Warum sponsert Remexian Pharma die Eisbären Berlin?

Remexian Pharma wird neuer Premium Partner der Eisbären Berlin und bringt damit das Thema Medizinalcannabis prominent in den deutschen Profisport. Das Unternehmen erhält unter anderem Sichtbarkeit auf den Spielertrikots, in der Arena und auf digitalen Kanälen des Eishockeyclubs. Hinter der Partnerschaft steckt mehr als klassische Markenwerbung: Remexian Pharma möchte nach eigenen Angaben Vorurteile gegenüber ärztlich begleiteten Cannabistherapien abbauen und Medizinalcannabis stärker als regulierten Bestandteil der medizinischen Versorgung positionieren.

Inhaltsverzeichnis

Warum sponsert Remexian Pharma die Eisbären Berlin?

Warum sponsert Remexian Pharma die Eisbären Berlin?
Warum sponsert Remexian Pharma die Eisbären Berlin?
Bereich Details der Partnerschaft
Unternehmen Remexian Pharma GmbH
Partner Eisbären Berlin
Status Premium Partner
Branche Medizinalcannabis und pharmazeutischer Großhandel
Trikotwerbung Logo auf Spielertrikots sowie Fan und Merchandising Trikots
Arena Präsenz bei Speed Messungen, auf dem Video Cube und auf LED Screens
Digitale Präsenz Einbindung auf der Website der Eisbären Berlin
Ziel Sichtbarkeit für Medizinalcannabis und Abbau von Vorurteilen
Region Berlin und Brandenburg
Unternehmenshintergrund Mehrheitsbeteiligung von High Tide Inc. seit 2025

Meldung: Remexian Pharma steigt als Premium Partner bei den Eisbären Berlin ein und erhält umfangreiche Werbepräsenz rund um die Spiele des DEL Clubs.

Bedeutung: Ein Unternehmen aus dem Bereich Medizinalcannabis wird damit in einem reichweitenstarken Umfeld des deutschen Profisports sichtbar. Das kann dazu beitragen, die öffentliche Wahrnehmung von medizinischem Cannabis weiter von der allgemeinen Debatte über Cannabis als Genussmittel zu differenzieren.

Einordnung: Die Kooperation ist insbesondere für Patienten, Ärzte, Apotheken, Unternehmen der Cannabisbranche, Sportorganisationen und politische Beobachter interessant. Sie zeigt, dass Unternehmen aus dem regulierten Medizinalcannabisbereich zunehmend klassische Sponsoringinstrumente nutzen.

Was haben Remexian Pharma und die Eisbären Berlin vereinbart?

Die Partnerschaft zwischen Remexian Pharma und den Eisbären Berlin gehört zu den auffälligeren Sponsoringmeldungen aus der deutschen Cannabisbranche im Jahr 2026. Der Grund dafür ist weniger die reine Tatsache, dass ein Pharmaunternehmen einen Sportverein unterstützt. Interessant ist vielmehr, dass sich das Geschäftsmodell von Remexian Pharma unmittelbar mit Medizinalcannabis beschäftigt.

Remexian Pharma mit Sitz in Ludwigsfelde bei Berlin importiert und vertreibt medizinisches Cannabis und beliefert insbesondere Apotheken sowie pharmazeutische Großhändler. Das Unternehmen bewegt sich damit innerhalb der regulierten Arzneimittelversorgung.

Als Premium Partner der Eisbären Berlin erhält Remexian Pharma nun eine deutlich größere öffentliche Bühne. Nach Angaben der Beteiligten umfasst die Kooperation mehrere zentrale Werbeelemente.

  • Werbung auf den Spielertrikots der Eisbären Berlin
  • Logo auf Fan und Merchandising Trikots
  • Bannerplatzierungen auf der Website des Clubs
  • Präsenz auf dem Partner Board
  • Sichtbarkeit bei Pressekonferenzen
  • Einblendungen auf dem Video Cube der Uber Arena
  • Werbung auf den umlaufenden 360 Grad LED Screens
  • Präsentation der Speed Messung nach Torerfolgen

Damit beschränkt sich die Zusammenarbeit nicht auf eine kleine Logoplatzierung. Remexian Pharma wird an mehreren Kontaktpunkten sichtbar, die Fans vor, während und nach einem Spiel erreichen.

Warum ist die Speed Messung für Remexian Pharma interessant?

Ein besonders auffälliges Element der Kooperation ist die Speed Messung nach einem Torerfolg der Eisbären Berlin. Sie wird von Remexian Pharma präsentiert und auf verschiedenen Anzeigeflächen innerhalb der Uber Arena eingeblendet.

Aus Marketingsicht ist das geschickt. Eine solche Einblendung findet nicht während einer beliebigen Spielunterbrechung statt, sondern unmittelbar nach einem emotionalen Ereignis. Wenn ein Tor fällt, ist die Aufmerksamkeit der Zuschauer besonders hoch. Genau in diesem Moment erscheint die Marke.

Der Arenasprecher kündigt die Messung nach Angaben der Eisbären mit dem Hinweis auf Remexian Pharma an. Zusätzlich erscheint der Slogan „Medizinalcannabis. Klar geregelt. Sicher versorgt.“

Dieser Satz verdeutlicht, welche Botschaft das Unternehmen transportieren möchte. Im Vordergrund steht nicht der Konsum von Cannabis, sondern die Einordnung von Medizinalcannabis in eine regulierte pharmazeutische Versorgung.

Das ist für die Kommunikation entscheidend. Medizinalcannabis unterliegt in Deutschland gesetzlichen und pharmazeutischen Anforderungen. Eine medizinische Anwendung erfolgt im Rahmen einer ärztlichen Behandlung und ist von der nichtmedizinischen Nutzung von Cannabis zu unterscheiden.

Warum ist das Sponsoring für die Cannabisbranche bemerkenswert?

Cannabisunternehmen haben bei Werbung und Marketing besondere Herausforderungen. Einerseits besteht ein legitimes Interesse daran, Unternehmen und Marken bekannt zu machen. Andererseits sind je nach Produkt, Zielgruppe und konkreter Aussage unterschiedliche rechtliche Vorgaben zu beachten.

Besonders problematisch können Aussagen werden, die konkrete therapeutische Wirkungen versprechen oder den Eindruck erwecken, ein bestimmtes Produkt könne Krankheiten verhindern, behandeln oder heilen, ohne dass die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Das Sponsoring eines professionellen Sportvereins funktioniert anders. Remexian Pharma bewirbt im Rahmen der Partnerschaft vor allem das Unternehmen und dessen Positionierung im Bereich der Versorgung mit Medizinalcannabis.

Genau deshalb könnte diese Kooperation auch für andere Unternehmen der Cannabisbranche interessant sein. Sie zeigt, dass Markenaufbau nicht zwangsläufig über klassische Produktwerbung erfolgen muss.

Welche Kommunikationsmöglichkeiten ergeben sich daraus?

Unternehmen können beispielsweise ihre Unternehmensmarke, ihre Qualitätsstandards, ihre Lieferketten oder ihre Rolle innerhalb der regulierten Versorgung kommunizieren. Entscheidend bleibt dabei immer die konkrete Ausgestaltung und die rechtliche Prüfung des jeweiligen Werbemittels.

Gerade für Unternehmen aus dem pharmazeutischen Bereich kann eine sachliche Kommunikation sinnvoller sein als eine stark produktorientierte Werbung.

Faktenbox: Medizinalcannabis und Werbung

Bei der Kommunikation rund um medizinisches Cannabis müssen unterschiedliche rechtliche Bereiche berücksichtigt werden. Dazu können unter anderem arzneimittelrechtliche Vorgaben, das Heilmittelwerberecht und allgemeine Regeln des Wettbewerbsrechts gehören. Entscheidend ist immer die konkrete Aussage, das beworbene Produkt und die angesprochene Zielgruppe.

Eine Unternehmenspartnerschaft oder ein Sponsoring ist deshalb nicht automatisch mit klassischer Arzneimittelwerbung gleichzusetzen. Die jeweilige Umsetzung muss jedoch rechtlich sauber gestaltet werden.

Welche Bedeutung hat die Reichweite der Eisbären Berlin?

Die Eisbären Berlin gehören zu den bekanntesten deutschen Eishockeyclubs. Bei Spielen in der Uber Arena können nach Angaben des Clubs bis zu 14.200 Zuschauer erreicht werden. Hinzu kommen Fans, die Auswärtsspiele verfolgen, Trikots kaufen, digitale Angebote nutzen oder die Berichterstattung rund um den Verein verfolgen.

Für Remexian Pharma entsteht dadurch eine Reichweite, die außerhalb der klassischen Cannabis und Pharmabranche liegt.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Werbung auf Fachkongressen, Cannabisportalen oder Branchenveranstaltungen. Dort erreicht ein Unternehmen überwiegend Menschen, die bereits mit dem Thema vertraut sind. Im professionellen Sport trifft die Marke dagegen auf ein deutlich breiteres Publikum.

Genau hier liegt das Potenzial der Partnerschaft. Medizinalcannabis wird nicht in einem speziellen Cannabisumfeld präsentiert, sondern taucht als Bestandteil einer gewöhnlichen Sponsorenlandschaft auf.

Kann Sport Sponsoring zur Normalisierung von Medizinalcannabis beitragen?

Die langfristige gesellschaftliche Wirkung einer einzelnen Sponsoringpartnerschaft lässt sich nicht zuverlässig messen. Dennoch ist die Platzierung bemerkenswert.

Über Jahrzehnte wurde Cannabis in der öffentlichen Wahrnehmung häufig fast ausschließlich mit illegalem Konsum verbunden. Medizinische Anwendungen waren vielen Menschen entweder unbekannt oder wurden mit denselben Vorurteilen betrachtet.

Die Situation hat sich inzwischen deutlich verändert. Medizinisches Cannabis ist Teil der regulierten medizinischen Versorgung. Gleichzeitig bleibt die gesellschaftliche Diskussion emotional und teilweise von Missverständnissen geprägt.

Wenn der Name eines Medizinalcannabisunternehmens auf einem Eishockeytrikot neben anderen etablierten Sponsoren erscheint, entsteht ein anderer Kontext. Das Unternehmen wird nicht als Bestandteil einer Subkultur präsentiert, sondern als regulärer Wirtschaftspartner eines professionellen Sportclubs.

Diese Form der Sichtbarkeit kann mittelbar zur Normalisierung beitragen. Sie ersetzt jedoch keine sachliche medizinische Aufklärung. Ob Cannabis als Arzneimittel für einen einzelnen Patienten infrage kommt, ist eine medizinische Frage, die individuell zwischen behandelnden Ärzten und Patienten geklärt werden muss.

Welche Rolle spielen Apotheken bei Medizinalcannabis?

Remexian Pharma richtet einen wesentlichen Teil seines Geschäftsmodells auf die Belieferung von Apotheken und pharmazeutischen Großhändlern aus. Damit befindet sich das Unternehmen innerhalb einer Lieferkette, die für die regulierte Versorgung mit medizinischem Cannabis von zentraler Bedeutung ist.

Das Unternehmen verweist dabei auf pharmazeutische Qualitätsstandards wie GMP und GDP.

GMP steht für Good Manufacturing Practice. Darunter werden Regeln und Qualitätsanforderungen für die Herstellung von Arzneimitteln und Wirkstoffen verstanden.

GDP bedeutet Good Distribution Practice. Hier geht es insbesondere um Qualitätsanforderungen bei Lagerung, Transport und Vertrieb pharmazeutischer Produkte.

Solche Standards sollen gewährleisten, dass Arzneimittel innerhalb der Lieferkette unter kontrollierten Bedingungen behandelt werden.

Für Patienten ist außerdem wichtig: Medizinalcannabis ist kein gewöhnliches frei verfügbares Konsumprodukt. Die Versorgung erfolgt nach ärztlicher Verordnung über Apotheken und innerhalb des dafür geltenden rechtlichen Rahmens.

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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Was bedeutet die Partnerschaft aus deutscher Sicht?

Aus deutscher Sicht bedeutet das vor allem, dass Medizinalcannabis zunehmend in gesellschaftlichen Bereichen sichtbar wird, die bislang kaum mit der Cannabisbranche verbunden waren. Die Partnerschaft zwischen Remexian Pharma und den Eisbären Berlin ist deshalb nicht nur eine Sponsoringmeldung. Sie ist auch ein Beispiel dafür, wie sich die öffentliche Positionierung der Branche verändert.

Deutschland hat in den vergangenen Jahren mehrere grundlegende Veränderungen seiner Cannabisgesetzgebung erlebt. Parallel dazu hat sich der Markt für Medizinalcannabis erheblich weiterentwickelt. Patienten, Ärzte, Apotheken, Importeure, Hersteller und Großhändler bilden inzwischen eine komplexe Versorgungsstruktur.

Gleichzeitig wird politisch weiter darüber diskutiert, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Medizinalcannabis ausgestaltet werden sollen. Genau auf diesen Kontext nimmt auch Remexian Pharma bei der Begründung des Sponsorings Bezug.

Für die Branche ist deshalb interessant, dass die öffentliche Kommunikation nicht ausschließlich über Fachmedien stattfindet. Mit einem Verein wie den Eisbären Berlin erreicht das Thema Menschen, die möglicherweise bislang kaum Berührungspunkte mit medizinischem Cannabis hatten.

Warum möchte Remexian Pharma Vorurteile gegenüber Cannabistherapien abbauen?

Remexian Pharma nennt den Abbau von Vorurteilen ausdrücklich als eines der Ziele der Kooperation. Geschäftsführer Stefan Adomeit verweist darauf, dass die politische und gesellschaftliche Diskussion über mögliche Änderungen des Medizinalcannabisrechts weitergeht.

Das Unternehmen möchte in diesem Umfeld auf den rechtlich geregelten Einsatz von medizinischem Cannabis aufmerksam machen.

Diese Differenzierung ist wichtig. Cannabis kann in unterschiedlichen rechtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen auftauchen. Dazu gehören unter anderem medizinische Anwendungen, privater nichtmedizinischer Konsum im gesetzlichen Rahmen, gemeinschaftlicher Eigenanbau in Anbauvereinigungen sowie wissenschaftliche und industrielle Anwendungen der Hanfpflanze.

Diese Bereiche dürfen nicht miteinander vermischt werden.

Medizinalcannabis ist Teil einer ärztlich begleiteten Behandlung. Ob eine Therapie geeignet ist, welche Darreichungsform verwendet wird und welche Dosierung infrage kommt, hängt vom jeweiligen medizinischen Einzelfall ab.

Warum sind Vorurteile für Patienten problematisch?

Stigmatisierung kann dazu führen, dass medizinische Themen nicht sachlich diskutiert werden. Patienten können sich beispielsweise mit Vorurteilen konfrontiert sehen, obwohl sie Cannabis auf ärztliche Verordnung erhalten.

Gleichzeitig wäre es falsch, Cannabis als grundsätzlich risikofrei oder für jeden Patienten geeignet darzustellen. Auch Medizinalcannabis kann Nebenwirkungen und Wechselwirkungen verursachen und ist nicht für jede Person oder Erkrankung die passende Therapieoption.

Eine seriöse Entstigmatisierung sollte deshalb weder verharmlosen noch dramatisieren. Entscheidend sind medizinische Evidenz, ärztliche Verantwortung, pharmazeutische Qualität und eine sachliche Information der Patienten.

Faktenbox: Was bedeutet Entstigmatisierung?

Entstigmatisierung bedeutet nicht, mögliche Risiken von Cannabis zu ignorieren. Im medizinischen Kontext geht es vielmehr darum, Patienten und ärztlich verordnete Therapien nicht pauschal mit nichtmedizinischem Konsum gleichzusetzen.

Eine seriöse Betrachtung berücksichtigt sowohl mögliche therapeutische Einsatzgebiete als auch Nebenwirkungen, Kontraindikationen, Wechselwirkungen und individuelle medizinische Voraussetzungen.

Welche Rolle spielt High Tide bei Remexian Pharma?

Auch die Eigentümerstruktur von Remexian Pharma macht die Partnerschaft interessant. Im Jahr 2025 übernahm die kanadische Unternehmensgruppe High Tide Inc. die Mehrheitsbeteiligung an Remexian Pharma.

Damit besteht eine direkte Verbindung nach Kanada, einem Land, das nicht nur eng mit Eishockey verbunden ist, sondern auch international zu den bekanntesten regulierten Cannabismärkten gehört.

Die Kombination aus kanadischer Unternehmensbeteiligung, deutschem Medizinalcannabisgeschäft und einem der bekanntesten deutschen Eishockeyclubs besitzt deshalb eine gewisse Symbolik.

Für Remexian Pharma kann die Partnerschaft gleichzeitig dazu beitragen, die eigene Markenidentität nach der Beteiligung von High Tide weiterzuentwickeln.

Was können andere Cannabisunternehmen aus der Kooperation lernen?

Die Partnerschaft liefert einige interessante Ansatzpunkte für Unternehmen, die ihre Markenbekanntheit außerhalb klassischer Cannabisplattformen erhöhen möchten.

  1. Unternehmensmarke statt Produktversprechen: Eine starke Corporate Brand kann langfristig wertvoller sein als kurzfristige produktbezogene Werbung.
  2. Neue Zielgruppen erreichen: Sport ermöglicht Kontakt zu Menschen außerhalb der bestehenden Cannabis Community.
  3. Regulierung verständlich kommunizieren: Begriffe wie pharmazeutische Qualität, Versorgungssicherheit und gesetzliche Standards können Vertrauen schaffen, sofern sie sachlich und belegbar verwendet werden.
  4. Regionale Nähe nutzen: Remexian Pharma sitzt in Ludwigsfelde und unterstützt einen Berliner Club. Diese regionale Verbindung macht die Kooperation nachvollziehbar.
  5. Langfristige Normalisierung: Wiederkehrende Sichtbarkeit kann dazu beitragen, dass Unternehmen aus der Medizinalcannabisbranche als normaler Bestandteil der Wirtschaft wahrgenommen werden.

Allerdings lässt sich dieses Modell nicht ohne Weiteres auf jede Cannabisfirma übertragen. Unternehmen aus dem Freizeitbereich, CBD Anbieter, Hersteller von Lebensmitteln, Kosmetikunternehmen und Pharmafirmen unterliegen teilweise unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen.

Eine sorgfältige rechtliche Prüfung bleibt deshalb unverzichtbar.

Welche Chancen bietet das Sponsoring für Remexian Pharma?

Die offensichtlichste Chance besteht in einer höheren Markenbekanntheit. Gerade im wachsenden Markt für medizinisches Cannabis konkurrieren zahlreiche Unternehmen um Aufmerksamkeit bei Apotheken, Ärzten, Patienten und Geschäftspartnern.

Eine bekannte Marke kann dabei einen wirtschaftlichen Vorteil darstellen.

Hinzu kommt die emotionale Wirkung des Sports. Eishockeyfans identifizieren sich häufig stark mit ihrem Verein. Sponsoren profitieren davon, regelmäßig in einem positiv besetzten Umfeld wahrgenommen zu werden.

Für Remexian Pharma könnten sich daraus mehrere Vorteile ergeben:

  • höhere Markenbekanntheit in Deutschland
  • stärkere Wahrnehmung außerhalb der Cannabisbranche
  • Positionierung als etabliertes Pharmaunternehmen
  • regionale Verankerung im Raum Berlin Brandenburg
  • mehr Aufmerksamkeit für das Thema Medizinalcannabis
  • Differenzierung gegenüber Wettbewerbern

Ob diese Ziele tatsächlich erreicht werden, hängt von der Dauer der Partnerschaft, ihrer Aktivierung und der Wahrnehmung durch Fans und Öffentlichkeit ab.

Gibt es auch Risiken bei einer solchen Partnerschaft?

Ja. Cannabis bleibt ein politisch und gesellschaftlich kontrovers diskutiertes Thema. Ein Sponsoring kann deshalb auch Kritik hervorrufen.

Besonders sensibel ist die Frage, wie medizinisches Cannabis in einem Sportumfeld kommuniziert wird. Die Grenze zwischen Unternehmenskommunikation, Information und konkreter Arzneimittelwerbung muss beachtet werden.

Auch der Jugendschutz spielt bei öffentlichen Sportveranstaltungen eine wichtige Rolle. Eishockeyspiele werden schließlich nicht ausschließlich von Erwachsenen besucht.

Deshalb kommt es stark darauf an, welche Botschaften verwendet werden. Eine sachliche Unternehmenskommunikation über regulierte pharmazeutische Versorgung ist etwas anderes als eine konsumorientierte Darstellung von Cannabis.

Für Remexian Pharma bedeutet das, die Kommunikation dauerhaft sorgfältig auszubalancieren.

Wie ist die Partnerschaft aus Sicht der Legalisierungsdebatte einzuordnen?

Ich befürworte grundsätzlich eine vollständige Legalisierung und Regulierung von Cannabis weltweit. Dabei sollte allerdings klar zwischen medizinischer Versorgung und nichtmedizinischem Gebrauch unterschieden werden. Eine Legalisierung ersetzt weder medizinische Standards noch Arzneimittelrecht, Jugendschutz, Verbraucherschutz oder Qualitätskontrollen.

Gerade deshalb halte ich Entwicklungen wie die Partnerschaft zwischen Remexian Pharma und den Eisbären Berlin für interessant. Sie zeigen, dass Cannabis nicht ausschließlich über Verbote, Strafrecht oder gesellschaftliche Vorurteile diskutiert werden muss.

Im medizinischen Bereich geht es um Patienten, Ärzte, Apotheken, Arzneimittelqualität und zuverlässige Lieferketten. Diese Themen verdienen eine sachliche Debatte.

Eine langfristige Normalisierung sollte meiner Einschätzung nach gleichzeitig mit klaren Regeln verbunden sein. Dazu gehören transparente Qualitätsstandards, verantwortungsvolle Kommunikation, konsequenter Jugendschutz und wissenschaftlich fundierte Informationen.

Was bedeutet die Kooperation für Patienten?

Für Patienten ändert die Sponsoringpartnerschaft zunächst nichts unmittelbar an ihrer medizinischen Versorgung. Sie erhalten dadurch weder einen neuen Therapieanspruch noch verändert sich automatisch die Verfügbarkeit bestimmter Cannabisarzneimittel.

Die mögliche Wirkung liegt vielmehr auf gesellschaftlicher Ebene.

Wenn Medizinalcannabis häufiger in seriösen und alltäglichen Zusammenhängen sichtbar wird, kann dies dazu beitragen, bestehende Vorurteile zu hinterfragen. Patienten könnten davon langfristig profitieren, wenn ärztlich verordnete Cannabistherapien weniger stark stigmatisiert werden.

Gleichzeitig sollte niemand aus einer Sponsoringbotschaft medizinische Empfehlungen ableiten. Die Entscheidung über eine Therapie gehört in ärztliche Hände.

Wo gibt es die Originalmeldung zur Partnerschaft?

Die offizielle Meldung der Eisbären Berlin zur neuen Premium Partnerschaft findest du unter folgendem Kontext Link:

Remexian Pharma wird neuer Premium Partner der Eisbären Berlin

Weitere Informationen zum Unternehmen stellt Remexian Pharma unter www.remexian.com bereit.

Welche Fragen bleiben nach dem Sponsoring offen?

Spannend wird vor allem sein, wie die Partnerschaft in der Praxis wahrgenommen wird. Die reine Platzierung eines Logos ist nur ein Teil einer Sponsoringstrategie.

Für die kommenden Monate stellen sich mehrere Fragen:

  • Wie reagieren Fans auf einen Premium Partner aus der Medizinalcannabisbranche?
  • Wird die Partnerschaft über klassische Werbung hinaus mit Informationsangeboten verbunden?
  • Wie entwickelt sich die politische Diskussion um das Medizinalcannabisrecht?
  • Werden weitere Cannabisunternehmen Kooperationen mit großen Sportvereinen eingehen?
  • Kann das Sponsoring tatsächlich messbar zum Abbau von Vorurteilen beitragen?
  • Wie streng werden Unternehmen künftig zwischen medizinischer Information und Markenkommunikation unterscheiden müssen?

Gerade der letzte Punkt dürfte für die gesamte Branche wichtig bleiben. Je größer die öffentliche Sichtbarkeit wird, desto wichtiger wird professionelle und rechtssichere Kommunikation.

FAQ: Was solltest du über Remexian Pharma und die Eisbären Berlin wissen?

Ist Remexian Pharma neuer Sponsor der Eisbären Berlin?

Ja. Remexian Pharma wurde für die kommende Saison als neuer Premium Partner der Eisbären Berlin vorgestellt. Die Zusammenarbeit umfasst unter anderem Trikotwerbung, digitale Platzierungen und Präsenz innerhalb der Uber Arena.

Was macht Remexian Pharma?

Remexian Pharma ist ein Unternehmen aus Ludwigsfelde bei Berlin, das im Bereich Import und Großhandel von Medizinalcannabis tätig ist. Zu den Abnehmern gehören insbesondere Apotheken und pharmazeutische Großhändler.

Wird Cannabis auf den Trikots der Eisbären Berlin beworben?

Auf den Trikots wird das Unternehmenslogo von Remexian Pharma platziert. Dabei ist zwischen Unternehmenssponsoring und konkreter Produktwerbung zu unterscheiden.

Warum unterstützt Remexian Pharma einen Eishockeyclub?

Das Unternehmen möchte seine Markenbekanntheit erhöhen und nach eigener Darstellung dazu beitragen, Vorurteile gegenüber ärztlich begleiteten Medizinalcannabistherapien abzubauen. Die Eisbären Berlin bieten dafür eine große Reichweite innerhalb und außerhalb Berlins.

Was hat Kanada mit der Partnerschaft zu tun?

High Tide Inc., eine kanadische Unternehmensgruppe, erwarb 2025 die Mehrheitsbeteiligung an Remexian Pharma. Gleichzeitig besitzt Eishockey in Kanada eine außergewöhnlich große kulturelle Bedeutung. Dadurch ergibt sich zumindest symbolisch eine Verbindung zwischen dem Sport und der Eigentümerstruktur des Unternehmens.

Bedeutet das Sponsoring, dass Cannabistherapien für jeden geeignet sind?

Nein. Eine Sponsoringpartnerschaft ist keine medizinische Empfehlung. Ob Medizinalcannabis für einen Patienten geeignet ist, muss individuell medizinisch beurteilt werden. Dabei sind mögliche Risiken, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen zu berücksichtigen.

Kann Sport Sponsoring Cannabis gesellschaftlich normalisieren?

Eine einzelne Partnerschaft kann gesellschaftliche Einstellungen nicht grundlegend verändern. Wiederkehrende Sichtbarkeit von Unternehmen aus der regulierten Medizinalcannabisbranche kann jedoch dazu beitragen, dass medizinisches Cannabis stärker als Bestandteil des Gesundheitswesens und weniger ausschließlich durch historische Vorurteile wahrgenommen wird.

Fazit: Warum ist die Partnerschaft zwischen Remexian Pharma und den Eisbären Berlin relevant?

Die neue Premium Partnerschaft zwischen Remexian Pharma und den Eisbären Berlin ist deutlich mehr als eine gewöhnliche Sponsoringmeldung aus dem Profisport. Ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft unmittelbar mit Medizinalcannabis verbunden ist, erhält umfangreiche Sichtbarkeit bei einem der bekanntesten deutschen Eishockeyclubs.

Besonders bemerkenswert sind die Trikotwerbung, die Präsenz innerhalb der Uber Arena und die Präsentation der Speed Messungen nach Torerfolgen. Dadurch erreicht Remexian Pharma ein Publikum weit außerhalb der klassischen Cannabis und Pharmabranche.

Für die deutsche Cannabisbranche ist das ein interessantes Signal. Medizinalcannabis wird zunehmend in etablierten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen sichtbar. Gleichzeitig zeigt die Kooperation, wie wichtig eine klare Trennung zwischen medizinischer Versorgung, Unternehmenskommunikation und nichtmedizinischem Cannabiskonsum bleibt.

Ob das Sponsoring tatsächlich dazu beiträgt, Vorurteile gegenüber Patienten und Cannabistherapien abzubauen, wird sich erst langfristig beurteilen lassen. Die Richtung ist dennoch bemerkenswert: Medizinalcannabis verlässt kommunikativ zunehmend seine Nische und wird als Bestandteil eines regulierten pharmazeutischen Marktes öffentlich sichtbar.

Kurz zusammengefasst:

  • Remexian Pharma wird Premium Partner der Eisbären Berlin.
  • Das Unternehmen erhält Präsenz auf Trikots, Screens, Website und weiteren Werbeflächen.
  • Eine Speed Messung nach Toren wird von Remexian Pharma präsentiert.
  • Das Unternehmen möchte Vorurteile gegenüber Medizinalcannabistherapien abbauen.
  • Die Kooperation bringt ein Medizinalcannabisunternehmen in ein reichweitenstarkes Umfeld des deutschen Profisports.
  • Für die Cannabisbranche ist dies ein weiteres Zeichen zunehmender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Normalisierung.
  • Medizinische Anwendungen müssen weiterhin klar von nichtmedizinischem Cannabiskonsum unterschieden werden.

Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Medizinalcannabis ist nicht für jede Person oder jede Erkrankung geeignet und kann Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen aufweisen. Fragen zur Anwendung von medizinischem Cannabis, zur Dosierung, zu möglichen Risiken oder zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln solltest du mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke besprechen.

Quellen / Infos: https://www.eisbaeren.de/news/detail/remexian-pharma-wird-neuer-premium-partner-der-eisbaeren-berlin


Über den Autor:

Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


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