Qualifikationswege für Sucht-Präventionsbeauftragte und -BeraterInnen

In der immer stärker regulierten Welt des Cannabiskonsums spielen Präventionsbeauftragte eine entscheidende Rolle.

Kurse und Lehrgänge für Sucht-Präventionsbeauftragte und -BeraterInnen in Cannabis-Anbauclubs

Qualifikationswege für Sucht-Präventionsbeauftragte und -BeraterInnen
Qualifikationswege für Sucht-Präventionsbeauftragte und -BeraterInnen

Diese Personen sind nicht nur für die Aufklärung über die Risiken des Cannabiskonsums verantwortlich, sondern auch dafür, dass Jugend- und Gesundheitsschutz innerhalb der Cannabis-Anbauvereinigungen gewährleistet sind. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) spezielle Schulungsprogramme entwickelt, um diese Verantwortlichen optimal auf ihre Aufgaben vorzubereiten.

Rechtliche Grundlagen und organisatorische Anforderungen

Gemäß § 23 Abs. 4 des KCanG ist es obligatorisch, dass der Vorstand jeder Cannabis-Anbauvereinigung mindestens ein Mitglied zum Präventionsbeauftragten ernennt. Diese Person muss als Ansprechpartner für Suchtprävention agieren und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Jugend- und Gesundheitsschutz sicherstellen. Für die Anerkennung als Präventionsbeauftragter ist eine spezialisierte Schulung erforderlich, deren erfolgreicher Abschluss durch ein Zertifikat des ZPG bestätigt wird.

Voraussetzungen für die Qualifikation

Um als Präventionsbeauftragter einer Cannabis-Anbauvereinigung benannt zu werden, müssen Interessierte mindestens 21 Jahre alt sein und ein aktuelles Führungszeugnis vorlegen können. Eine weitere Bedingung ist die Zusammenarbeit mit einer externen Fachkraft für Suchtprävention, deren Kooperation vom LGL überprüft und bestätigt wird.

Anerkennung von Qualifikationen außerhalb Bayerns

Personen, die ihre präventive Ausbildung außerhalb von Bayern erhalten haben, sind angehalten, eine detaillierte Beschreibung der Schulungsinhalte, die von der jeweiligen Bildungseinrichtung und dem Bundesland anerkannt ist, vorzulegen. Diese Unterlagen werden vom LGL geprüft, um die Anerkennung der Qualifikation zu bestätigen oder abzulehnen.

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Struktur und Inhalte der Schulungen

Die Schulungen, die ab September 2024 regelmäßig stattfinden, umfassen 14 Stunden und sind eine Mischung aus Online-Modulen und Präsenzveranstaltungen. Diese Kombination ermöglicht es den Teilnehmenden, flexibel auf die Lerninhalte zuzugreifen und gleichzeitig von direkten Interaktionen während des Präsenzteils zu profitieren.

Kernthemen der Schulung

Die Schulungen decken eine breite Palette von Themen ab, die für Präventionsbeauftragte in Cannabis-Anbauvereinigungen relevant sind. Dazu gehören die Rolle und Verantwortlichkeiten des Präventionsbeauftragten, Risiken des Cannabiskonsums, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Grundlagen der Suchtprävention. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erstellung eines Gesundheits- und Jugendschutzkonzeptes sowie auf den verfügbaren Angeboten der Suchtberatung und -prävention.

Registrierung und Gebühren

Die Teilnahme an den Schulungen erfordert eine vorherige Anmeldung und die Zahlung einer Gebühr von 600 Euro. Interessierte können sich per E-Mail bei anmeldung@zpg-bayern.de registrieren lassen. Dort werden sie zunächst auf eine Interessentenliste gesetzt und bei Verfügbarkeit von Schulungsterminen entsprechend informiert.

Weitere Infos hier: https://www.lgl.bayern.de/produkte/ueberwachung/konsumcannabisgesetz.htm#praeventionsbeauftragte


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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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Cannabisprävention in Bildungseinrichtungen

Information und Vernetzung durch Cannabisprävention.de

Die Website Cannabisprävention.de bietet umfassende Informationen zu den gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums, der Rechtslage und geeigneten Präventionsstrategien in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Hier werden auch Materialien für die präventive Arbeit und Tipps für Gespräche mit Sorgeberechtigten bereitgestellt.

Engagement in sozialen Medien

Über den Instagramkanal @CannabisPraevention werden regelmäßig Beiträge, Umfragen und Herausforderungen zu relevanten Themen veröffentlicht. Diese Plattform bietet auch die Möglichkeit, sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen oder Vorschläge für neue Themen einzubringen, die die Community interessieren könnten.

Fazit

Die Einführung von spezialisierten Schulungsprogrammen für Präventionsbeauftragte in Cannabis-Anbauvereinigungen und die Bereitstellung umfangreicher Ressourcen zur Cannabisprävention in Bildungseinrichtungen zeigen, wie ernst das Thema in Bayern genommen wird. Diese Maßnahmen dienen nicht nur der Aufklärung und Prävention, sondern fördern auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis in der Gesellschaft.

Quellen / Infos:
https://www.cannabispraevention.de/lehrkraefte/
https://www.infos-cannabis.de/
https://www.cannabispraevention.de/fileadmin/pagefiles/landingpage_infos-cannabis/Infoblatt_Cannabis-Anbauvereinigungen_010724.pdf
https://www.cannabispraevention.de/fileadmin/pagefiles/landingpage_infos-cannabis/Leitfaden_Jugend-_und_Gesundheitsschutz_Cannabispraevention_010724.pdf
https://www.lgl.bayern.de/produkte/ueberwachung/konsumcannabisgesetz.htm#praeventionsbeauftragte

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

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