Patrick von XTRA FUEL im Interview: Was macht gute Supplements aus?

Was macht ein durchdachtes Nahrungsergänzungsmittel aus? Eine hohe Dosierung, eine lange Zutatenliste oder vor allem eine nachvollziehbare Zusammensetzung? Wer sich mit Supplements beschäftigt, begegnet vielen Fachbegriffen und großen Versprechen. Umso interessanter ist ein Blick hinter die Kulissen: Wie entstehen Rezepturen, nach welchen Kriterien werden Rohstoffe ausgewählt und wie lassen sich Produkte verständlich erklären?

Was macht gute Supplements aus?

Patrick von XTRA FUEL im Interview: Was macht gute Supplements aus?
Patrick von XTRA FUEL im Interview: Was macht gute Supplements aus?

Darüber sprechen wir mit Patrick von XTRA FUEL. Die Marke entwickelt Nahrungsergänzungsmittel und legt nach eigener Aussage Wert auf klar deklarierte Inhaltsstoffe, transparente Mengenangaben und sorgfältige Qualitätskontrollen. Im Interview erläutert Patrick, welche Überlegungen hinter der Produktentwicklung stehen und weshalb „hochdosiert“ für das Unternehmen nicht einfach bedeutet, möglichst große Zahlen auf eine Verpackung zu drucken.

An Beispielen wie dem Magnesium Complex, Leber Plus und dem Blutzucker Komplex erklärt er, wie XTRA FUEL unterschiedliche Inhaltsstoffe kombiniert und deren Zusammensetzung kommuniziert. Außerdem geht es um die Aussagekraft von Laboruntersuchungen, häufige Missverständnisse beim Supplementkauf und die Grenzen allgemeiner Produktauskunft. Ein Gespräch über Rezepturen, Verantwortung und die Frage, welche Informationen Verbraucher für eine bewusste Entscheidung benötigen.

Interview mit Patrick von XTRA FUEL

Wie ist die Idee zu XTRA FUEL entstanden, und welche Lücke wolltet ihr mit der Marke schließen?

Am Anfang stand eine einfache Beobachtung: Der Markt für Nahrungsergänzung ist riesig, aber er macht es den Menschen nicht unbedingt leichter. Es gibt tausende Produkte, ständig neue Trends und sehr viele große Versprechen. Trotzdem bleibt beim Kunden oft eine ganz einfache Frage offen: Was davon passt wirklich zu mir und warum?

Uns fehlten Produkte, die hochwertig und durchdacht sind, aber trotzdem verständlich bleiben. Manche Rezepturen wirken vor allem deshalb besonders, weil sie möglichst viele Zutaten enthalten. Bei anderen stehen auf der Vorderseite große Begriffe, während man auf der Rückseite kaum nachvollziehen kann, was tatsächlich enthalten ist.

XTRA FUEL sollte diese Lücke schließen. Wir wollten klare Rezepturen, nachvollziehbare Mengen und Produkte, die sich ohne komplizierte Pläne in den Alltag integrieren lassen.

Der Gedanke der Selbstverbesserung spielt dabei eine wichtige Rolle. Für uns bedeutet Selbstverbesserung aber nicht, dass ein Mensch erst repariert oder vervollständigt werden muss. Es geht vielmehr darum, Verantwortung für die eigenen Gewohnheiten zu übernehmen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

Nahrungsergänzung ist dabei kein Wundermittel und keine Abkürzung. Sie ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch Bewegung, Schlaf oder medizinische Betreuung. Sie kann aber ein Werkzeug innerhalb einer guten Routine sein. Genau das soll XTRA FUEL bieten: sinnvolle Unterstützung, ohne den Menschen einzureden, sie seien ohne ein Produkt nicht gut genug.

Für wen entwickelt ihr eure Nahrungsergänzungsmittel?

Unsere Produkte richten sich an Erwachsene, die sich bewusst mit ihrer Ernährung beschäftigen möchten, aber keine Lust auf unnötig komplizierte Systeme haben.

Das kann jemand sein, der regelmäßig Sport treibt und seine tägliche Magnesiumzufuhr ergänzen möchte. Es kann aber genauso jemand sein, der sich zum ersten Mal mit Nahrungsergänzung beschäftigt und zunächst verstehen möchte, worin sich verschiedene Produkte überhaupt unterscheiden.

Viele unserer Kunden haben schon viel gelesen, aber gerade deshalb mehr Fragen als vorher. Sie stoßen auf verschiedene Nährstoffverbindungen, Pflanzenextrakte, Dosierungen und Meinungen. Je länger sie suchen, desto schwieriger scheint die Entscheidung zu werden.

Die häufigsten Fragen sind deshalb sehr praktisch: Was ist genau enthalten? Warum wurden diese Zutaten miteinander kombiniert? Wie hoch ist die Tagesportion? Wie lange reicht eine Packung? Was bedeutet die Standardisierung eines Pflanzenextrakts? Und welche Aussagen über das Produkt sind wirklich belastbar?

Wir wollen auf diese Fragen keine künstlich komplizierten Antworten geben. Ein gutes Produkt sollte auch für jemanden verständlich sein, der nicht täglich Fachartikel über Mikronährstoffe liest.

Gleichzeitig wollen wir erfahrene Kunden nicht mit oberflächlichen Werbesätzen abspeisen. Wer genauer hinschaut, soll alle wichtigen Angaben zur Zusammensetzung, Dosierung und Qualität finden können.

Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, ob aus einer Produktidee ein neues Produkt wird?

Produktideen können aus unterschiedlichen Richtungen entstehen. Manchmal sehen wir ein Thema, bei dem bestehende Produkte unnötig kompliziert sind. Manchmal begegnet uns ein interessanter Inhaltsstoff. Und manchmal erhalten wir ähnliche Fragen oder Wünsche immer wieder von Kunden.

Aber ein Trend oder eine häufige Suchanfrage reicht uns nicht. Bevor daraus ein Produkt wird, muss die Idee mehrere einfache Fragen bestehen.

Gibt es einen klaren Grund für das Produkt? Können wir die Rezeptur verständlich erklären? Haben die einzelnen Zutaten sinnvolle Mengen? Lässt sich das Produkt zuverlässig herstellen? Passt die Anwendung in einen normalen Alltag? Und würden wir uns mit der Zusammensetzung auch dann wohlfühlen, wenn wir das Produkt einer uns nahestehenden Person erklären müssten?

Dieser letzte Gedanke ist für uns wichtig. Ein Produkt darf nicht nur auf einer Verkaufsseite überzeugend aussehen. Wir müssen auch hinter der Rezeptur stehen können, wenn jemand kritisch nachfragt.

Danach beginnt die eigentliche Arbeit. Verschiedene Rohstoffformen und Mengen werden verglichen, die Rezeptur wird vereinfacht oder angepasst und die tägliche Anwendung wird geprüft.

Manchmal stellt sich dabei heraus, dass eine Idee noch nicht gut genug ist. Dann wird sie weiterentwickelt oder verworfen. Gute Produktentwicklung bedeutet nicht, möglichst schnell möglichst viele Neuheiten auf den Markt zu bringen. Sie bedeutet auch, bewusst Nein zu sagen.

Wie entscheidet ihr, welche Inhaltsstoffe hineinkommen und welche nicht?

Wir beginnen nicht mit einer möglichst langen Wunschliste. Wir beginnen mit dem Kern des Produkts.

Jede Zutat muss eine einfache Frage beantworten können: Warum bist du Teil dieser Rezeptur? Wenn die Antwort nur lautet, dass sie auf dem Etikett gut aussieht, reicht uns das nicht.

Wir betrachten die verwendete Form, die geplante Menge, die Kombination mit den anderen Bestandteilen und die praktische Tagesportion. Dabei ist nicht nur wichtig, was enthalten ist. Genauso wichtig ist, ob eine Zutat in einer Menge vorkommt, die sich überhaupt sinnvoll erklären lässt.

Bei Pflanzenextrakten schauen wir genauer hin. Welche Pflanzenart wird eingesetzt? Welcher Pflanzenteil wurde verarbeitet? Ist der Extrakt standardisiert? Und können wir klar angeben, wie viel des charakteristischen Pflanzenstoffs enthalten ist?

Wir versuchen außerdem, unnötige Zusätze zu vermeiden.

Unsere Grundidee ist einfach: nur hineinnehmen, was wirklich etwas zur Rezeptur beiträgt. Weniger kann besser sein, wenn dadurch die entscheidenden Bestandteile klarer und sinnvoller eingesetzt werden können.

Patrick von XTRA FUEL im Interview: Was macht gute Supplements aus?
Patrick von XTRA FUEL im Interview: Was macht gute Supplements aus?

XTRA FUEL spricht von „hochdosierten“ Produkten. Was bedeutet das für euch?

Hochdosiert darf nicht bedeuten, dass man einfach die größte Zahl auf die Verpackung druckt. Eine hohe Menge ist nicht automatisch eine gute Menge.

Bei der Dosierung betrachten wir den jeweiligen Nährstoff, die verwendete Verbindung und die vorgesehene Tagesportion. Außerdem berücksichtigen wir Referenzwerte, wissenschaftliche Bewertungen und die Frage, was ein Mensch zusätzlich über Lebensmittel, angereicherte Produkte oder weitere Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen könnte.

Dabei unterscheiden sich die Stoffe stark. Bei manchen Nährstoffen können bereits sehr kleine Mengen wichtig sein. Bei anderen werden deutlich größere Mengen eingesetzt. Deshalb lässt sich die Qualität einer Dosierung nicht allein an der Zahl erkennen.

Auch die Anwendung spielt eine Rolle. Ein Produkt muss in den Alltag passen. Eine auf dem Papier interessante Rezeptur hilft wenig, wenn täglich eine unpraktische Zahl an Kapseln eingenommen werden müsste.

Unser Ziel ist daher nicht die höchste Dosierung im Wettbewerb. Unser Ziel ist eine Dosierung, die sich fachlich erklären, transparent darstellen und vernünftig anwenden lässt.

Wir verstehen „hochdosiert“ deshalb eher als Anspruch an Klarheit und Substanz. Der Kunde soll eine deutlich ausgewiesene Menge erhalten und nicht eine lange Liste von Zutaten, die nur in symbolischen Mengen vorkommen.

Warum enthält der Magnesium Complex fünf verschiedene Magnesiumverbindungen?

Beim Thema Magnesium wird häufig so getan, als gäbe es eine einzige richtige Form. Wir halten diese Sicht für zu einfach.

Unser Magnesium Complex enthält Magnesiumoxid, Trimagnesiumdicitrat, Magnesiumbisglycinat, Magnesiummalat und Magnesium-L-ascorbat. Diese Formen unterscheiden sich in ihren stofflichen Eigenschaften und in ihrem Anteil an elementarem Magnesium.

Wir haben uns bewusst gegen die Geschichte entschieden, dass eine einzelne Verbindung grundsätzlich alle anderen überflüssig macht. Stattdessen wollten wir verschiedene Magnesiumformen in einer klar aufgebauten Rezeptur verbinden.

Die Tagesportion liefert insgesamt 400 mg Magnesium. Sie ist so aufgebaut, dass die Anwendung planbar bleibt und sich die Menge eindeutig nachvollziehen lässt.

Wichtig war uns außerdem, nicht einfach nur „5-fach-Formel“ auf die Verpackung zu schreiben. Alle Verbindungen werden konkret benannt. Der Kunde kann sehen, was enthalten ist und muss sich nicht auf einen Fantasienamen verlassen.

Das ist für uns echte Transparenz. Nicht möglichst viel über die Vorteile eines Produkts reden, sondern dem Kunden die Informationen geben, mit denen er sich selbst ein Bild machen kann.

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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Warum kombiniert ihr bei Leber Plus Pflanzenextrakte mit Cholin und Zink?

Leber Plus verbindet Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn mit Cholin und Zink. Die Rezeptur verbindet damit bekannte Pflanzenextrakte mit klar definierten Mikronährstoffen.

Bei den Pflanzen ist uns eine saubere Deklaration wichtig. Wir nennen nicht nur den Namen der Pflanze, sondern auch die Menge und wichtige Standardisierungen. Beim Mariendistel-Extrakt wird beispielsweise der Silymarin-Anteil ausgewiesen. Beim Artischocken-Extrakt wird der Cynarin-Gehalt angegeben.

So wird aus einer allgemeinen Zutat eine deutlich besser vergleichbare Produktinformation. „Mariendistel enthalten“ sagt allein noch wenig. Entscheidend ist, in welcher Form und mit welcher Standardisierung sie eingesetzt wird.

Bei den gesundheitsbezogenen Aussagen halten wir uns dagegen an die Nährstoffe, für die entsprechende Aussagen zugelassen sind. Cholin trägt zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion und zu einem normalen Fettstoffwechsel bei. Zink trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.

Wir machen aus der traditionellen Bekanntheit der Pflanzen deshalb kein medizinisches Versprechen. Wir erklären die Zusammensetzung und zeigen, welche Aussagen sich klar den enthaltenen Nährstoffen zuordnen lassen.

Für uns ist das keine Einschränkung, sondern ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Kunden. Er soll unterscheiden können, was eine überprüfbare Produkteigenschaft ist und was eine zugelassene gesundheitsbezogene Aussage darstellt.

Wie verhindert ihr beim Blutzucker Komplex falsche Erwartungen?

Der Name ordnet das Produkt in einen ernährungsbezogenen Bereich ein. Er soll nicht vermitteln, dass das Produkt eine Erkrankung behandelt, Medikamente ersetzt oder einen Arztbesuch überflüssig macht.

Der Blutzucker Komplex enthält Ceylon-Zimt-Rindenextrakt, Myo-Inositol, Olivenblatt-Extrakt, Chrom und Zink. Die Tagesportion ist klar angegeben und die Rezeptur bleibt übersichtlich.

Beim Olivenblatt-Extrakt nennen wir zusätzlich die Standardisierung auf Oleuropein. Dadurch wird nicht nur das Gewicht des gesamten Extrakts sichtbar, sondern auch der Anteil eines wichtigen Pflanzenstoffs.

Die zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen beziehen sich auf Chrom und Zink. Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels und zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei. Zink trägt zu einem normalen Kohlenhydratstoffwechsel bei.

Die Pflanzenbestandteile beschreiben wir über ihre Identität, Menge und Standardisierung. Wir versuchen nicht, über Umwege Aussagen zu treffen, die wir so nicht treffen sollten.

Ein Name kann Interesse wecken und eine erste Orientierung geben. Entscheidend bleibt aber die Rückseite des Produkts. Dort muss klar werden, was enthalten ist und was der Kunde vernünftigerweise erwarten kann.

Woran erkennt ihr einen guten Rohstofflieferanten?

Ein guter Rohstofflieferant verkauft nicht nur einen Stoff, sondern liefert nachvollziehbare Informationen dazu.

Begriffe wie „Premium“, „natürlich“ oder „besonders hochwertig“ klingen gut, sagen für sich genommen aber wenig aus. Entscheidend sind Spezifikationen, chargenbezogene Unterlagen und Angaben zu Identität, Reinheit, Gehalt, Herkunft und Verarbeitung.

Bei Pflanzenextrakten interessieren uns zusätzliche Punkte. Welche Pflanzenart wurde verwendet? Welcher Pflanzenteil wurde verarbeitet? Wie wurde der Extrakt gewonnen? Und ist ein charakteristischer Pflanzenstoff in einer definierten Menge enthalten?

Auch die Zusammenarbeit selbst ist ein Qualitätsmerkmal. Ein zuverlässiger Partner beantwortet Rückfragen offen, liefert nachvollziehbare Unterlagen und kann eine möglichst gleichbleibende Qualität sicherstellen.

Am Ende zählt für uns, dass ein Rohstoff zu unserer Rezeptur passt und wir seine Eigenschaften nachvollziehen können. Klare Angaben und eine verlässliche Zusammenarbeit sind uns dabei wichtiger als große Werbeversprechen.

Welche Qualitätsprüfungen durchläuft ein Produkt?

Qualität ist für uns kein einzelner Punkt auf einer Checkliste. Sie ist eine Kette. Wenn ein Glied dieser Kette schwach ist, lässt sich das später nicht einfach durch ein schönes Siegel ausgleichen.

Der Prozess beginnt bei der Rezeptur. Es muss klar definiert sein, welche Rohstoffe, Verbindungen, Mengen und Standardisierungen eingesetzt werden sollen.

Danach folgt die Auswahl geeigneter Rohstoffe und die Prüfung der dazugehörigen Unterlagen. Während der Herstellung sind kontrollierte Abläufe, Hygiene, Chargendokumentation und gleichbleibende Füllmengen wichtig.

Beim fertigen Produkt prüfen wir, ob Rezeptur, Etikett und tatsächliche Zusammensetzung zusammenpassen. Je nach Produkt kommen passende Laboruntersuchungen hinzu. Dabei können beispielsweise Gehalt, Reinheit oder bestimmte unerwünschte Stoffe geprüft werden.

Für zahlreiche XTRA-FUEL-Produkte stellen wir Untersuchungsbestätigungen auf unserer Website zur Verfügung. Damit wollen wir Qualität nicht nur behaupten, sondern zumindest in wesentlichen Bereichen nachvollziehbar machen.

Gleichzeitig ist uns wichtig, Laboranalysen nicht größer darzustellen, als sie sind. Jeder Test untersucht bestimmte Parameter. Ein Laborbericht beantwortet nicht automatisch jede mögliche Frage über ein Produkt.

Echte Qualität entsteht deshalb aus mehreren Dingen: einer durchdachten Rezeptur, nachvollziehbaren Rohstoffen, kontrollierter Herstellung, klarer Deklaration und passenden Prüfungen. Nicht aus einem einzelnen Werbesiegel.

Wie stellt ihr sicher, dass Verbraucher die Zusammensetzung nachvollziehen können?

Transparenz beginnt für uns dort, wo das Marketing aufhört.

Auf der Vorderseite einer Verpackung kann vieles gut klingen. Entscheidend ist, ob das Produkt auch dann überzeugt, wenn man die Dose umdreht und sich die Einzelheiten ansieht.

Deshalb nennen wir die Inhaltsstoffe und die Mengen pro Tagesportion. Bei Mineralstoffen geben wir die verwendeten Verbindungen an. Bei Pflanzenextrakten nennen wir nach Möglichkeit die Pflanzenart, den Pflanzenteil und wichtige Standardisierungen.

Wir unterscheiden außerdem zwischen der Gesamtmenge eines Extrakts und dem Anteil eines bestimmten Pflanzenstoffs. Das ist wichtig, weil zwei Produkte auf den ersten Blick denselben Extrakt enthalten können, sich in der tatsächlichen Zusammensetzung aber deutlich unterscheiden.

Gute Transparenz bedeutet nicht, möglichst viele Fachbegriffe auf die Produktseite zu schreiben. Die Informationen müssen so geordnet sein, dass ein normaler Verbraucher sie verstehen und Produkte miteinander vergleichen kann.

Wir sehen Klarheit deshalb auch als eine Form von Respekt. Wer Geld für ein Produkt ausgibt und es regelmäßig einnimmt, sollte genau wissen dürfen, was darin steckt.

Welche Fragen und Missverständnisse begegnen euch besonders häufig?

Ein sehr häufiges Missverständnis ist, dass eine hohe Dosierung automatisch ein besseres Produkt bedeutet. Dabei kommt es immer auf den jeweiligen Stoff, die verwendete Form und die gesamte tägliche Aufnahme an.

Ähnlich ist es bei langen Zutatenlisten. Viele Menschen vermuten, dass ein Produkt mit 20 Bestandteilen automatisch mehr kann als eines mit fünf. In der Praxis kann das Gegenteil der Fall sein, wenn viele Zutaten nur in sehr kleinen Mengen vorkommen.

Viele Fragen betreffen auch die Kombination verschiedener Produkte. Kunden betrachten häufig jede Dose einzeln. Sinnvoller ist es, die gesamte tägliche Aufnahme zu betrachten. Bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe können schließlich in mehreren Produkten gleichzeitig enthalten sein.

Ein weiteres Thema ist die Erwartung, dass wir für jede persönliche Situation eine genaue Empfehlung geben können. Wir können die Zusammensetzung unserer Produkte erklären und allgemeine Hinweise geben. Eine individuelle medizinische Entscheidung können wir aber nicht aus der Ferne treffen.

Bei Medikamenten, Vorerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder auffälligen Blutwerten sollte deshalb eine medizinisch qualifizierte Person einbezogen werden.

Seriöse Beratung bedeutet nicht, auf jede Frage unbedingt selbst eine Antwort geben zu wollen. Sie bedeutet auch, zu erkennen, wann eine allgemeine Produktauskunft nicht ausreicht.

Was sollte jemand prüfen, bevor er ein Nahrungsergänzungsmittel kauft?

Der erste Schritt sollte nicht die Suche nach dem stärksten Produkt sein. Die erste Frage lautet: Warum möchte ich dieses Produkt überhaupt verwenden?

Danach lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste und die Mengen pro Tagesportion. Dabei sollte man nicht nur darauf achten, ob ein bestimmter Stoff enthalten ist, sondern auch in welcher Form und Menge.

Bei Pflanzenextrakten sind Pflanzenart, verwendeter Pflanzenteil und Standardisierung wichtig. Bei Vitaminen und Mineralstoffen sollte berücksichtigt werden, was bereits über Ernährung, angereicherte Lebensmittel oder andere Präparate aufgenommen wird.

Auch die Packungsreichweite sagt viel aus. Eine große Dose ist nicht automatisch preiswert, wenn täglich sehr viele Kapseln benötigt werden. Umgekehrt kann ein Produkt mit einem etwas höheren Preis lange reichen und dadurch pro Tag günstig sein.

Warnhinweise, Herstellerangaben und Qualitätsnachweise sollten leicht zu finden sein. Wenn ein Anbieter hauptsächlich mit Superlativen arbeitet, aber kaum etwas zur tatsächlichen Zusammensetzung sagt, sollte man genauer hinschauen.

Wer Medikamente einnimmt, gesundheitliche Beschwerden hat oder mehrere hochdosierte Produkte kombinieren möchte, sollte die Auswahl fachlich abklären.

Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Produkte einzunehmen. Der Körper ist kein Projekt, das ständig repariert werden muss. Es geht darum, aufmerksam mit sich umzugehen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

XTRA FUEL soll Menschen auf diesem Weg begleiten. Nicht mit dem Versprechen, dass eine Kapsel alles verändert, sondern mit Produkten, deren Zusammensetzung, Qualität und Rolle im Alltag man verstehen kann.

Fazit: Was lässt sich aus dem Interview mit XTRA FUEL mitnehmen?

Das Gespräch mit Patrick zeigt, welche Überlegungen XTRA FUEL nach eigener Darstellung bei der Entwicklung seiner Nahrungsergänzungsmittel leiten: nachvollziehbare Rezepturen, klar ausgewiesene Mengen und verständliche Produktinformationen. Besonders deutlich wird dabei, dass eine hohe Dosierung oder eine lange Zutatenliste allein wenig darüber aussagt, ob ein Produkt zur eigenen Ernährung passt.

Für Verbraucher lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Zusammensetzung, die Tagesportion und die Angaben zu verwendeten Nährstoffverbindungen oder Pflanzenextrakten. Auch Qualitätsnachweise sollten im Zusammenhang betrachtet werden: Eine Laboruntersuchung liefert Informationen zu den geprüften Parametern, beantwortet aber nicht automatisch jede Frage zu einem Produkt.

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und keine medizinische Betreuung. Welche Rolle sie im eigenen Alltag spielen können, hängt von der individuellen Situation ab. Das Interview liefert dafür Einblicke aus Sicht eines Anbieters und regt dazu an, Produktangaben aufmerksam zu lesen und Erwartungen kritisch zu hinterfragen. Vielen Dank an Patrick für die Antworten und den Blick hinter die Kulissen von XTRA FUEL.

Quellen / Infos / Fotos: Patrick von XTRA FUEL

Redaktioneller Hinweis: Die in diesem Interview geäußerten Meinungen, Einschätzungen und Aussagen stammen ausschließlich vom Interviewpartner und spiegeln nicht zwangsläufig die Auffassung der Redaktion von Metaller.de wider. Das Interview dient der Information und dem Austausch unterschiedlicher Sichtweisen innerhalb der Supplements-Branche.

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Über den Autor:

Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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