Ist Hanfprotein wirklich ein Nährstoffwunder?

Kurzantwort: Hanfprotein zählt zu den interessantesten pflanzlichen Proteinquellen überhaupt. Es liefert viele Aminosäuren, Ballaststoffe, Mineralstoffe und gesunde Fettsäuren. Aussagen, dass man sich monatelang ausschließlich davon ernähren könnte, sind allerdings deutlich übertrieben. Als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung kann Hanfprotein jedoch eine spannende Option für Sportler, Veganer und gesundheitsbewusste Menschen sein.

Ist Hanfprotein wirklich ein Nährstoffwunder?

Ist Hanfprotein wirklich ein Nährstoffwunder?
Ist Hanfprotein wirklich ein Nährstoffwunder?
Faktenbox: Hanfprotein auf einen Blick

  • Pflanzliche Proteinquelle aus Hanfsamen
  • Enthält essenzielle Aminosäuren
  • Ballaststoffreich
  • Besonders beliebt bei veganer Ernährung
  • Kann in Shakes, Müsli oder Backwaren verwendet werden
  • Natürlicher nussiger Geschmack

Hanfprotein hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nischenprodukt zu einem festen Bestandteil moderner Ernährungsformen entwickelt. Vor allem Menschen, die pflanzliche Alternativen suchen oder ihren Speiseplan abwechslungsreicher gestalten möchten, greifen zunehmend zu Proteinpulvern aus Hanf.

Rund um Hanfprotein kursieren allerdings viele Aussagen. Manche bezeichnen es als perfektes Lebensmittel, andere sprechen sogar von einem vollständigen Ersatz für herkömmliche Ernährung. Doch was stimmt wirklich?

Eigenschaft Hanfprotein Whey Protein Sojaprotein
Proteinquelle Hanfsamen Molke Sojabohnen
Vegan Ja Nein Ja
Ballaststoffe Hoch Sehr gering Mittel
Geschmack Nussig Mild Neutral bis bohnig
Verarbeitung Wenig verarbeitet Stark verarbeitet Mittel

Was ist Hanfprotein überhaupt?

Hanfprotein wird aus den Samen der Hanfpflanze hergestellt. Verwendet werden Nutzhanfsorten mit sehr niedrigen THC Gehalten. Nach der Ölgewinnung bleibt sogenannter Presskuchen übrig. Dieser wird fein vermahlen und zu Proteinpulver verarbeitet.

Das Ergebnis ist ein grünlich bis bräunliches Pulver mit leicht nussigem Geschmack.

Im Gegensatz zu stark isolierten Proteinpulvern enthält Hanfprotein häufig noch weitere natürliche Bestandteile:

  • Ballaststoffe
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Fettsäuren
  • Pflanzenstoffe

Wie hoch ist der Proteingehalt?

Je nach Herstellung enthält Hanfprotein etwa 45 bis 65 Prozent Protein. Hanfsamen selbst besitzen ungefähr 25 Prozent Eiweiß.

Durch spezielle Verarbeitungsschritte lässt sich der Eiweißanteil erhöhen.

Ist Hanfprotein wirklich ein Nährstoffwunder?
Ist Hanfprotein wirklich ein Nährstoffwunder?

Welche Aminosäuren enthält Hanfprotein?

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Besonders wichtig sind die essenziellen Aminosäuren, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Hanfprotein enthält unter anderem:

  • Leucin
  • Isoleucin
  • Valin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Arginin

Vor allem die sogenannten BCAA Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin stehen häufig im Fokus von Sportlern.

Faktenbox: Was sind BCAA?

BCAA steht für verzweigtkettige Aminosäuren. Dazu gehören:

  • Leucin
  • Isoleucin
  • Valin

Diese Aminosäuren spielen im Proteinstoffwechsel eine wichtige Rolle.


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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


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Warum wird Hanfprotein oft als besonders hochwertig bezeichnet?

Immer wieder taucht die Aussage auf, Hanfprotein besitze eine außergewöhnlich hohe biologische Wertigkeit.

Das liegt unter anderem an zwei Proteinarten:

  • Edestin
  • Albumin

Edestin ist ein leicht verdauliches Speicherprotein. Albumin kommt auch im menschlichen Körper vor und spielt dort unterschiedliche Aufgaben.

Diese Kombination macht Hanfprotein für viele Menschen interessant.

Wichtig ist jedoch eine sachliche Einordnung: Kein Proteinpulver ersetzt dauerhaft eine vielseitige Ernährung.

Kann man sich ausschließlich von Hanfprotein ernähren?

Nein. Solche Aussagen tauchen zwar immer wieder auf, wissenschaftlich sollte man sie kritisch betrachten.

Auch wenn Hanfprotein viele Nährstoffe enthält, fehlen wichtige Bestandteile:

  • bestimmte Vitamine
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • verschiedene Fette
  • Kohlenhydrate
  • Mikronährstoffe in ausreichender Menge

Eine langfristig einseitige Ernährung ist grundsätzlich nicht sinnvoll.

Praxisbeispiel

Wer morgens Müsli mit Hanfprotein ergänzt, mittags Gemüse und Vollkornprodukte isst und abends Hülsenfrüchte integriert, nutzt Hanfprotein sinnvoll als Baustein einer abwechslungsreichen Ernährung.

Warum greifen Sportler häufig zu Hanfprotein?

Hanfprotein - ein wertvolles und ein wahres Nährstoffwunder
Hanfprotein – ein wertvolles und ein wahres Nährstoffwunder

Viele Sportler suchen nach pflanzlichen Alternativen zu klassischen Eiweißpulvern.

Dabei werden häufig folgende Vorteile genannt:

  • pflanzlicher Ursprung
  • vegane Ernährung möglich
  • Ballaststoffgehalt
  • natürliche Herstellung
  • vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Im Vergleich zu isolierten Produkten wie Molkenprotein empfinden manche Menschen Hanfprotein subjektiv als besser verträglich.

Das kann individuell unterschiedlich sein.

Der Hinweis aus älteren Artikeln, Whey verursache grundsätzlich starke Blähungen, lässt sich allerdings nicht pauschal auf alle Menschen übertragen.

Wie ist das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6?

Hanfsamen enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Oft wird ein Verhältnis von etwa 1 zu 3 genannt.

Dieses Verhältnis gilt als interessant, da in westlichen Ernährungsformen häufig deutlich mehr Omega 6 aufgenommen wird.

Beim Proteinpulver selbst hängt der tatsächliche Gehalt jedoch stark von der Verarbeitung ab.

Wie kannst Du Hanfprotein im Alltag verwenden?

Hanfprotein - ein wertvolles und ein wahres Nährstoffwunder
Hanfprotein – ein wertvolles und ein wahres Nährstoffwunder

Die Einsatzmöglichkeiten sind erstaunlich vielfältig.

Beliebte Verwendungsmöglichkeiten

  1. Im Smoothie
  2. Im Müsli
  3. Im Porridge
  4. In Pancakes
  5. In Brot und Brötchen
  6. In Shakes
  7. Beim Backen

Auch in Rezepten mit Hanfmehl lässt sich Hanfprotein integrieren.

Viele Bäcker ersetzen etwa 10 bis 25 Prozent der Mehlmenge.

Welche Vor und Nachteile hat Hanfprotein?

Vorteile Nachteile
Pflanzlich Eigengeschmack nicht für jeden passend
Ballaststoffreich Proteinanteil niedriger als manche Isolate
Vielseitig nutzbar Teilweise höhere Preise
Wenig verarbeitet Konsistenz manchmal sandig

FAQ: Häufige Fragen zu Hanfprotein

Ist Hanfprotein vegan?

Ja. Es wird ausschließlich aus Hanfsamen hergestellt.

Enthält Hanfprotein THC?

In der Regel nicht oder nur technisch unvermeidbare Spuren innerhalb gesetzlicher Grenzwerte.

Kann Hanfprotein Muskelaufbau unterstützen?

Protein trägt laut zugelassenem EU Health Claim zur Zunahme und Erhaltung von Muskelmasse bei. Entscheidend ist die gesamte Proteinzufuhr.

Schmeckt Hanfprotein nach Cannabis?

Nein. Der Geschmack wird meist als nussig und leicht erdig beschrieben.

Fazit: Ist Hanfprotein ein echtes Nährstoffwunder?

Hanfprotein besitzt interessante Eigenschaften und liefert Protein, Ballaststoffe sowie verschiedene Nährstoffe. Die Bezeichnung Nährstoffwunder ist verständlich, sollte aber sachlich eingeordnet werden.

Als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung kann Hanfprotein sinnvoll sein. Es ersetzt jedoch keine ausgewogene Lebensweise und ist kein Wundermittel.

Kurz zusammengefasst

  • Hanfprotein stammt aus Hanfsamen
  • Enthält essenzielle Aminosäuren
  • Beliebt bei veganer Ernährung
  • Vielseitig verwendbar
  • Kein Ersatz für eine komplette Ernährung

Über den Autor:

Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


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