Israel, das kleine Land am Mittelmeer, hat sich als drittgrößter Exporteur von medizinischem Cannabis weltweit einen Namen gemacht.
Israel und sein Problem mit medizinischem Cannabis
Über 120.000 Israelis besitzen Lizenzen für den Gebrauch, doch statt einer Erleichterung erleben viele von ihnen steigende Kosten, mehr Bürokratie und Schwierigkeiten, ihre Medikamente zu bekommen.
Geschichte des medizinischen Cannabis in Israel
Die Wurzeln des medizinischen Cannabis reichen in Israel weit zurück. 1964 isolierten Raphael Mechoulam und Yechiel Gaoni von der Hebrew University erstmalig das THC, den aktiven Bestandteil von Marihuana. Dies war der Beginn einer globalen Bewegung hin zur Anerkennung der medizinischen Eigenschaften von Cannabis. In den 1990er Jahren wurde es schließlich für medizinische Zwecke legalisiert.
Der Prozess: Früher und heute
Vor sieben Jahren erhielt Harry Rubenstein, ein Patient mit ankylosierender Spondylitis (eine Form von Arthritis), seine erste Lizenz für medizinisches Cannabis. Damals zahlte jeder Patient monatlich NIS 370 und konnte dafür eine vorgeschriebene Menge in Gramm erhalten. Neue Gesetze haben den Prozess jedoch komplizierter gemacht. Ein Psychiaterbrief ist nun erforderlich, Termine sind oft über ein Jahr im Voraus ausgebucht und die Preise haben sich vervielfacht.
Der aktuelle Stand der Dinge
Obwohl die Beantragung einer Lizenz lange dauern kann, gibt es „Berater“, die den Prozess gegen Tausende von Schekeln beschleunigen. Das Paradoxe daran? Es ist einfacher, an bekannte gefährliche Medikamente wie Opioide zu kommen, während der Zugang zu medizinischem Cannabis verkompliziert wurde.
Ein Silberstreifen am Horizont?
Neue Regelungen des Knesset Health Committee haben den Prozess für einige Patienten erleichtert. Bestimmte Patientengruppen, darunter solche mit Epilepsie, Krebs und Multiple Sklerose, benötigen keine Lizenz mehr für den Kauf von medizinischem Cannabis. Aber für Menschen wie Rubenstein bleibt der Prozess eine Herausforderung.
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Wissenschaft und Innovation in der Cannabis-Industrie
Israelische Unternehmen wie Canonic und Evogene nutzen modernste Technologien, um neue Cannabis-Stämme zu entwickeln. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können sie genaue Stämme züchten, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind.
Der Einfluss künstlicher Intelligenz
Mithilfe der „Indicator AI“ können Unternehmen wie Canonic den Zusammenhang zwischen den Metaboliten der Pflanze und menschlichen Schmerz- und Stressbereichen untersuchen. Diese fortschrittlichen Technologien ermöglichen es, den THC-Gehalt der Pflanzen zu steigern und eine maßgeschneiderte Behandlung für die Patienten zu gewährleisten.
Die Zukunft von medizinischem Cannabis in Israel
Während der Gebrauch von Freizeit-Cannabis in Israel weit verbreitet ist, bleibt die rechtliche Lage kompliziert. International agierende Produzenten beeinflussen die Preise im Land, was die Kosten für medizinisches Cannabis weiter in die Höhe treibt.
Für Patienten wie Rubenstein, für die medizinisches Cannabis kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist, bleibt die Herausforderung, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu einem bezahlbaren Preis zu gewährleisten.
Abschlussgedanken
Während Israel in Bezug auf Forschung und Innovation an der Spitze steht, gibt es noch viel zu tun, um das System für die Patienten gerechter zu gestalten. Medizinisches Cannabis ist Medizin, und es ist an der Zeit, dass das System dies widerspiegelt.
Quelle / Infos: https://www.jpost.com/israel-news/article-751861
Bitte hierzu unbedingt den Haftungsausschluss und Hinweis zu medizinischen Fragen beachten: Bitte hier lesen!
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Autor: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
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