Der Deutsche Hanfverband (DHV) hat erstmals eine bundesweite Übersicht über genehmigte Cannabis Social Clubs und Cannabis-Anbauvereinigungen veröffentlicht.
CSC-Liste 2026: DHV veröffentlicht genehmigte Cannabisclubs
Damit wird sichtbar, welche Clubs in Deutschland bereits eine behördliche Genehmigung erhalten haben und wo Interessierte möglicherweise einen Cannabisclub in ihrer Nähe finden können.
Die neue CSC-Liste ist für viele Menschen relevant. Seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes fragen sich Konsumenten, Anbauvereinigungen und potenzielle Mitglieder, welche Cannabisclubs tatsächlich legal arbeiten und wo überhaupt schon Cannabis angebaut oder ausgegeben werden darf. Bislang haben die meisten Bundesländer diese Informationen nicht veröffentlicht.
Mit der nun vorgelegten Liste schafft der DHV mehr Transparenz. Gleichzeitig macht die Veröffentlichung deutlich, wie unterschiedlich die Bundesländer mit dem Thema umgehen und wie viele offene Fragen es weiterhin gibt.
DHV veröffentlicht erstmals eine bundesweite CSC-Liste
Der DHV hat bei fast allen Bundesländern Anfragen gestellt und sich dabei auf Informationsfreiheitsgesetze beziehungsweise entsprechende Landesgesetze berufen. Ziel war es, die Namen bereits genehmigter Cannabis-Anbauvereinigungen zu erfahren.
Nach Angaben des DHV veröffentlichen die Behörden bislang nur selten konkrete Namen der genehmigten Clubs. In vielen Fällen wurde lediglich die Zahl der genehmigten Vereine bekanntgegeben. Für Interessierte war deshalb kaum nachvollziehbar, welche Cannabisclubs bereits legal arbeiten.
Die jetzt veröffentlichte CSC-Liste umfasst den Stand von März 2026. Sie enthält die genehmigten Cannabis Social Clubs aus den meisten Bundesländern. Teilweise werden auch Kontaktdaten oder Webseiten der Vereine genannt.
- Erstmals gibt es eine bundesweite Übersicht genehmigter Cannabisclubs.
- Interessierte können leichter einen Club in ihrer Region finden.
- Die Liste zeigt, wie unterschiedlich die Bundesländer arbeiten.
- Sie macht sichtbar, wo es weiterhin an Transparenz fehlt.
- Viele Clubs haben zwar eine Genehmigung, bauen aber noch kein Cannabis an.
Wie viele Cannabisclubs gibt es bereits in Deutschland?
Die Zahl der genehmigten Cannabis-Anbauvereinigungen steigt weiter. Laut der DHV-Liste wurden bis März 2026 bereits mehrere hundert Vereine genehmigt. Besonders Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gehören zu den Bundesländern mit den meisten Clubs.
Baden-Württemberg: 35 genehmigte Cannabisclubs
Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern mit den meisten bereits zugelassenen Anbauvereinigungen. Laut DHV gibt es dort derzeit 35 genehmigte CSCs.
Für Interessierte in Städten wie Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg oder Mannheim bedeutet das: Die Chance, einen legalen Cannabisclub in der Nähe zu finden, ist vergleichsweise hoch.
Bayern: Nur wenige Informationen trotz neun Genehmigungen
In Bayern wurden bislang neun Cannabisclubs genehmigt. Der Freistaat hat jedoch keine genaueren Angaben zu den Vereinen gemacht. Damit bleibt unklar, welche Clubs tatsächlich bereits legal arbeiten.
Gerade Bayern fällt damit negativ auf. Während andere Bundesländer zumindest teilweise Namen oder Kontaktdaten nennen, verweigert Bayern diese Transparenz bislang weitgehend.
Problematisch daran ist, dass potenzielle Mitglieder nicht erkennen können, ob ein Club seriös arbeitet oder ob angebliche Angebote im Internet möglicherweise illegal sind.
Berlin: 11 genehmigte Cannabis Social Clubs
In Berlin wurden laut DHV bisher 11 Cannabisclubs genehmigt. Aufgrund der hohen Bevölkerungszahl und der großen Nachfrage dürfte die tatsächliche Zahl der Interessenten jedoch deutlich höher liegen.
Gerade in Berlin entstehen derzeit zahlreiche neue Initiativen. Viele Vereine warten noch auf eine Genehmigung oder befinden sich mitten im Aufbau.
Nordrhein-Westfalen als Spitzenreiter
Nordrhein-Westfalen weist mit Abstand die meisten genehmigten Cannabisclubs auf. Allein in den verschiedenen Regierungsbezirken wurden bisher mehr als 100 Vereine zugelassen.
- Regierungsbezirk Arnsberg: 26 genehmigte Clubs
- Regierungsbezirk Detmold: 13 genehmigte Clubs
- Regierungsbezirk Düsseldorf: 32 genehmigte Clubs
- Regierungsbezirk Köln: 29 genehmigte Clubs
- Regierungsbezirk Münster: 16 genehmigte Clubs
Besonders in Ballungsräumen wie Köln, Düsseldorf, Dortmund oder Essen dürfte die Zahl der Mitglieder schnell steigen.
Weitere Bundesländer im Überblick
- Brandenburg: 21 genehmigte Clubs
- Bremen: 4 genehmigte Clubs
- Hamburg: 16 genehmigte Clubs
- Mecklenburg-Vorpommern: 6 genehmigte Clubs
- Rheinland-Pfalz: 27 genehmigte Clubs
- Saarland: 1 genehmigter Club
- Sachsen: 24 genehmigte Clubs
- Sachsen-Anhalt: 15 genehmigte Clubs
- Schleswig-Holstein: 11 genehmigte Clubs
Aus Hessen, Niedersachsen und Thüringen lagen dem DHV zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine vollständigen Informationen vor.
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Warum viele genehmigte CSCs trotzdem noch kein Cannabis ausgeben
Ein wichtiger Punkt wird in der öffentlichen Diskussion oft übersehen: Eine behördliche Genehmigung bedeutet nicht automatisch, dass ein Cannabisclub bereits Cannabis anbaut oder an Mitglieder ausgibt.
Viele Clubs haben zwar eine Betriebserlaubnis, kämpfen aber weiterhin mit praktischen Problemen.
Baurecht und Standortsuche bremsen viele Vereine aus
Nach Angaben des DHV scheitern viele Cannabisclubs aktuell vor allem am Baurecht. Für den Anbau werden geeignete Räume benötigt, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Dazu gehören unter anderem:
- ausreichender Abstand zu Schulen und Jugendeinrichtungen
- geeignete Sicherheitsmaßnahmen
- Belüftung und Brandschutz
- abschließbare Lagerräume
- Genehmigungen für Umbauten oder technische Anlagen
In der Praxis dürfte es daran scheitern, dass viele Vermieter keine Cannabisclubs in ihren Immobilien wollen. Gleichzeitig verlangen die Behörden oft zusätzliche Unterlagen, Gutachten oder bauliche Anpassungen.
- Fehlende oder ungeeignete Räume
- Probleme mit dem Baurecht
- Lange Bearbeitungszeiten der Behörden
- Hohe Kosten für Umbauten und Sicherheitstechnik
- Unsicherheit bei Gemeinden und Vermietern
Aus deutscher Sicht bedeutet das …
Aus deutscher Sicht bedeutet die neue CSC-Liste vor allem mehr Transparenz. Zum ersten Mal können Interessierte nachvollziehen, welche Cannabisclubs tatsächlich eine Genehmigung erhalten haben.
Das ist wichtig, weil seit der Teillegalisierung viele dubiose Anbieter entstanden sind. Immer wieder werben angebliche Cannabisclubs im Internet oder in sozialen Netzwerken mit Mitgliedschaften, obwohl sie noch keine Genehmigung besitzen.
Die DHV-Liste kann deshalb helfen, seriöse Vereine von zweifelhaften Angeboten zu unterscheiden.
Gleichzeitig zeigt die Liste aber auch, dass die Umsetzung des Cannabisgesetzes in Deutschland weiterhin sehr unterschiedlich ausfällt. Manche Bundesländer arbeiten vergleichsweise offen, andere halten Informationen bewusst zurück.
Besonders problematisch ist das für Menschen, die legal Cannabis beziehen möchten und auf transparente Informationen angewiesen sind.
Für Cannabisclubs könnte das konkret heißen …
Für Cannabisclubs könnte die Veröffentlichung der Liste mehrere Folgen haben. Einerseits steigt die Sichtbarkeit legaler Vereine deutlich. Clubs, die bereits genehmigt wurden, können nun leichter neue Mitglieder finden.
Andererseits dürfte auch der politische Druck auf die Bundesländer wachsen. Wenn sichtbar wird, dass manche Länder deutlich transparenter arbeiten als andere, geraten die bisher zurückhaltenden Behörden zunehmend unter Zugzwang.
Für Clubs kann das konkret bedeuten:
- mehr Anfragen von Interessenten
- bessere Vernetzung untereinander
- größere öffentliche Aufmerksamkeit
- mehr Unterstützung durch lokale Politik oder Medien
- gleichzeitig aber auch mehr Kontrolle und Beobachtung
Einige der aufgeführten Clubs unterstützen laut DHV die Arbeit des Verbandes finanziell. Diese Vereine werden in der Liste mit einem Stern gekennzeichnet.
Problematisch daran ist …
Problematisch daran ist vor allem, dass die CSC-Liste nur eine Momentaufnahme darstellt. Der DHV betont ausdrücklich, dass die Übersicht nicht laufend aktualisiert werden soll.
Das hat einen einfachen Grund: Eigentlich sollten die Bundesländer selbst regelmäßig veröffentlichen, welche Cannabisclubs genehmigt wurden.
Wenn die Länder diese Aufgabe nicht übernehmen, entsteht schnell ein Informationsproblem. Schon wenige Wochen nach Veröffentlichung könnten neue Vereine genehmigt worden sein, die in der Liste fehlen.
Umgekehrt könnten Clubs, die aktuell noch aufgeführt werden, später ihre Genehmigung verlieren oder nie tatsächlich Cannabis anbauen.
Für Verbraucher bedeutet das: Die Liste ist hilfreich, ersetzt aber keine direkte Nachfrage beim jeweiligen Verein.
- Hat der Club tatsächlich eine behördliche Genehmigung?
- Gibt es eine offizielle Webseite oder nachvollziehbare Kontaktdaten?
- Ist bereits ein Anbauort vorhanden?
- Werden Mitgliedsbeiträge transparent erklärt?
- Wann soll die erste Ausgabe von Cannabis stattfinden?
Rechtliche Einordnung: Was dürfen Cannabisclubs überhaupt?
Nach dem deutschen Cannabisgesetz dürfen Cannabis-Anbauvereinigungen Cannabis ausschließlich an ihre eigenen Mitglieder abgeben. Werbung, Verkauf an Nichtmitglieder oder kommerzielle Gewinne sind nicht erlaubt.
Ein Cannabisclub darf höchstens 500 Mitglieder haben. Mitglieder müssen mindestens 18 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in Deutschland haben.
Die maximal erlaubte Abgabemenge beträgt:
- bis zu 25 Gramm Cannabis pro Tag
- maximal 50 Gramm pro Monat
- für junge Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren gelten niedrigere THC-Grenzen
Zusätzlich gelten strenge Regeln für Dokumentation, Jugendschutz, Prävention und Qualitätssicherung.
Medizinisches Cannabis fällt nicht unter diese Regelungen. Wer Cannabis aus medizinischen Gründen benötigt, kann weiterhin eine ärztliche Verordnung erhalten.
Medizinische Grenzen und offene Fragen
Die Cannabisclubs sind kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Menschen mit chronischen Schmerzen, Schlafstörungen oder anderen Erkrankungen sollten sich nicht allein auf einen Cannabisclub verlassen.
Gerade bei medizinischer Anwendung spielen Faktoren wie THC-Gehalt, CBD-Anteil, Wechselwirkungen mit Medikamenten und die passende Sorte eine wichtige Rolle.
Die Clubs dürfen zwar verschiedene Sorten anbauen, bieten aber oft keine medizinische Beratung an.
Zu den offenen Fragen gehören außerdem:
- Wie schnell werden weitere Clubs genehmigt?
- Wer kontrolliert die Qualität der Produkte dauerhaft?
- Wie entwickeln sich die Mitgliedsbeiträge?
- Werden einzelne Bundesländer ihre Blockadehaltung aufgeben?
- Kommt es langfristig doch noch zu einer vollständigen Legalisierung?
Meine Einordnung: Warum die CSC-Liste politisch wichtig ist
Die Veröffentlichung der CSC-Liste ist mehr als nur eine praktische Übersicht. Sie ist auch ein politisches Signal. Der DHV macht deutlich, dass die Bundesländer ihrer Verantwortung bisher nur unzureichend nachkommen.
Ohne öffentliche Listen bleibt die Teillegalisierung unvollständig. Menschen dürfen zwar legal Cannabis besitzen oder Mitglied in einem Club werden, wissen aber oft gar nicht, welche Clubs tatsächlich existieren.
Aus Sicht vieler Befürworter zeigt sich hier ein grundsätzliches Problem: Die aktuelle Regelung bleibt kompliziert, bürokratisch und uneinheitlich.
Für eine vollständige Legalisierung von Cannabis weltweit reicht ein Modell mit streng begrenzten Cannabisclubs allein nicht aus. Langfristig dürfte die Diskussion deshalb weitergehen. Viele Menschen wünschen sich klarere Regeln, regulierte Fachgeschäfte und einen transparenten legalen Markt.
Gerade für Deutschland wäre das ein wichtiger Schritt. Denn solange legale Angebote fehlen oder schwer zugänglich sind, profitieren weiterhin illegale Anbieter.
Kontext: Warum die Debatte um Cannabisclubs weitergeht
Die Cannabisclubs gelten in Deutschland bisher als Übergangslösung. Ursprünglich war geplant, später zusätzlich regionale Modellprojekte mit lizenzierten Fachgeschäften zu starten.
Ob und wann diese zweite Säule kommt, ist derzeit offen. Viele Kommunen und Bundesländer zeigen Interesse, andere lehnen solche Projekte ab.
Für die kommenden Monate dürfte deshalb entscheidend sein, ob die bestehenden Cannabisclubs erfolgreich arbeiten können. Nur wenn Anbau, Ausgabe und Kontrolle in der Praxis funktionieren, wächst auch die politische Akzeptanz.
In der Praxis dürfte es daran scheitern, dass viele Clubs noch Monate brauchen werden, bis sie tatsächlich Cannabis an ihre Mitglieder ausgeben können. Wer heute einem Club beitritt, muss daher oft Geduld mitbringen.
Fazit: CSC-Liste bringt mehr Transparenz, aber noch keine Lösung
Die neue CSC-Liste des DHV ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz in Deutschland. Erstmals wird sichtbar, welche Cannabisclubs und Cannabis-Anbauvereinigungen bereits genehmigt wurden.
Für Interessierte ist die Liste hilfreich, um legale Clubs in der eigenen Region zu finden. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, dass viele Vereine noch nicht betriebsbereit sind und die Umsetzung des Cannabisgesetzes weiterhin stockt.
Besonders deutlich wird: Ohne offene Informationen der Bundesländer bleibt der legale Zugang unnötig kompliziert. Die Forderung nach einer offiziellen, regelmäßig aktualisierten CSC-Liste ist deshalb nachvollziehbar.
Kurz zusammengefasst:
- Der DHV hat erstmals genehmigte Cannabisclubs veröffentlicht.
- Viele Bundesländer bleiben weiterhin intransparent.
- Viele Clubs dürfen zwar legal arbeiten, bauen aber noch nicht an.
- Baurecht und Bürokratie bremsen die Umsetzung.
- Die Diskussion über eine vollständige Legalisierung dürfte weitergehen.
Quellen / Infos: https://hanfverband.de/csc-liste-deutschland
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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung
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