Es ist nicht ungewöhnlich, dass Cannabis-Grower ihre Stecklinge am nächsten Tag verbrannt, verdurstet oder verschimmelt vorfinden. Damit euch das nicht passiert, möchte ich euch einige Tipps geben, wie ihr eure Stecklinge erfolgreich ziehen könnt.
Die Bedeutung von Licht und Luftfeuchtigkeit für Stecklinge
Da Stecklinge zunächst kein Wurzelsystem haben, über das sie Wasser aufnehmen können, sind sie auf ihren Stamm angewiesen, um Wasser nach oben zu transportieren. Wenn die Verdunstung zu stark angeregt wird, kann das Wasser nicht mehr in ausreichender Menge nach oben transportiert werden und das Ziehen der Stecklinge ist gescheitert.
Um dies zu verhindern, ist es wichtig, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus zu haben, in dem die Stecklinge gezogen werden. Für die Beleuchtung sollten Leuchtstoffröhren gewählt werden, deren kaltes Licht ideal ist, um die kleinen Pflanzen zu bewurzeln, ohne sie zu „grillen“. MH- und HPS-Lampen sind zwar auch geeignet, sollten aber wegen ihrer hohen Wärmeentwicklung vermieden werden.
Tipps zur Pflege von Stecklingen
Es ist ratsam, das Gewächshaus mindestens jeden zweiten Tag zu lüften, um Schimmelbildung zu verhindern. Die Basalt- oder Steinwollewürfel sollten feucht, aber niemals nass sein. Achtet darauf, dass sie sich nicht mit Wasser vollsaugen, wenn ihr eure Stecklinge ziehen möchtet.
Sobald die Stecklinge Wurzeln entwickelt haben und umgetopft wurden, könnt ihr mit MH-Licht weiterarbeiten. Dies hat den Vorteil, dass die Pflanzen gedrungener werden und sich in die Breite statt in die Höhe entwickeln. Dies ist eine ideale Vorgehensweise, um eine Mutterpflanze aus Stecklingen zu ziehen und möglichst viele Nachkommen zu erhalten.
Die Verwendung von HPS-Lampen
HPS-Lampen sollten meiner Meinung nach erst ab der Blütephase genutzt werden und haben nichts im Raum zu suchen, in dem ihr eure Stecklinge ziehen möchtet. Nach erfolgreicher Bewurzelung der Klone könnt ihr sie jedoch direkt unter HPS-Lampen in die Blüte schicken. Achtet darauf, dass die Klone zuvor richtig akklimatisiert wurden, um ein Umkippen zu verhindern.
Stecklinge ziehen ohne Hormone: Ist das möglich?
Ja, das ist möglich, aber Geduld ist hierbei eine Tugend und ein kleiner Fehler kann zu Fäulnis führen. Wenn ihr eure Stecklinge ziehen möchtet, verwendet immer Wurzelhormone wie ClonEx oder ähnliche Präparate. Diese enthalten neben dem Bewurzelungshormon meist noch pflanzliche Zusätze, die gegen Stammfäule helfen und einen Schutzfilm über die behandelte Stelle legen.
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Die Vorteile von Hormonen beim Ziehen von Stecklingen
Durch die Verwendung von Hormonen ist es möglich, Stecklinge in nur 10 Tagen (manche schaffen es sogar noch schneller) zu bewurzeln. Diese Hormone sorgen dafür, dass der Steckling nicht direkt verfault, wenn der Steinwollewürfel einmal zu nass sein sollte.
Zusammenfassung und Erfolgstipps
Zusammenfassend ist es wichtig, beim Ziehen von Cannabis-Stecklingen auf die richtige Beleuchtung, Luftfeuchtigkeit und Pflege zu achten. Leuchtstoffröhren sind für die Anfangsphase am besten geeignet, während HPS-Lampen erst ab der Blütephase zum Einsatz kommen sollten. Achtet darauf, dass eure Steinwollewürfel feucht, aber nicht nass sind, und verwendet Wurzelhormone, um die Bewurzelung zu beschleunigen und die Gesundheit der Stecklinge zu gewährleisten.
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Tipps helfen und wünsche euch viel Erfolg beim nächsten Ziehen von Stecklingen. Denkt daran, dass Geduld und Sorgfalt entscheidend sind, um erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen und gesunde, kräftige Pflanzen heranzuziehen.
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Gast-Autor: Canna-Chad Grow Paul Thiele
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