Wie können Mähmaschinen Insekten besser schützen?

Neue Technik könnte die Zahl der bei der Grünlandmahd getöteten Insekten deutlich reduzieren. Forschende der Universitäten Hohenheim und Tübingen testen dafür sogenannte Insektenscheuchen, die unmittelbar vor dem Mähwerk arbeiten. Besonders vielversprechend erscheint eine Gebläsescheuche, die Insekten mit einem Luftstrom seitlich aus dem Gefahrenbereich befördert. Die Technik soll Biodiversitätsschutz und eine praxistaugliche Bewirtschaftung von Grünland besser miteinander verbinden.

Inhaltsverzeichnis

Wie können Mähmaschinen Insekten bei der Mahd besser schützen?

Wie können Mähmaschinen Insekten besser schützen?
Wie können Mähmaschinen Insekten besser schützen?
Technik Funktionsweise Ziel Aktueller Forschungsstand
Bügelscheuche Metallzinken bewegen sich durch den Pflanzenbestand Insekten zum Springen, Fliegen oder Fallenlassen bewegen Wird in Feldversuchen untersucht
Gebläsescheuche Luftstrom wirkt unmittelbar vor dem Mähwerk Insekten seitlich aus dem Gefahrenbereich befördern Erste Untersuchungen zeigen ein besonders interessantes Potenzial
Modifiziertes Mähwerk Technische Veränderungen beeinflussen unter anderem die Luftströmung Direkte Verluste beim Mähen reduzieren War bereits Gegenstand des Vorgängerprojekts InsectMow
Angepasstes Mahdmanagement Gestaffelte Mahd, Rückzugsflächen und angepasste Bewirtschaftung Lebensräume und Ausweichmöglichkeiten erhalten Kann technische Schutzmaßnahmen sinnvoll ergänzen

Faktenbox: Meldung, Bedeutung und Einordnung

Meldung: Forschende der Universität Hohenheim und der Eberhard Karls Universität Tübingen erproben technische Systeme, die Insekten unmittelbar vor landwirtschaftlichen Mähwerken aus dem Gefahrenbereich vertreiben sollen.

Bedeutung: Die Mahd kann für zahlreiche im Grünland lebende Insekten und andere wirbellose Tiere eine erhebliche Belastung darstellen. Technische Lösungen könnten helfen, diese Verluste zu reduzieren, ohne auf die notwendige landwirtschaftliche Nutzung der Flächen verzichten zu müssen.

Einordnung: Interessant ist der Ansatz für Landwirtschaft, Naturschutz, Landtechnik, Maschinenhersteller, Kommunen und alle Akteure, die größere Grünflächen bewirtschaften. Entscheidend wird sein, wie zuverlässig, wirtschaftlich und praktikabel sich die Systeme unter realen Bedingungen einsetzen lassen.

Warum ist die Grünlandmahd für Insekten ein Problem?

Eine Wiese wirkt auf den ersten Blick häufig wie eine relativ einheitliche Fläche aus Gräsern und Kräutern. Tatsächlich kann Grünland jedoch ein komplexer Lebensraum sein. Zwischen Halmen, Blättern und Blüten leben Zikaden, Fliegen, Mücken, Käfer, kleine Wespen, Heuschrecken, Spinnen und zahlreiche weitere wirbellose Tiere.

Viele davon sind so klein, dass sie bei der normalen Betrachtung einer Wiese kaum auffallen. Ihre ökologische Bedeutung kann trotzdem groß sein. Sie dienen anderen Tieren als Nahrung, verwerten organisches Material, beeinflussen Pflanzenbestände, treten als Räuber anderer Kleintiere auf oder spielen eine Rolle bei Bestäubung und Stoffkreisläufen.

Problematisch wird es, wenn eine solche Fläche innerhalb kurzer Zeit gemäht wird. Die Tiere reagieren sehr unterschiedlich auf die herannahende Maschine. Einige fliegen davon, andere springen zur Seite. Manche lassen sich in tiefere Vegetationsschichten fallen. Wieder andere bleiben sitzen oder reagieren nicht schnell genug.

Genau hier setzt die Forschung an. Wenn sich ein Teil der Tiere unmittelbar vor dem Mähwerk gezielt zur Flucht bewegen lässt, könnte ihre Wahrscheinlichkeit steigen, dem eigentlichen Schneidvorgang zu entkommen.

Dass die Problematik relevant ist, zeigen auch Erkenntnisse aus dem Vorgängerprojekt InsectMow. Dort beschäftigten sich Forschende mit der Entwicklung und Bewertung insekten- und spinnenfreundlicher Mähtechniken. Dabei wurden verschiedene technische Ansätze untersucht, um Biodiversitätsverluste während der Grünlandbewirtschaftung zu reduzieren.

Wie können Mähmaschinen Insekten besser schützen?
Wie können Mähmaschinen Insekten besser schützen?

Wie viele Insekten können bei einer Mahd betroffen sein?

Eine pauschale Zahl für alle Grünlandflächen gibt es nicht. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen unter anderem von Tierart, Vegetation, Jahreszeit, Wetter, Mähtechnik, Schnitthöhe, Geschwindigkeit, Mahdhäufigkeit und weiteren Faktoren ab.

Die Größenordnung des Problems wird allerdings deutlich, wenn man sich die Besiedlungsdichte einzelner Flächen anschaut. In den Untersuchungen der Forschenden finden sich auf einem Quadratmeter Grünland teilweise mehrere Hundert kleine Tiere. In einzelnen Proben wurden sogar mehr als 1.000 Zikaden pro Quadratmeter festgestellt.

Das bedeutet nicht, dass bei jedem Mähvorgang sämtliche dieser Tiere sterben. Es verdeutlicht aber, wie viele Organismen sich überhaupt im unmittelbaren Arbeitsbereich einer Mähmaschine befinden können.

Auch frühere Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Tiergruppen stark betroffen sein können. Im Forschungsumfeld von InsectMow wird beispielsweise auf Untersuchungen zu Heuschrecken verwiesen, bei denen je nach Verfahren erhebliche Mortalitätsraten festgestellt wurden.

Faktenbox: Mahdverluste richtig einordnen

Angaben zu hohen Verlustquoten sollten nicht pauschal auf sämtliche Insekten, Mähmaschinen oder Grünlandflächen übertragen werden. Unterschiedliche Arten reagieren verschieden auf Maschinen und Störungen. Auch Schnitthöhe, Mähwerk, Aufbereiter, Fahrgeschwindigkeit, Vegetationsstruktur und Wetter können das Ergebnis beeinflussen. Genau deshalb sind standardisierte Feldversuche für die Bewertung neuer Technik wichtig.

Wie funktioniert eine Insektenscheuche vor dem Mähwerk?

Die Grundidee ist überraschend einfach: Wenn sich das eigentliche Mähwerk nur begrenzt so verändern lässt, dass alle Tiere geschützt werden, muss die Gefahr früher erkannt werden. Statt erst beim Schneidvorgang anzusetzen, versuchen die Forschenden deshalb, die Tiere bereits unmittelbar davor zur Flucht zu bewegen.

Das Prinzip erinnert an eine Vorwarnzone. Ein technisches System fährt vor dem Mähwerk durch oder über den Pflanzenbestand. Dadurch entsteht ein Reiz, auf den die Tiere reagieren können.

Aktuell stehen zwei unterschiedliche Ansätze im Mittelpunkt: eine Bügelscheuche und eine Gebläsescheuche.

Wie arbeitet die Bügelscheuche?

Bei der Bügelscheuche bewegen sich Metallzinken beziehungsweise entsprechende mechanische Elemente durch den Grasbestand. Die Vegetation wird dadurch vor dem eigentlichen Mähen bewegt.

Für ein dort sitzendes Insekt entsteht eine Störung. Je nach Tierart kann die Reaktion unterschiedlich aussehen. Ein Tier kann wegfliegen, zur Seite springen, sich tiefer in den Bestand bewegen oder sich auf den Boden fallen lassen.

Das Ziel besteht nicht darin, sämtliche Tiere in dieselbe Richtung zu bewegen. Vielmehr soll die zusätzliche Reaktionszeit ihre Chance erhöhen, nicht direkt vom nachfolgenden Mähwerk erfasst zu werden.

Warum ist die Gebläsescheuche besonders interessant?

Die zweite Variante arbeitet nicht hauptsächlich mit mechanischem Kontakt, sondern mit Luft. Ein quer vor dem Mähwerk angeordnetes Gebläse erzeugt einen Luftstrom, der kleine Tiere aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich befördern beziehungsweise eine Fluchtreaktion auslösen soll.

Nach bisherigen Erkenntnissen erscheint dieser Ansatz besonders vielversprechend. Ergebnisse aus dem Vorgängerprojekt deuten darauf hin, dass sich mit einer Gebläsescheuche erhebliche Anteile der untersuchten Tiere seitlich aus dem Gefahrenbereich bewegen lassen.

Eine endgültige Bewertung erfordert jedoch detaillierte Auswertungen. Gerade bei biologischen Untersuchungen genügt es nicht, während eines einzelnen Versuchs zu beobachten, dass einige Tiere davonfliegen. Entscheidend ist ein systematischer Vergleich zwischen unterschiedlichen Varianten.

Weitere Hintergründe zur aktuellen Forschung findest Du auf der Website des Projekts INSOEL.

Wie überprüfen Forschende, ob eine Insektenscheuche funktioniert?

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die Wirkung objektiv zu messen. Insekten sind klein, bewegen sich schnell und können sich zwischen Pflanzen verstecken. Eine reine Beobachtung vom Traktorsitz würde deshalb keine zuverlässigen Daten liefern.

Die Forschenden arbeiten stattdessen mit standardisierten Versuchsflächen und verschiedenen Fangmethoden.

  1. Eine definierte Grünlandfläche wird für den Versuch vorbereitet.
  2. Die Fläche wird mit einer bestimmten technischen Variante bearbeitet.
  3. Zum Vergleich werden Versuche ohne Scheuche durchgeführt.
  4. Nach der Überfahrt werden verbliebene Tiere auf definierten Flächen erfasst.
  5. Netze seitlich und oberhalb des Mähwerks registrieren flüchtende Tiere.
  6. Die gesammelten Proben werden anschließend sortiert.
  7. Insekten und Spinnen werden bestimmt und gezählt.
  8. Erst danach können die verschiedenen Verfahren statistisch miteinander verglichen werden.

Was ist ein Biozönometer?

Ein wichtiges Hilfsmittel bei den Feldversuchen ist das sogenannte Biozönometer. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Vorrichtung, mit der Tiere auf einer klar begrenzten Fläche erfasst werden können.

Im aktuellen Forschungsansatz kommen etwa quadratmetergroße Gazekonstruktionen zum Einsatz. Sie werden auf die untersuchte Fläche gestellt. Anschließend können die darin verbliebenen Tiere beispielsweise mithilfe eines entsprechend umgebauten Gebläses eingesammelt werden.

Der große Vorteil liegt in der Standardisierung. Die Forschenden wissen genau, welche Fläche untersucht wurde und können verschiedene Versuchsvarianten miteinander vergleichen.

Warum dauert die Auswertung so lange?

Mit dem Einsammeln ist die Arbeit längst nicht beendet. Die Proben enthalten zahlreiche unterschiedliche Organismen. Diese müssen sortiert, bestimmt und gezählt werden.

Bei Hunderten oder sogar Tausenden kleiner Tiere entsteht schnell ein enormer Arbeitsaufwand. Gerade die Bestimmung kleiner Zikaden, Fliegen, Wespen oder Spinnen erfordert Fachkenntnisse und Zeit.

Deshalb können zwischen einem Feldversuch und belastbaren Ergebnissen Monate liegen. Diese gründliche Auswertung ist jedoch notwendig, wenn später Aussagen über die tatsächliche Schutzwirkung einer technischen Lösung getroffen werden sollen.

Warum reicht es nicht, einfach das Mähwerk umzubauen?

Genau diese Frage spielte bereits im Vorgängerprojekt eine wichtige Rolle. Das Projekt InsectMow lief von 2021 bis 2025 und untersuchte verschiedene Möglichkeiten für eine insektenfreundlichere Mahd.

Dabei wurden unter anderem technische Veränderungen an Scheibenmähwerken und deren Luftströmung untersucht. Ziel war beispielsweise, die Sogwirkung so zu beeinflussen, dass weniger Tiere in gefährliche Bereiche geraten.

Die Forschung zeigte zugleich, wie komplex das Thema ist. Ein landwirtschaftliches Mähwerk muss zuverlässig schneiden, große Flächen bewältigen, unter unterschiedlichen Bedingungen funktionieren und wirtschaftlich betrieben werden können. Änderungen dürfen deshalb nicht nur ökologisch sinnvoll sein. Sie müssen auch technisch funktionieren und im landwirtschaftlichen Alltag praktikabel bleiben.

Der Ansatz mit vorgeschalteten Insektenscheuchen verschiebt deshalb einen Teil des Schutzes vor die eigentliche Maschine. Statt sämtliche Gefahren innerhalb des Mähwerks beseitigen zu wollen, sollen möglichst viele Tiere den gefährlichen Bereich gar nicht erst erreichen.

Aktuelle Angebote (Werbung):

Werbung auf Metaller.de buchen!
Jetzt in Cannabis-Domains investieren!
CSC Connect - Full-Service für Cannabis-Anbauvereinigungen *
20% Rabatt mit dem Code METALLER20 bei Nordicoil.de (ext) *
Dutch Passion Cannabissamen *
Cannabis Akademie Deutschland Kurse *
* = Affiliatelinks

Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Warum sind kleine Insekten für das Ökosystem so wichtig?

Beim Thema Insektenschutz stehen häufig bekannte Arten wie Wildbienen, Schmetterlinge oder auffällige Käfer im Mittelpunkt. Im Grünland lebt jedoch eine enorme Zahl wesentlich unauffälligerer Organismen.

Zikaden sind dafür ein gutes Beispiel. Viele Arten sind nur wenige Millimeter groß. Trotzdem können sie in sehr hoher Dichte auftreten und Teil komplexer Nahrungsnetze sein.

Ähnliches gilt für kleine Fliegen, Mücken, parasitische Wespen, Käfer und Spinnen. Für Menschen sind diese Tiere häufig kaum sichtbar. Für andere Organismen stellen sie dagegen Nahrung dar oder übernehmen selbst Funktionen als Räuber, Pflanzenfresser, Zersetzer oder Parasitoide.

Prof. Dr. Johannes Steidle vom Fachgebiet Chemische Ökologie der Universität Hohenheim beschreibt diese Arten sinngemäß als kleine Zahnräder innerhalb eines großen ökologischen Systems. Fällt eine einzelne Art aus, muss das nicht unmittelbar sichtbar werden. Gehen jedoch viele Bestandteile eines Nahrungsnetzes gleichzeitig zurück, können sich die Auswirkungen verstärken.

Welche Tiere hängen von Insekten ab?

Insekten und andere Gliederfüßer sind Nahrungsgrundlage für zahlreiche Tierarten. Dazu gehören unter anderem:

  • insektenfressende Vogelarten,
  • Fledermäuse,
  • Amphibien,
  • Reptilien,
  • andere räuberische Insekten,
  • Spinnen und weitere Wirbellose.

Insektenschutz betrifft deshalb nicht nur einzelne Insektengruppen. Er kann ein Bestandteil des Schutzes ganzer Lebensgemeinschaften sein.

Kann neue Mähtechnik das Insektensterben stoppen?

Nein. Eine solche Aussage wäre wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Insektenscheuchen können einen konkreten Belastungsfaktor adressieren, nämlich direkte Verluste bei der Mahd. Der allgemeine Rückgang von Insekten hat jedoch zahlreiche Ursachen und unterscheidet sich je nach Art, Region und Lebensraum.

Zu den relevanten Einflussfaktoren gehören beispielsweise Veränderungen und Verluste von Lebensräumen, eine zunehmende Strukturarmut von Landschaften, intensive Nutzung, Pflanzenschutzmittel, Veränderungen des Nahrungsangebots, Lichtverschmutzung und klimatische Veränderungen.

Neue Mähtechnik ist deshalb kein Ersatz für umfassenden Biodiversitätsschutz. Sie könnte aber einen Vorteil haben: Sie setzt direkt bei einer regelmäßig wiederkehrenden landwirtschaftlichen Tätigkeit an.

Faktenbox: Technik ist nur ein Teil der Lösung

Insektenfreundlichere Mähmaschinen können direkte Verluste während der Mahd reduzieren. Für den langfristigen Schutz artenreicher Grünlandökosysteme sind zusätzlich geeignete Lebensräume, Rückzugsflächen, ein angepasstes Mahdmanagement, Strukturvielfalt und weitere Naturschutzmaßnahmen relevant.

Welche weiteren Maßnahmen können Insekten bei der Mahd schützen?

Technische Insektenscheuchen lassen sich mit anderen Schutzmaßnahmen kombinieren. Besonders interessant ist ein Ansatz, bei dem nicht eine einzelne Maßnahme isoliert betrachtet wird, sondern das gesamte Mahdmanagement.

Dazu können je nach Fläche und Nutzung beispielsweise gehören:

  • räumlich gestaffelte Mahd,
  • zeitlich versetztes Mähen unterschiedlicher Teilflächen,
  • Erhalt von Altgrasstreifen,
  • ungemähte Rückzugsbereiche,
  • angepasste Schnitthöhen,
  • Reduzierung unnötiger Überfahrten,
  • standortangepasste Mahdhäufigkeit,
  • Verzicht auf unnötiges Mulchen ökologisch wertvoller Bereiche.

Das Bundesamt für Naturschutz empfiehlt beispielsweise bei biodiversitätsorientierter Grünlandpflege eine räumlich und zeitlich gestaffelte Mahd, damit Rückzugsräume für Tiere erhalten bleiben. Die optimale Strategie hängt allerdings immer vom jeweiligen Standort und vom Bewirtschaftungsziel ab.

Warum sind ungemähte Bereiche wichtig?

Eine Insektenscheuche kann Tiere nur dann sinnvoll aus einem Gefahrenbereich vertreiben, wenn ihnen anschließend geeignete Ausweichräume zur Verfügung stehen.

Wird eine riesige Fläche vollständig und nahezu gleichzeitig bearbeitet, ist der Nutzen einer erfolgreichen Flucht möglicherweise geringer als bei einer strukturreicheren Bewirtschaftung mit Rückzugsflächen.

Altgrasstreifen und zeitlich versetzt gemähte Teilflächen können deshalb wichtige Ergänzungen sein. Sie bieten nicht nur während der Mahd Schutz. Je nach Gestaltung können sie auch Nahrung, Deckung und Fortpflanzungsräume bereitstellen.

Welche Vorteile könnte die Gebläsescheuche für Landwirte haben?

Damit eine Naturschutztechnik breite Anwendung findet, muss sie im Alltag funktionieren. Für landwirtschaftliche Betriebe reicht eine positive ökologische Wirkung allein nicht aus. Die Technik muss zuverlässig, robust und wirtschaftlich sein.

Eine vorgeschaltete Gebläsescheuche könnte prinzipiell mehrere Vorteile besitzen:

  • Sie setzt unmittelbar vor dem Gefahrenbereich an.
  • Sie könnte mit bestehenden Mähsystemen kombiniert werden.
  • Der eigentliche Schneidvorgang muss möglicherweise weniger stark verändert werden.
  • Sie könnte sich langfristig als Zusatztechnik für neue Maschinen entwickeln.
  • Bei geeigneter Konstruktion wäre eventuell auch eine Nachrüstung bestehender Technik denkbar.

Ob diese Vorteile in der Praxis tatsächlich erreicht werden, hängt allerdings von der weiteren Entwicklung ab.

Welche offenen Fragen gibt es?

Bei einer Gebläsetechnik müssen beispielsweise Energiebedarf, Gewicht, Arbeitsbreite, Luftführung, Wartungsaufwand und Haltbarkeit berücksichtigt werden. Außerdem darf eine Schutzvorrichtung die eigentliche Arbeitsleistung des Mähwerks nicht unangemessen beeinträchtigen.

Hinzu kommt eine biologische Frage: Nicht jede Insektenart reagiert gleich auf einen Luftstrom. Kleine flugfähige Zikaden können sich anders verhalten als Käfer, Heuschrecken, Spinnen oder bodennah lebende Tiere.

Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Gesamtzahl der geretteten Tiere zu betrachten. Perspektivisch ist auch interessant, welche Tiergruppen besonders stark profitieren und bei welchen Arten andere Schutzmaßnahmen erforderlich bleiben.

Was unterscheidet INSOEL vom Vorgängerprojekt InsectMow?

Das Vorgängerprojekt InsectMow bildete eine wichtige Grundlage für die Entwicklung insektenfreundlicher Mähtechnik. Dort untersuchten Forschende der Universitäten Hohenheim und Tübingen die Auswirkungen verschiedener Mähtechniken und technische Möglichkeiten zur Verringerung von Verlusten.

Das aktuelle Projekt INSOEL knüpft an diese Arbeiten an und untersucht die Schutzsysteme weiter. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Tiere möglichst effektiv bereits vor dem Mähwerk aus dem Gefahrenbereich bewegt werden können.

Der Forschungsweg ist damit typisch für angewandte Agrarforschung. Zunächst muss das Problem quantifiziert werden. Anschließend werden technische Lösungsansätze entwickelt. Danach folgen Feldtests, Verbesserungen und erneute Messungen. Erst wenn eine Technik unter unterschiedlichen Bedingungen zuverlässig funktioniert, kann eine breite Anwendung sinnvoll diskutiert werden.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit von Biologie und Agrartechnik?

Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, warum Biodiversitätsschutz in der Landwirtschaft interdisziplinäre Forschung benötigt.

Die Agrartechnik kann eine Maschine konstruieren, Luftströmungen optimieren und mechanische Bauteile entwickeln. Ob eine solche Konstruktion tatsächlich Insekten schützt, lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten.

Dafür braucht es biologische und ökologische Untersuchungen.

Das Fachgebiet Chemische Ökologie der Universität Hohenheim beschäftigt sich unter anderem mit ökologischen Zusammenhängen und dem Verhalten von Organismen. Das Fachgebiet Grundlagen der Agrartechnik der Universität Hohenheim bringt die technische Perspektive ein.

Hinzu kommt die AG Evolutionsbiologie der Invertebraten der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Erst durch diese Kombination lässt sich beantworten, ob eine Maschine technisch funktioniert und gleichzeitig den gewünschten ökologischen Effekt erzielt.

Wie könnte aus der Forschung eine Standardtechnik werden?

Der langfristig entscheidende Schritt findet nicht auf einer kleinen Versuchsfläche statt, sondern auf landwirtschaftlichen Betrieben. Eine Schutztechnik entfaltet erst dann eine größere Wirkung, wenn sie zuverlässig in reale Arbeitsabläufe integriert werden kann.

Dafür sind mehrere Entwicklungsschritte erforderlich.

  1. Biologische Wirksamkeit nachweisen: Die Technik muss messbar mehr Tiere aus dem Gefahrenbereich bringen.
  2. Technik optimieren: Konstruktion, Luftführung und Befestigung müssen für den praktischen Einsatz geeignet sein.
  3. Unterschiedliche Bedingungen testen: Wiesen unterscheiden sich bei Pflanzenhöhe, Dichte, Feuchtigkeit und Artenzusammensetzung.
  4. Wirtschaftlichkeit untersuchen: Anschaffung, Energiebedarf, Wartung und Arbeitsleistung müssen berücksichtigt werden.
  5. Standardisierte Prüfungen entwickeln: Vergleichbare Testmethoden könnten Landwirten und Herstellern eine objektivere Bewertung ermöglichen.
  6. Serienreife erreichen: Am Ende müsste eine robuste und möglichst einfach einsetzbare Technik verfügbar sein.

Schon im Vorgängerprojekt wurde darauf hingearbeitet, standardisierte Prüfverfahren für insektenfreundliche Mähtechnik zu entwickeln. Solche Standards könnten langfristig wichtig werden, weil sich damit nachvollziehbar prüfen ließe, ob eine als insektenfreundlich beworbene Maschine tatsächlich einen messbaren Vorteil bietet.

Kann Insektenschutz mit moderner Landwirtschaft vereinbar sein?

Die Forschungsarbeiten zeigen einen interessanten Weg: Landwirtschaft und Naturschutz müssen bei diesem Thema nicht zwangsläufig Gegensätze sein.

Grünland wird aus wirtschaftlichen Gründen bewirtschaftet. Gleichzeitig stellt es Lebensraum für zahlreiche Arten bereit. Eine vollständige Aufgabe der Nutzung ist deshalb weder überall realistisch noch aus naturschutzfachlicher Sicht automatisch die beste Lösung. Viele Grünlandlebensräume sind sogar auf eine geeignete Form der Nutzung oder Pflege angewiesen.

Die entscheidende Frage lautet daher häufig nicht, ob gemäht wird, sondern wie.

Technische Innovationen können dabei helfen, Zielkonflikte zu reduzieren. Wenn ein Betrieb dieselbe notwendige Arbeit durchführen kann und dabei weniger Tiere zu Schaden kommen, entsteht ein konkreter ökologischer Mehrwert.

Allerdings sollte die Technik nicht als Freibrief für beliebig intensive Bewirtschaftung verstanden werden. Eine besonders insektenschonende Maschine kann den Verlust von Lebensräumen oder eine ungünstige Bewirtschaftungsintensität nicht vollständig kompensieren.

Für wen ist die neue Insektenscheuchen Technik interessant?

Der mögliche Einsatzbereich geht perspektivisch über einzelne Versuchsbetriebe hinaus.

Relevant könnte die Technik unter anderem sein für:

  • landwirtschaftliche Grünlandbetriebe,
  • ökologisch wirtschaftende Betriebe,
  • Lohnunternehmen,
  • Hersteller von Mähmaschinen,
  • Kommunen mit größeren Grünflächen,
  • Naturschutzorganisationen,
  • Landschaftspflegeverbände,
  • Betreiber großer extensiv gepflegter Grünflächen.

Zunächst steht nach Angaben der Forschenden insbesondere der ökologische Landbau im Fokus. Langfristig wäre eine größere Wirkung jedoch vor allem dann zu erwarten, wenn entsprechende Systeme auch in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden könnten.

Faktenbox: Warum die Skalierung entscheidend ist

Eine wirksame Schutztechnik auf wenigen Versuchsflächen hat zunächst nur einen begrenzten direkten Effekt. Wird eine technisch einfache und wirtschaftlich vertretbare Lösung dagegen von Maschinenherstellern übernommen und auf vielen Betrieben eingesetzt, kann sich die Wirkung vervielfachen. Deshalb gehören Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit zu den entscheidenden Faktoren für den langfristigen Erfolg.

Was zeigt das Video zur Insektenscheuche?

Wie eine solche Technik praktisch aussehen kann, lässt sich in einem Video der Universität Hohenheim nachvollziehen. Das Video „Insektenschutz in der Landwirtschaft: Neue Technik soll Millionen von Insekten retten“ zeigt den Forschungsansatz anschaulich.

Gerade bei landtechnischen Entwicklungen ist eine solche visuelle Darstellung hilfreich. Begriffe wie Gebläsescheuche oder Bügelscheuche klingen zunächst abstrakt. Im praktischen Einsatz wird dagegen schnell verständlich, dass es sich um vorgeschaltete Systeme handelt, die unmittelbar vor dem eigentlichen Mähvorgang auf die Tiere einwirken sollen.

Welche Grenzen hat die neue Technik?

So vielversprechend die bisherigen Ansätze erscheinen, sollten die Ergebnisse nicht überinterpretiert werden.

Erstens befinden sich die Systeme weiterhin in der wissenschaftlichen Untersuchung und Entwicklung. Zweitens kann eine Technik niemals garantieren, dass bei der Mahd kein Tier mehr verletzt oder getötet wird.

Drittens unterscheiden sich Tiergruppen erheblich. Ein Luftstrom, der eine kleine Zikade zuverlässig seitlich bewegt, muss bei einer bodennah sitzenden Spinne oder einem größeren Käfer nicht denselben Effekt haben.

Viertens ist der unmittelbare Mähvorgang nur ein Teil der ökologischen Auswirkungen einer Grünlandbewirtschaftung. Auch Veränderungen von Vegetationsstruktur, Mikroklima, Deckung und Nahrungsangebot spielen eine Rolle.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob eine Gebläsescheuche sämtliche Probleme löst. Wissenschaftlich sinnvoller ist die Frage, wie groß die zusätzliche Schutzwirkung gegenüber herkömmlichen Verfahren ist und wie sie sich mit anderen Maßnahmen kombinieren lässt.

Welche rechtliche Bedeutung könnte insektenfreundliche Mähtechnik bekommen?

Die Forschungsprojekte bedeuten zunächst nicht, dass Landwirte künftig generell gesetzlich zum Einsatz einer Gebläse- oder Bügelscheuche verpflichtet wären. Forschung, technische Standardisierung, Förderpolitik und gesetzliche Vorgaben sind voneinander zu unterscheiden.

Interessant könnte die Entwicklung langfristig dennoch werden. Wenn standardisierte Prüfverfahren entstehen und Hersteller nachweislich insektenfreundlichere Technik anbieten, könnten solche Eigenschaften beispielsweise bei Förderprogrammen, freiwilligen Umweltleistungen, Ausschreibungen oder bestimmten Bewirtschaftungskonzepten an Bedeutung gewinnen.

Ob und in welcher Form daraus konkrete Anforderungen entstehen, hängt jedoch von zukünftigen politischen und rechtlichen Entscheidungen ab. Aus einem Forschungsprojekt allein lässt sich keine allgemeine Verpflichtung ableiten.

Was bedeutet die Forschung für den praktischen Insektenschutz?

Der besondere Reiz des Ansatzes liegt darin, dass nicht versucht wird, landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz voneinander zu trennen. Stattdessen wird eine ohnehin notwendige Maschine so ergänzt beziehungsweise weiterentwickelt, dass ihre Auswirkungen auf die Tierwelt reduziert werden könnten.

Das ist für die praktische Umsetzung wichtig. Maßnahmen mit sehr hohen Kosten oder großen Produktivitätseinbußen haben es erfahrungsgemäß schwerer, sich flächendeckend durchzusetzen. Eine vergleichsweise einfache technische Ergänzung könnte dagegen schneller Akzeptanz finden, sofern sie sich als wirksam, robust und wirtschaftlich erweist.

Der nächste entscheidende Schritt besteht deshalb darin, die Wirkung der Systeme möglichst präzise zu quantifizieren.

Welche Fragen zur insektenfreundlichen Mahd sind besonders häufig?

Tötet jede Mahd Insekten?

Bei der Mahd können Insekten und andere wirbellose Tiere verletzt oder getötet werden. Das Ausmaß hängt allerdings stark von der jeweiligen Technik, den Tierarten, dem Zeitpunkt, der Vegetation und weiteren Bedingungen ab. Pauschale Verlustquoten für jede Wiese und jede Mähmaschine sind deshalb nicht sinnvoll.

Was ist eine Gebläsescheuche?

Eine Gebläsescheuche ist eine technische Vorrichtung vor dem Mähwerk. Sie erzeugt einen Luftstrom, der Insekten aus dem unmittelbaren Arbeitsbereich bewegen oder eine Fluchtreaktion auslösen soll.

Was ist eine Bügelscheuche?

Eine Bügelscheuche arbeitet mechanisch. Elemente beziehungsweise Metallzinken bewegen sich vor dem Mähwerk durch den Pflanzenbestand. Dadurch werden dort sitzende Tiere gestört und möglichst zur Flucht bewegt.

Welche Variante funktioniert besser?

Nach bisherigen Untersuchungen erscheint insbesondere die Gebläsescheuche vielversprechend. Eine abschließende Bewertung sollte jedoch auf den vollständigen wissenschaftlichen Auswertungen und Vergleichen basieren.

Kann die Technik an bestehende Mähmaschinen angebaut werden?

Eine einfache Integration und mögliche Nachrüstung wären für eine breite praktische Anwendung besonders interessant. Ob und für welche Maschinentypen dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann, ist Teil der weiteren Entwicklung.

Reicht eine Insektenscheuche für den Artenschutz aus?

Nein. Die Technik adressiert vor allem direkte Verluste während des Mähvorgangs. Für einen umfassenden Schutz der Biodiversität sind zusätzlich geeignete Lebensräume, Strukturvielfalt, Rückzugsbereiche und ein angepasstes Bewirtschaftungsmanagement wichtig.

Warum werden die Insekten nicht einfach vor der Mahd eingesammelt?

Auf landwirtschaftlichen Flächen wäre ein flächendeckendes Einsammeln praktisch kaum umsetzbar. Auf einem einzigen Quadratmeter können bereits Hunderte kleine Tiere leben. Eine automatisch arbeitende technische Lösung direkt an der Mähmaschine besitzt deshalb ein wesentlich größeres Potenzial für den praktischen Einsatz.

Warum ist Grünland überhaupt wichtig für Insekten?

Artenreiches Grünland kann Nahrung, Fortpflanzungsräume, Deckung und unterschiedliche Mikrohabitate bieten. Wie wertvoll eine konkrete Fläche ist, hängt allerdings stark von Pflanzenvielfalt, Bewirtschaftungsintensität, Standort und Landschaftsstruktur ab.

Wie ist die neue Mähtechnik insgesamt einzuordnen?

Die Forschung der Universitäten Hohenheim und Tübingen zeigt einen pragmatischen Ansatz für mehr Biodiversität in der Landwirtschaft. Statt die Mahd grundsätzlich infrage zu stellen, suchen die Forschenden nach technischen Möglichkeiten, ihre direkten Folgen für Insekten und Spinnen zu reduzieren.

Besonders die Gebläsescheuche könnte interessant werden. Wenn es gelingt, einen relevanten Anteil der Tiere unmittelbar vor dem Mähwerk seitlich aus dem Gefahrenbereich zu befördern, könnte daraus eine vergleichsweise unkomplizierte zusätzliche Schutzmaßnahme entstehen.

Entscheidend sind jedoch belastbare Daten. Es muss geklärt werden, wie groß der Effekt bei verschiedenen Tiergruppen tatsächlich ist, wie sich unterschiedliche Vegetationsbedingungen auswirken und welche technischen Anforderungen für den dauerhaften Einsatz bestehen.

Genauso wichtig ist die wirtschaftliche Perspektive. Eine Lösung, die ökologisch hervorragend funktioniert, aber im normalen landwirtschaftlichen Betrieb kaum eingesetzt werden kann, besitzt nur begrenztes Potenzial. Umgekehrt könnte eine robuste und bezahlbare Zusatztechnik bei breiter Verbreitung einen relevanten Beitrag leisten.

Am sinnvollsten erscheint deshalb eine Kombination aus technischer Innovation und angepasstem Mahdmanagement. Insektenscheuchen, Rückzugsstreifen, gestaffelte Mahd und weitere biodiversitätsorientierte Maßnahmen müssen sich nicht gegenseitig ersetzen. Sie können sich ergänzen.

Was ist das Fazit zur Insektenscheuche für Mähmaschinen?

Insektenscheuchen könnten zu einem wichtigen Baustein für eine schonendere Grünlandmahd werden. Besonders die vor dem Mähwerk eingesetzte Gebläsescheuche zeigt nach bisherigen Untersuchungen ein interessantes Potenzial, Insekten rechtzeitig aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zu bewegen.

Die Idee ist ebenso einfach wie praxisorientiert: Wenn sich nicht verhindern lässt, dass eine Wiese landwirtschaftlich gemäht werden muss, soll wenigstens ein möglichst großer Teil ihrer kleinen Bewohner die Chance erhalten, der Maschine rechtzeitig auszuweichen.

Ob daraus tatsächlich eine zukünftige Standardtechnik wird, hängt von den weiteren Forschungsergebnissen, der technischen Entwicklung, den Kosten und der Akzeptanz in der Landwirtschaft ab. Das Projekt zeigt aber bereits jetzt, wie Agrartechnik und Biodiversitätsforschung gemeinsam nach Lösungen für einen konkreten Zielkonflikt suchen können.

Für den langfristigen Insektenschutz bleibt gleichzeitig wichtig, die Technik nicht isoliert zu betrachten. Eine insektenfreundlichere Mähmaschine kann direkte Verluste reduzieren. Artenreiches Grünland braucht darüber hinaus geeignete Bewirtschaftungsformen, Rückzugsräume und eine Landschaft, in der Insekten dauerhaft Nahrung und Lebensräume finden.

Wo gibt es weitere Informationen zur Forschung?

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt und den beteiligten Einrichtungen findest Du direkt bei den Universitäten:

Quelle / Infos / Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news875852


Über den Autor:

Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen, News bzw. Pressemeldung

Nach oben scrollen