finanzen und Cannabiswirtschaft.
Welche Cannabis Kryptowährungen gibt es und lohnt sich ein Blick darauf?
Kryptowährungen und Cannabis gehören zu den spannendsten Zukunftsthemen der vergangenen Jahre. Beide Bereiche galten lange als Nischenmärkte, entwickelten sich jedoch zu milliardenschweren Industrien. Kein Wunder also, dass irgendwann die Idee entstand, beide Welten miteinander zu verbinden.
Besonders in Nordamerika entstand die Vorstellung spezieller Cannabis Kryptowährungen. Diese digitalen Währungen sollten Unternehmen helfen, Zahlungsprobleme zu lösen und unabhängiger vom klassischen Bankensystem zu werden.
| Coin | Start | Ziel | Aktueller Status |
|---|---|---|---|
| PotCoin | 2014 | Zahlungsmittel für Cannabisbranche | weiter aktiv, geringe Bedeutung |
| HempCoin | 2014 | Nutzhanf und Agrarwirtschaft | stark zurückgegangen |
| CannabisCoin | 2014 | 1 Coin gleich 1 Gramm Cannabis | nahezu bedeutungslos |
| Paragon Coin | 2017 | Blockchain für Cannabisfirmen | Projekt beendet |
| CannaCoin | 2014 | Zahlungen in Apotheken | praktisch verschwunden |
Cannabis Kryptowährungen entstanden hauptsächlich wegen Problemen legaler Cannabisunternehmen mit Banken. In vielen Ländern waren Cannabisfirmen legal tätig, hatten aber keinen Zugang zum normalen Finanzsystem.
Warum wurden Cannabis Kryptowährungen überhaupt entwickelt?
Die Idee entstand vor allem in den USA. Dort existiert bis heute ein ungewöhnliches Problem. In vielen Bundesstaaten ist Cannabis legal. Auf Bundesebene bestehen jedoch teilweise andere Regelungen.
Das führte dazu, dass Banken oft vorsichtig reagierten und Cannabisunternehmen nicht unbedingt als Kunden akzeptierten.
Die Folgen:
- große Bargeldbestände
- komplizierte Zahlungsabwicklung
- Sicherheitsprobleme
- erschwerte Kreditvergabe
- hohe Verwaltungsaufwände
Digitale Währungen sollten dieses Problem lösen.
Die Idee war einfach:
- digitale Cannabis Währung schaffen
- Unternehmen nutzen Blockchain
- Zahlungen laufen direkt
- weniger Abhängigkeit von Banken
Welche Cannabis Kryptowährungen sorgten für Aufmerksamkeit?
Folgende Projekte gehörten zu den bekanntesten Namen der Branche.
PotCoin
PotCoin war eines der ersten Projekte weltweit. Die Währung erschien bereits 2014.
Ziel war ein universelles Zahlungsmittel für die Cannabisindustrie.
Rund 420 Millionen PotCoins waren zeitweise im Umlauf.
Bekanntheit erhielt PotCoin unter anderem durch mediale Aufmerksamkeit und Partnerschaften.
PotCoin auf Pot Wallet und Coinswitch handeln.
Heute spielt PotCoin nur noch eine kleinere Rolle, existiert jedoch weiterhin.
HempCoin
HempCoin verfolgte einen anderen Ansatz.
Hier lag der Schwerpunkt auf Nutzhanf, Landwirtschaft und Lieferketten.
Der Coin sollte Zahlungsprozesse zwischen:
- Landwirten
- Produzenten
- Apotheken
- Händlern
vereinfachen.
Anfangs gab es große Hoffnungen. Nach dem Krypto Boom 2017 verloren jedoch viele Projekte drastisch an Wert.
CannabisCoin
Besonders ungewöhnlich war CannabisCoin.
Die Grundidee:
Ein Coin sollte ungefähr einem Gramm medizinischem Cannabis entsprechen.
Die Praxis zeigte jedoch schnell Schwierigkeiten.
Preisschwankungen von Kryptowährungen und reale Marktpreise passten oft nicht zusammen.
Paragon Coin
Paragon wollte weit mehr als eine digitale Währung sein.
Das Projekt plante:
- Blockchain Lösungen
- Geschäftsnetzwerke
- Coworking Bereiche
- digitale Infrastruktur
Die Aufmerksamkeit war riesig.
Das Projekt geriet später jedoch in Schwierigkeiten und gilt inzwischen als gescheitert.
CannaCoin
CannaCoin gehörte ebenfalls zu den frühen Projekten.
Die Vision bestand darin, digitale Zahlungsmöglichkeiten für Cannabisunternehmen bereitzustellen.
Heute besitzt die Währung kaum noch Relevanz.
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Wie funktioniert eine Cannabis Kryptowährung?
Die technische Grundlage ist die Blockchain.
Jede Transaktion wird in einer digitalen Datenbank gespeichert.
Statt einer zentralen Behörde verteilt sich die Kontrolle auf viele Teilnehmer.
Eigenschaften:
- dezentral
- transparent
- weltweit nutzbar
- schwer manipulierbar
- direkte Übertragung möglich
Blockchain bedeutet vereinfacht eine Kette aus Datensätzen. Jeder neue Eintrag baut auf vorherigen Informationen auf.
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Welche Risiken haben Cannabis Kryptowährungen?
Hier wird es spannend.
Viele frühe Cannabis Coins zeigten dieselben Probleme wie andere Kryptowährungen.
- extreme Kursschwankungen
- geringe Nutzung
- fehlende Akzeptanz
- wenige Handelsplattformen
- unsichere Zukunft
Der große Krypto Crash 2018 traf die Branche besonders hart.
Zahlreiche Projekte verschwanden vollständig.
Auch heute bleibt der Markt spekulativ.
Welche Rolle spielt Cannabis heute im Kryptobereich?
Heute hat sich der Markt verändert.
Statt spezieller Cannabis Coins setzen viele Unternehmen auf etablierte Kryptowährungen oder Blockchain Technologien.
Dazu gehören:
- Bitcoin
- Ethereum
- Stablecoins
- digitale Bezahlsysteme
Zusätzlich entstehen neue Blockchain Anwendungen:
- Lieferkettenüberwachung
- Qualitätskontrollen
- Nachverfolgbarkeit
- digitale Zertifikate
Die Blockchain selbst bleibt interessant, auch wenn viele Cannabis Coins verschwanden.
Kann man Cannabis Kryptowährungen heute noch kaufen?
Teilweise ja.
Dafür benötigst du:
- Wallet erstellen
- Börse auswählen
- Konto verifizieren
- Kryptowährung kaufen
- sicher speichern
Ein wichtiger Punkt:
Private Keys niemals verlieren.
Wer Zugangsdaten verliert, verliert oft dauerhaft den Zugriff.
FAQ zu Cannabis Kryptowährungen
Sind Cannabis Kryptowährungen legal?
Die Rechtslage hängt vom jeweiligen Land und den lokalen Finanzgesetzen ab.
Gibt es erfolgreiche Cannabis Coins?
Einige Projekte existieren weiterhin, allerdings erreichte kaum ein Coin langfristig große Bedeutung.
Sind Cannabis Kryptowährungen eine gute Investition?
Das hängt von deiner Risikobereitschaft ab. Kryptowährungen gelten grundsätzlich als spekulative Anlageformen.
Ist Blockchain wichtiger als die Coins selbst?
Viele Experten sehen langfristig mehr Potenzial in Blockchain Anwendungen als in spezialisierten Cannabis Coins.
Zusammenfassung
Cannabis Kryptowährungen entstanden aus einer nachvollziehbaren Idee. Unternehmen der Cannabisbranche sollten unabhängig vom klassischen Finanzsystem werden. Projekte wie PotCoin, HempCoin oder CannabisCoin sorgten zeitweise für Aufmerksamkeit, konnten sich langfristig jedoch kaum durchsetzen.
Heute steht weniger die spezielle Währung im Fokus, sondern eher die zugrundeliegende Blockchain Technologie. Für Anleger bleibt der Bereich interessant, aber spekulativ. Wer investieren möchte, sollte Chancen und Risiken sorgfältig abwägen.
Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber
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