Italienische Regierung erklärt CBD trotz EU-Gesetzgebung erneut für illegal

Die italienische Regierung hat kürzlich Cannabidiol (CBD) erneut auf die Liste der kontrollierten Substanzen gesetzt, was erhebliche Kontroversen ausgelöst hat.

Neue Entwicklungen in der italienischen CBD-Gesetzgebung

Italienische Regierung erklärt CBD trotz EU-Gesetzgebung erneut für illegal
Italienische Regierung erklärt CBD trotz EU-Gesetzgebung erneut für illegal

Diese Entscheidung steht im Widerspruch zu früheren Urteilen regionaler Verwaltungsgerichte sowie zu bestehenden Regelungen der Europäischen Union.

Konflikt mit EU-Rechtsprechung

Trotz eines klaren Gegensatzes zu einer bindenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs und einer Aussage der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2020, die CBD nicht als Betäubungsmittel einstuft, beharrt die italienische Regierung auf ihrer Position. Diese hält an dem Präsidentendekret Nr. 309/1990 fest, welches die Grundlage der italienischen Drogengesetzgebung bildet. Die jüngste Klassifizierung durch das Ministerium für Gesundheit wird als ein Rückfall in alte Regulierungsweisen gesehen, die bereits in der Vergangenheit Rechtsunsicherheiten hervorgerufen haben.

Vorherige Entwicklungen und juristische Auseinandersetzungen

Im Oktober 2020 wurde CBD erstmalig durch das Gesundheitsministerium als Betäubungsmittel klassifiziert und vom Markt genommen, diese Entscheidung wurde jedoch kurz darauf zurückgenommen. Anfang 2022 versuchte die Staat-Region-Konferenz, Hanf ausschließlich als medizinische Pflanze zu klassifizieren, was ein Jahr später vom Regionalen Verwaltungsgericht Lazio aufgehoben wurde, da es der EU-Gesetzgebung widersprach.

Reaktionen aus der Landwirtschaft und der Industrie

Die italienische Landwirtschaftsorganisation Cia-Agricoltori Italiani hat die Regierungsentscheidung heftig kritisiert. Sie behaupten, dass die Maßnahme ohne ausreichende Konsultation mit den Produzenten getroffen wurde, was insbesondere jene Landwirte demütigt, die in den letzten Jahren in die industrielle Hanfkette investiert haben.

Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen

Die neu aufgelegten Regulierungen setzen eine Branche unter Druck, die bereits mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Diese Vorurteile manifestieren sich auch in einem Gesetzesänderungsantrag, der derzeit im italienischen Parlament diskutiert wird und der den Handel mit CBD und anderen Produkten, die aus Hanfblüten gewonnen werden, verbieten würde.


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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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CBD VITAL

Potenziale der Hanfindustrie und drohende Risiken

Cristiano Fini, Vorsitzender der Cia-Agricoltori Italiani, warnt vor den ideologischen Eingriffen, die eine Branche bedrohen, die großes Produktionspotential in Bereichen wie Kosmetik, Kräutermedizin, grünes Bauen, Blumenzucht und Textilien bietet. Diese Branche repräsentiert einen Jahresumsatz von über 500 Millionen Euro und sichert mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Italien.

Konsequenzen der aktuellen Gesetzgebung

Das im Parlament vorgeschlagene Amendement würde ein vollständiges Verbot von Hanfblüten bedeuten und damit alle Aspekte der Produktion und des Handels beeinträchtigen. Die führende Hanfindustrieorganisation Federcanapa hat erklärt, dass die Bestimmungen den gesamten Untersektor der Hanfextrakte lahmlegen würden, was wiederum Auswirkungen auf CBD und andere nicht-psychoaktive Hanf-Cannabinoide hätte, die in der Kräutermedizin, Kosmetik und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden.

Appell an die Regierung

Einige Parlamentsmitglieder und Experten warnen, dass das Amendement zur Schließung von 3.000 Unternehmen führen und 15.000 Mitarbeiter arbeitslos machen könnte. Fini betont, dass die Cia-Agricoltori Italiani die Regierung zu Gesprächen mit CBD-Operateuren eingeladen hat, um zu einer Lösung zu kommen, die sowohl den rechtlichen Rahmenbedingungen als auch den wirtschaftlichen Notwendigkeiten gerecht wird.

Diese Entwicklung zeigt deutlich die Spannungen zwischen nationalen Gesetzgebungen und der EU-Rechtsprechung, insbesondere im Bereich der Hanfindustrie. Es bleibt abzuwarten, wie diese Diskrepanzen in Zukunft gehandhabt werden und welche Auswirkungen dies auf die Landwirte und Unternehmen in Italien haben wird.

Quelle / Infos: https://cannabisindustrie.nl/italiaanse-overheid-verklaart-cbd-wederom-illegaal-ondanks-eu-wetgeving/

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

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