Deutschland wird dritter EU-Staat, der Cannabis legalisiert

In einer spannenden Entwicklung steht Deutschland kurz davor, der dritte Mitgliedstaat der Europäischen Union zu werden, der Cannabis legalisiert.

Deutschland an der Schwelle zur Cannabis-Legalisierung

Deutschland wird dritter EU-Staat, der Cannabis legalisiert
Deutschland wird dritter EU-Staat, der Cannabis legalisiert

Diese bahnbrechende Entscheidung könnte bereits in den kommenden Monaten Realität werden, wenn die Gesetzgeber des Landes den finalen Schliff an einem Gesetzesentwurf vollenden, der alle beteiligten Parteien zufriedenstellt. Die sogenannte Ampelkoalition, bestehend aus den Grünen, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und den Liberalen, hat kürzlich verkündet, dass eine Einigung zur Cannabis-Legalisierung erzielt wurde.

Ein Blick auf den Zeitplan und die Hürden

Die Abstimmung über das Gesetz ist für diesen Monat angesetzt, und die Legalisierung könnte theoretisch schon im April in Kraft treten. Trotz dieser Aussicht gibt es immer noch einige Politiker, die von dem Gesetzesvorhaben nicht überzeugt sind und angekündigt haben, dagegen zu stimmen.

Der deutsche Ansatz zur Cannabis-Legalisierung

Im Fokus des deutschen Plans steht vor allem die Prävention sowie die Verbesserung des Gesundheits- und Jugendschutzes. Das neue Gesetz, welches letztes Jahr von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgestellt wurde, zielt zudem darauf ab, Probleme mit dem illegalen Markt anzugehen – ein Problem, das auch in vielen US-Bundesstaaten für Kopfzerbrechen sorgt.

Der Kampf gegen den Schwarzmarkt und mehr

„Der Kampf gegen den Schwarzmarkt, die Entkriminalisierung und ein besserer Schutz für Minderjährige kommen wie angekündigt. Die bisherige Drogenpolitik ist gescheitert; es braucht einen Neuanfang“, so Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Nach Berichten von Forbes wurden kürzlich Änderungen am Gesetzesentwurf vorgenommen, um Einschränkungen zu lockern, die von Befürwortern und Unterstützern im Bundestag abgelehnt wurden. Zu den Änderungen gehören die Anhebung der Grenzen für den Besitz zu Hause und die Eliminierung der Möglichkeit einer Gefängnisstrafe bei geringfügiger Überschreitung der Besitzgrenze. Die Regierungskoalition plant zudem, eine ergänzende Maßnahme für Pilotprogramme zum kommerziellen Verkauf einzuführen, die nach der Einreichung bei der Europäischen Kommission bekannt gegeben werden soll.

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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Kanadische Unternehmen sehen Chancen

Wie der Green Market Report im November berichtete, dürften kanadische Firmen am meisten von der Gesetzeslockerung in Deutschland profitieren. Zu den Unternehmen, die voraussichtlich am meisten gewinnen werden, gehören Tilray Brands, Curaleaf Holdings, Cronos Group, Organigram Holdings und Aurora Cannabis.

Der Weg zur Legalisierung und die Auswirkungen

Die letzte Lesung im Bundestag wird in der Woche vom 19. bis 23. Februar erwartet. Das Gesetz könnte in der Woche ab dem 19. Februar verabschiedet werden und am 22. März ohne erwartete Hindernisse in den Bundesrat gehen. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten Erwachsene ab dem 1. April Cannabis zu Hause anbauen und kleine Mengen besitzen, während Cannabis-Clubs ab dem 1. Juli erlaubt sein werden.

Ein historischer Schritt für Deutschland

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland markiert nicht nur einen historischen Wendepunkt in der nationalen Drogenpolitik, sondern signalisiert auch eine fortschrittliche Veränderung im Umgang mit Cannabis auf europäischer Ebene. Nach Malta und Luxemburg tritt Deutschland damit in die Fußstapfen der Cannabis-Legalisierung und setzt neue Maßstäbe in Sachen Prävention, Gesundheitsförderung und Jugendschutz.

Dieser Schritt wird weitreichende positive Auswirkungen auf die Bekämpfung des Schwarzmarktes, die Entkriminalisierung von Cannabis-Nutzern und den Schutz von Minderjährigen haben.

Quelle / Infos: https://www.greenmarketreport.com/germany-poised-to-become-third-eu-state-to-legalize-cannabis/

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

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