Krebs ist eine Erkrankung, die das Leben auf den Kopf stellen kann. Schmerzen, Ängste, Schlafstörungen und eine Reihe anderer Symptome machen den Alltag zur Herausforderung. Doch es scheint, dass ein unerwartetes Hilfsmittel – Cannabis – viele dieser Symptome lindern kann.
Einblick in eine neue Studie
Eine jüngste Umfrage aus den USA wirft ein neues Licht auf das Thema. Durchgeführt von Forschern des Stephenson Cancer Centers an der University of Oklahoma Health Science Center, beleuchtet die Umfrage die Vor- und Nachteile von Cannabiskonsum bei Krebspatienten.
Die Umfrage: Methodik und Teilnehmer
Insgesamt nahmen 267 Krebspatienten an der Umfrage teil. Die Forscher führten intensive Interviews mit den Betroffenen durch, um mehr über ihre Erfahrungen mit Cannabis während der Krebsbehandlung zu erfahren. Ziel war es, sowohl die wahrgenommenen Vorteile als auch mögliche Schäden von Cannabis zu ergründen.
Cannabiskonsum unter den Befragten
Etwa 26 % der Befragten gaben an, in den letzten 30 Tagen Cannabis konsumiert zu haben. Das ist mehr als ein Viertel. Dabei zeigte sich, dass von diesen 26 %, 4,5 % positive Anzeichen einer Cannabiskonsumstörung aufwiesen.
Die Präferenzen der Cannabiskonsumenten
Wie wurde das Cannabis konsumiert? Hier zeigte sich, dass die Präferenzen vielfältig sind. Die meisten, nämlich 65 %, griffen zu sogenannten „Edibles“, also zu Lebensmitteln, in denen Cannabis verarbeitet ist. Daneben bevorzugten 51 % das Rauchen von Cannabis.
Interessanterweise waren die Cannabis-Konsumenten tendenziell jünger und häufiger männlich.
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Wahrnehmung und Wirkung von Cannabis
Was die Wahrnehmung von Cannabis betrifft, so stellte die Studie fest, dass diejenigen, die Cannabis konsumierten, weniger negative Auswirkungen darin sahen als diejenigen, die es nicht taten. Darüber hinaus berichteten die Konsumenten von stärkeren Symptomen im Vergleich zu den Nicht-Konsumenten.
Cannabis als medizinischer Helfer
Welche medizinischen Gründe führten also dazu, dass diese Patienten zu Cannabis griffen? Die Antworten waren vielfältig, doch einige Gründe wurden besonders häufig genannt: Schmerzen, Krebs-spezifische Symptome, Schlafprobleme, Angstzustände, Übelkeit oder Erbrechen sowie Appetitlosigkeit.
Schlussfolgerungen und Ausblick
Die Ergebnisse dieser Umfrage geben einen tiefen Einblick in die Wahrnehmung und den Gebrauch von Cannabis bei Krebspatienten. Es ist eindeutig, dass viele Patienten in Cannabis eine Hilfe sehen, um mit den Symptomen ihrer Krankheit besser umgehen zu können.
Doch es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Cannabiskonsum auch negative Aspekte haben kann, wie etwa das Risiko einer Cannabiskonsumstörung. Es bleibt also wichtig, weitere Untersuchungen zu diesem Thema durchzuführen und die Vorteile gegen die potenziellen Risiken sorgfältig abzuwägen.
Die vollständigen Ergebnisse dieser Studie sind im Juni 2023 im Journal „Cancer“ veröffentlicht worden. Weitere Informationen finden Sie in der Publikation „Cannabis use among adults undergoing cancer treatment“ von Azizoddin DR, Cohn AM, Ulahannan SV, Henson CE, Alexander AC, Moore KN, Holman LL, Boozary LK, Sifat MS, Kendzor DE.
Schlußgedanke
Als Blogger ist es immer interessant, über solche Themen zu stolpern. Es zeigt, wie sehr die medizinische Landschaft ständig in Bewegung ist und wie wichtig es ist, offen für neue Ansätze und Behandlungsmethoden zu sein. Während wir weiterhin mehr über die Wirkung von Cannabis auf Krebspatienten lernen, bleibt es wichtig, jede Behandlungsmethode individuell zu betrachten und den besten Weg für jeden Patienten zu finden.
Quelle / Infos: IACM / Cannabis-Med.org und PubMed
Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!
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Autor: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung
