Wie erkennt FLEX die Gesundheit von Pflanzen aus dem All?

Die ESA Mission FLEX soll winzige Fluoreszenzsignale messen, die Pflanzen während der Photosynthese abgeben. Diese Signale können zeigen, wie aktiv eine Pflanze Sonnenlicht verarbeitet und ob sie möglicherweise unter Trockenheit, Hitze oder anderen Belastungen steht. Hochpräzise optische Komponenten des Fraunhofer IOF aus Jena helfen dabei, das schwache Licht zuverlässig aus der Erdumlaufbahn zu erfassen.

Inhaltsverzeichnis

Wie erkennt FLEX die Gesundheit von Pflanzen aus dem All?

Wie erkennt FLEX die Gesundheit von Pflanzen aus dem All?
Wie erkennt FLEX die Gesundheit von Pflanzen aus dem All?
Bereich Wichtige Information Bedeutung
Mission FLEX, kurz für Fluorescence Explorer Globale Beobachtung der Fluoreszenz von Pflanzen
Geplanter Start 15. September 2026 Beginn einer neuen Form der satellitengestützten Vegetationsbeobachtung
Messinstrument Fluorescence Imaging Spectrometer, kurz FLORIS Erfasst besonders schwache Lichtsignale der Vegetation
Optik aus Jena Doppelspalt aus Silizium und zwei hochpräzise Spiegel Teilt und lenkt das einfallende Licht präzise zu den Detektoren
Schlitzbreite Jeweils 85 Mikrometer Bestimmt, wie viel Licht in die Messkanäle gelangt
Zulässige Abweichung Nur plus oder minus ein Mikrometer Verhindert fehlerhafte oder ungenaue Messungen
Spiegelrauheit 0,3 Nanometer rms Ermöglicht eine außergewöhnlich präzise Lichtlenkung
Mögliche Anwendungen Landwirtschaft, Waldbeobachtung, Ökosysteme und Klimaforschung Stress der Vegetation kann früher und großflächiger untersucht werden

Meldung: Das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF hat hochpräzise optische Komponenten für die ESA Mission FLEX entwickelt und gefertigt.

Bedeutung: FLEX soll erstmals gezielt globale Karten der von Pflanzen abgegebenen Fluoreszenz erstellen. Dadurch lässt sich die photosynthetische Aktivität der Vegetation wesentlich direkter untersuchen als mit vielen bisherigen Satellitendaten.

Einordnung: Die Mission ist besonders für die Klima und Vegetationsforschung, die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, den Naturschutz sowie die Beobachtung von Trockenheit und Hitzestress relevant.

Wie erkennt FLEX die Gesundheit von Pflanzen aus dem All?
Wie erkennt FLEX die Gesundheit von Pflanzen aus dem All?

Was ist die ESA Mission FLEX?

FLEX steht für Fluorescence Explorer. Es handelt sich um eine Erdbeobachtungsmission der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Ihr zentrales Ziel besteht darin, die von Pflanzen ausgehende Fluoreszenz aus dem Weltraum zu messen und daraus globale Karten der photosynthetischen Aktivität abzuleiten.

Der Start ist nach Angaben des Fraunhofer IOF für den 15. September 2026 geplant. Da Weltraumstarts von technischen Prüfungen, Wetterbedingungen und der Verfügbarkeit der Trägerrakete abhängen, bleibt ein solcher Termin grundsätzlich planungsabhängig. Der Satellit und Sentinel 3C wurden Anfang September bereits gemeinsam in der Nutzlastverkleidung der Trägerrakete untergebracht. Damit befand sich die Mission zu diesem Zeitpunkt in einer sehr weit fortgeschrittenen Startvorbereitung.

FLEX ist auf eine wissenschaftlich besonders anspruchsvolle Messgröße spezialisiert. Gewöhnliche Satellitenbilder zeigen unter anderem, wie grün eine Landschaft ist, wie sich ihre Oberfläche erwärmt oder wie sich Vegetationsflächen im Laufe der Zeit verändern. FLEX soll dagegen untersuchen, was während der Photosynthese in den Pflanzen geschieht.

Das bedeutet nicht, dass der Satellit einzelne kranke Blätter diagnostiziert. Die Mission betrachtet größere Flächen und erfasst sehr schwache Lichtsignale, die mit der Energieverarbeitung der Pflanzen zusammenhängen. Daraus können Forschende ableiten, wie aktiv die Vegetation ist und ob sich ihre Aktivität unter veränderten Umweltbedingungen verschiebt.

Wie geben Pflanzen während der Photosynthese Licht ab?

Pflanzen nehmen Sonnenlicht über Pigmente wie Chlorophyll auf. Einen Teil der aufgenommenen Energie verwenden sie für die Photosynthese. Dabei entstehen aus Kohlendioxid und Wasser energiereiche organische Verbindungen. Diese Prozesse bilden eine wesentliche Grundlage für das Wachstum von Pflanzen und für einen großen Teil des Lebens auf der Erde.

Allerdings fließt nicht die gesamte aufgenommene Lichtenergie in die Photosynthese. Ein Teil wird als Wärme abgegeben. Ein sehr kleiner Anteil verlässt die Pflanze erneut als Licht. Diese schwache Lichtemission wird als Chlorophyllfluoreszenz bezeichnet.

Die durch Sonnenlicht angeregte Fluoreszenz wird in der Forschung häufig als solarinduzierte Fluoreszenz bezeichnet. Sie ist sehr schwach und wird von deutlich stärkeren Lichtanteilen überlagert. Genau deshalb stellt ihre Messung aus mehreren hundert Kilometern Entfernung eine enorme technische Herausforderung dar.

Die Fluoreszenz enthält Informationen darüber, wie Pflanzen mit der aufgenommenen Strahlungsenergie umgehen. Wenn sich Wasserversorgung, Temperatur, Nährstofflage oder andere Umweltbedingungen verändern, kann sich auch die Energieverteilung innerhalb der Pflanze verändern. Dadurch kann das Fluoreszenzsignal Hinweise auf die Reaktion der Vegetation geben.

Warum ist Fluoreszenz mehr als nur ein grünes Farbsignal?

Eine grüne Pflanzenoberfläche bedeutet nicht automatisch, dass die Photosynthese uneingeschränkt funktioniert. Blätter können äußerlich noch grün erscheinen, obwohl Wassermangel oder Hitze ihre Stoffwechselaktivität bereits beeinträchtigen. Sichtbare Schäden treten häufig erst später auf.

Klassische Vegetationsindizes beruhen meist darauf, wie Pflanzen bestimmte Bereiche des sichtbaren und infraroten Lichts reflektieren. Solche Daten sind ausgesprochen wertvoll, beschreiben aber vor allem die Struktur, Bedeckung und optischen Eigenschaften der Vegetation.

Die Messung der Fluoreszenz setzt näher an der tatsächlichen Energieverarbeitung an. Sie kann deshalb zusätzliche Informationen über die Funktion der Pflanzen liefern. Besonders aussagekräftig werden die Ergebnisse, wenn Forschende Fluoreszenzdaten mit anderen Satellitenmessungen, Wetterdaten und Beobachtungen am Boden kombinieren.

Faktenbox: Was bedeutet Pflanzenfluoreszenz?

  • Pflanzen absorbieren Sonnenlicht über Chlorophyll.
  • Ein Teil der Energie treibt die Photosynthese an.
  • Ein weiterer Teil wird als Wärme abgegeben.
  • Ein sehr kleiner Anteil wird als Fluoreszenzlicht ausgesendet.
  • Veränderungen dieses Signals können Hinweise auf die Aktivität und Belastung der Vegetation liefern.

Wie misst FLORIS die Gesundheit von Pflanzen?

Das wichtigste Instrument an Bord von FLEX trägt den Namen FLORIS. Die Abkürzung steht für Fluorescence Imaging Spectrometer. Ein Spektrometer zerlegt einfallendes Licht in verschiedene Wellenlängenbereiche. Vereinfacht gesagt entsteht dadurch ein sehr genauer optischer Fingerabdruck.

FLORIS arbeitet mit zwei Messkanälen. Der erste Kanal besitzt eine besonders hohe spektrale Auflösung. Dadurch kann er eng nebeneinanderliegende Wellenlängen unterscheiden. Der zweite Kanal deckt einen breiteren Bereich des Lichtspektrums ab. Gemeinsam liefern beide Kanäle die Informationen, die für eine zuverlässige Bestimmung der Pflanzenfluoreszenz benötigt werden.

Die Kombination aus hoher Auflösung und breiter Spektralerfassung ist technisch anspruchsvoll. Das Licht muss exakt dosiert, getrennt und auf die jeweiligen Detektoren gelenkt werden. Schon winzige Abweichungen an den optischen Bauteilen könnten dazu führen, dass zu viel oder zu wenig Licht auf einen Sensor trifft.

Die Herausforderung wird dadurch verschärft, dass das gesuchte Fluoreszenzsignal im Vergleich zum reflektierten Sonnenlicht äußerst schwach ist. Das Instrument muss deshalb feine Unterschiede erkennen, während es sich mit hoher Geschwindigkeit über die Erde bewegt und wechselnde Oberflächen beobachtet.

Welche Aufgabe übernimmt der Doppelspalt?

Eine zentrale Komponente von FLORIS ist die am Fraunhofer IOF entwickelte Doppelspalt Baugruppe. Sie besteht aus einem empfindlichen Siliziumelement mit zwei äußerst schmalen Öffnungen. Jeder der beiden Schlitze ist über eine Länge von 44,15 Millimetern genau 85 Mikrometer breit.

Ein Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter. Die zulässige Abweichung bei der Schlitzbreite beträgt lediglich plus oder minus einen Mikrometer. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist je nach Person häufig mehrere Dutzend Mikrometer dick. Die erlaubte Abweichung liegt damit nur bei einem kleinen Bruchteil eines Haardurchmessers.

Die Schlitze regulieren, welcher Anteil des einfallenden Lichts in die optischen Kanäle gelangt. Wären sie zu breit, könnte zu viel Licht auf den Detektor fallen. Wären sie zu schmal, könnte die Lichtmenge nicht ausreichen. In beiden Fällen würde die Qualität der Messdaten leiden.

Die hohe Präzision muss über die gesamte Länge der Schlitze erhalten bleiben. Es genügt also nicht, nur an einer Stelle die richtige Breite zu erreichen. Die Öffnungen müssen gleichmäßig, eben und korrekt zueinander ausgerichtet sein.

Warum wurde Silizium als Material verwendet?

Silizium ist vor allem als Grundmaterial moderner Halbleiter bekannt. Es eignet sich aber auch für bestimmte hochpräzise optische und mechanische Bauteile. Das Material lässt sich mit Verfahren bearbeiten, die aus der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik stammen.

Für die FLEX Komponente entwickelten die Forschenden des Fraunhofer IOF eine spezielle lithografische Prozesskette. Dabei wurden Silizium Wafer zunächst maskiert und strukturiert. Anschließend erfolgte ein zeitgesteuerter nasschemischer Ätzprozess.

Die Lithografie ermöglicht es, sehr feine Strukturen auf einem Material zu definieren. Beim Ätzen werden ausgewählte Bereiche des Siliziums abgetragen. Die Prozessdauer und weitere Bedingungen müssen präzise kontrolliert werden, damit die vorgesehenen Abmessungen entstehen.

Nach der Strukturierung erhielten die Schlitze eine schwarze Beschichtung. Sie soll störende Reflexionen reduzieren. Unerwünschtes Streulicht könnte das ohnehin schwache Fluoreszenzsignal verfälschen oder überdecken. Die Schwärzung trägt deshalb zur optischen Qualität der gesamten Baugruppe bei.

Wie präzise mussten die Bauteile montiert werden?

Die Herstellung der Schlitze war nur ein Teil der Aufgabe. Das empfindliche Siliziumelement musste anschließend in eine mechanische Halterung eingesetzt werden. Dabei durfte es weder beschädigt noch unzulässig verformt werden.

Die Positionierung musste mit einer Genauigkeit von weniger als fünf Mikrometern erfolgen. Zusätzlich mussten die Schlitze hochparallel zu den Blenden in der Halterung ausgerichtet werden. Für die Ebenheit der Spalte galt eine Vorgabe von weniger als zehn Mikrometern.

Um Stabilität und Präzision zu verbinden, nutzten die Forschenden eine Kombination aus Formschluss, Klemmung und Klebung. Beim Formschluss werden Bauteile durch ihre geometrische Gestaltung in einer definierten Position gehalten. Die Klemmung erzeugt mechanischen Halt, während die Klebung die Verbindung zusätzlich sichert.

Eine solche Konstruktion muss nicht nur unter Laborbedingungen funktionieren. Während eines Raketenstarts wirken starke Vibrationen und Beschleunigungen. Hinzu kommen Temperaturänderungen. Im All herrschen außerdem völlig andere Umgebungsbedingungen als auf der Erde. Die Baugruppe muss ihre exakte Form und Position trotz dieser Belastungen beibehalten.

Faktenbox: Präzision der Optik aus Jena

  • Jeder Schlitz ist 44,15 Millimeter lang.
  • Die Breite beträgt genau 85 Mikrometer.
  • Die zulässige Breitenabweichung liegt bei nur einem Mikrometer.
  • Die Positionierung erfolgte mit weniger als fünf Mikrometern Abweichung.
  • Die Ebenheit der Spalte musste unter zehn Mikrometern bleiben.
  • Die Spiegeloberflächen durften nur eine Rauheit von 0,3 Nanometern rms aufweisen.

Warum sind die Spiegel nahezu atomar glatt?

Neben dem Doppelspalt fertigte das Fraunhofer IOF zwei Spiegel für die Schlitzbaugruppe. Ihre Aufgabe besteht darin, das einfallende Licht gezielt zu den Detektoren der beiden Spektrometerkanäle zu lenken.

Für die Oberflächen galt eine Rauheitsanforderung von nur 0,3 Nanometern rms. Die Abkürzung rms steht für Root Mean Square und beschreibt einen statistischen Mittelwert der Höhenabweichungen einer Oberfläche. Je kleiner dieser Wert ist, desto glatter ist die Oberfläche.

Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter. Laut Fraunhofer entspricht die geforderte Rauheit ungefähr dem Abstand von ein bis zwei Atomen. Diese Größenordnung verdeutlicht, wie weit moderne Präzisionsoptik und Oberflächenbearbeitung reichen.

Eine möglichst glatte Spiegeloberfläche verhindert, dass Licht unkontrolliert gestreut wird. Jede zusätzliche Streuung könnte den Kontrast verringern und die Auswertung der schwachen Fluoreszenzsignale erschweren. Die extrem geringe Rauheit ist daher kein technischer Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für die wissenschaftliche Messqualität.

Welche Vorteile bietet FLEX für die Landwirtschaft?

Die Landwirtschaft steht zunehmend vor der Aufgabe, Erträge zu sichern und gleichzeitig mit knapperem Wasser, häufigeren Hitzeperioden und schwankenden Wetterbedingungen umzugehen. Satellitendaten können dabei helfen, den Zustand großer Anbauflächen regelmäßig und einheitlich zu beobachten.

FLEX könnte Informationen liefern, die klassische Luftbilder und Vegetationskarten ergänzen. Wenn die photosynthetische Aktivität einer Kultur zurückgeht, kann dies auf ungünstige Wachstumsbedingungen hinweisen. Denkbare Ursachen sind Wassermangel, extreme Temperaturen, Nährstoffprobleme, Krankheiten oder eine Kombination mehrerer Faktoren.

Die Fluoreszenzmessung allein verrät jedoch nicht automatisch, welche konkrete Ursache vorliegt. Dafür sind zusätzliche Daten erforderlich. Wetterinformationen, Bodenfeuchte, Pflanzenart, Entwicklungsstadium und Beobachtungen vor Ort müssen in die Bewertung einbezogen werden.

Wie könnte die Pflanzenbeobachtung in der Praxis aussehen?

Ein landwirtschaftlicher Betrieb baut Getreide auf mehreren Flächen an. Während einer heißen und trockenen Phase sehen die Bestände aus der Entfernung noch weitgehend grün aus. FLEX Daten könnten Forschenden Hinweise darauf geben, dass die photosynthetische Aktivität in einem Teil der Region bereits nachlässt.

Werden diese Informationen mit Bodenfeuchtedaten und Wettermodellen verbunden, lässt sich genauer untersuchen, ob Trockenstress wahrscheinlich ist. Für die praktische Bewirtschaftung wären anschließend regionale Messungen oder Feldkontrollen nötig.

Langfristig könnten solche Daten in Frühwarnsysteme, Ertragsmodelle und Bewässerungsstrategien einfließen. Besonders wertvoll wäre die Beobachtung in Regionen, in denen nur wenige Messstationen vorhanden sind oder Felder schwer erreichbar sind.

Welche Vorteile sind für die Landwirtschaft denkbar?

  • Frühere Erkennung von Veränderungen der Pflanzenaktivität
  • Großflächiger Vergleich verschiedener Anbaugebiete
  • Bessere Datengrundlage für Ertragsprognosen
  • Unterstützung bei der Bewertung von Hitze und Trockenstress
  • Verbesserung wissenschaftlicher Modelle zur Bewässerungsplanung
  • Beobachtung der Reaktion verschiedener Kulturpflanzen auf Wetterextreme
  • Ergänzung bestehender Boden, Wetter und Satellitendaten

Wo liegen die Grenzen für landwirtschaftliche Betriebe?

FLEX ist eine wissenschaftliche Erdbeobachtungsmission und kein Diagnosegerät für einzelne Felder oder Pflanzen. Die räumliche Auflösung, die zeitliche Verfügbarkeit der Aufnahmen, Wolken und die Qualität ergänzender Daten beeinflussen die praktische Nutzbarkeit.

Ein auffälliges Fluoreszenzsignal zeigt zunächst eine Veränderung der photosynthetischen Aktivität. Es beweist nicht, ob Wassermangel, Schädlinge, eine Krankheit oder Nährstoffmangel die Ursache sind. Entscheidungen über Pflanzenschutz, Düngung oder Bewässerung sollten deshalb nicht allein auf einem einzelnen Satellitensignal beruhen.

Die größte Stärke liegt in der Verbindung verschiedener Datenquellen. FLEX kann ein wichtiges zusätzliches Puzzleteil liefern, ersetzt aber keine Bodenproben, Wetterstationen, Pflanzenanalysen oder fachliche Kontrollen auf der Fläche.

Aktuelle Angebote (Werbung):

Werbung auf Metaller.de buchen!
Jetzt in Cannabis-Domains investieren!
CSC Connect - Full-Service für Cannabis-Anbauvereinigungen *
20% Rabatt mit dem Code METALLER20 bei Nordicoil.de (ext) *
Dutch Passion Cannabissamen *
Cannabis Akademie Deutschland Kurse *
* = Affiliatelinks

Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Wie kann FLEX bei der Beobachtung von Wäldern helfen?

Wälder reagieren auf Trockenheit, Hitze, Schädlingsbefall und veränderte Niederschlagsmuster. Manche Schäden werden erst sichtbar, wenn Bäume Nadeln oder Blätter verlieren, Kronen ausdünnen oder größere Bestände absterben.

Fluoreszenzdaten könnten Hinweise auf physiologische Veränderungen liefern, bevor starke sichtbare Schäden auftreten. Besonders interessant ist dies bei lang anhaltenden Trockenperioden. Bäume können äußerlich noch intakt erscheinen, während ihre Photosynthese bereits eingeschränkt ist.

Forschende könnten mithilfe von FLEX untersuchen, wie unterschiedliche Waldtypen auf Hitze und Wassermangel reagieren. Mischwälder, Laubwälder, Nadelwälder und bewirtschaftete Forste zeigen möglicherweise unterschiedliche zeitliche Muster. Diese Erkenntnisse können helfen, die Widerstandsfähigkeit verschiedener Waldstrukturen besser zu bewerten.

Auch hier gilt, dass Satellitendaten nicht jede Ursache eindeutig bestimmen. Eine geringere photosynthetische Aktivität kann verschiedene Gründe haben. Für eine belastbare Bewertung müssen Fluoreszenzdaten mit Waldinventuren, Klimadaten, Bodeninformationen und Beobachtungen zum Schädlingsbefall verbunden werden.

Welche Bedeutung hat FLEX für Klima und Ökosysteme?

Pflanzen nehmen während der Photosynthese Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Damit spielen Landökosysteme eine wichtige Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Wie viel Kohlendioxid Wälder, Grasländer, Felder und andere Vegetationsflächen aufnehmen, hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Trockenheit, Hitze, Nährstoffverfügbarkeit, Pflanzenart und Entwicklungsphase beeinflussen die Photosynthese. Bisherige Modelle stützen sich auf Satellitendaten, Messstationen, Klimadaten und Annahmen über das Verhalten verschiedener Ökosysteme. Direkte globale Beobachtungen der Fluoreszenz können diese Modelle verbessern.

Wenn Forschende besser verstehen, wann und wo die photosynthetische Aktivität steigt oder sinkt, können sie den Austausch von Kohlendioxid zwischen Vegetation und Atmosphäre genauer berechnen. Das ist für Klimamodelle relevant, weil bereits vergleichsweise kleine Veränderungen auf großen Flächen erhebliche Auswirkungen auf den Kohlenstoffkreislauf haben können.

Welche Forschungsfragen lassen sich mit FLEX untersuchen?

  • Wie reagieren Wälder auf länger anhaltende Trockenperioden?
  • Wann beginnt Hitzestress die Photosynthese zu beeinträchtigen?
  • Wie schnell erholt sich Vegetation nach Regen?
  • Welche Regionen zeigen besonders starke saisonale Schwankungen?
  • Wie unterscheiden sich natürliche Ökosysteme und landwirtschaftliche Flächen?
  • Wie verändert sich die globale Pflanzenaktivität im Verlauf der Jahre?
  • Wie gut bilden bestehende Klima und Vegetationsmodelle die tatsächliche Aktivität ab?

Die Daten können außerdem bei der Untersuchung extremer Ereignisse helfen. Nach Dürren, Hitzewellen, Bränden oder Überschwemmungen lässt sich beobachten, wie stark die Vegetationsaktivität beeinträchtigt wurde und wie lange die Erholung dauert.

Was unterscheidet FLEX von herkömmlichen Satellitenbildern?

Viele bekannte Erdbeobachtungssatelliten erfassen reflektiertes Sonnenlicht, Wärmestrahlung oder Radarsignale. Aus diesen Messungen lassen sich Vegetationsflächen, Oberflächentemperaturen, Bodenfeuchte, Gewässer, Bebauung und zahlreiche weitere Merkmale ableiten.

FLEX konzentriert sich dagegen auf ein Lichtsignal, das eng mit dem Prozess der Photosynthese verbunden ist. Dadurch entsteht eine neue Beobachtungsebene. Sie beschreibt nicht nur, wo Pflanzen wachsen und wie ihre Oberfläche aussieht, sondern liefert Informationen darüber, wie aktiv sie Energie verarbeiten.

Messmethode Was wird erfasst? Typische Aussage
Optische Satellitenbilder Reflektiertes sichtbares und infrarotes Licht Vegetationsbedeckung, Blattmasse und Oberflächenmerkmale
Thermische Messungen Von der Oberfläche abgegebene Wärmestrahlung Oberflächentemperatur und Hinweise auf Wasserstress
Radar Zurückgeworfene Mikrowellensignale Struktur, Feuchtigkeit und Veränderungen der Oberfläche
FLEX Fluoreszenzmessung Sehr schwaches, von Pflanzen abgegebenes Licht Hinweise auf photosynthetische Aktivität und Stressreaktionen

Die Verfahren stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Ihre Kombination liefert meist die besten Ergebnisse. Beispielsweise kann ein thermischer Sensor eine ungewöhnlich warme Vegetationsfläche erkennen, während FLEX gleichzeitig eine verringerte photosynthetische Aktivität feststellt. Bodenfeuchtedaten und Wetterinformationen helfen anschließend bei der Einordnung.

Welche Rolle spielt Sentinel 3 bei der FLEX Mission?

FLEX ist für den gemeinsamen Einsatz mit der europäischen Sentinel 3 Mission vorgesehen. Sentinel 3 liefert ergänzende Informationen über Land und Meeresoberflächen. Dazu gehören optische Daten und Temperaturmessungen.

Die zeitlich abgestimmte Beobachtung ermöglicht es, Fluoreszenzsignale mit weiteren Eigenschaften der Vegetation und Oberfläche zu verbinden. Das ist wichtig, weil Fluoreszenz nicht isoliert interpretiert werden sollte.

Wenn beispielsweise eine Region eine verminderte Pflanzenaktivität zeigt, können gleichzeitig Oberflächentemperatur, Vegetationsbedeckung und andere spektrale Merkmale untersucht werden. Die Verbindung beider Missionen verbessert damit die wissenschaftliche Aussagekraft.

Wer ist an der Entwicklung von FLEX beteiligt?

FLEX ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt. Auftraggeberin der Mission ist die ESA. Die Doppelspalt Baugruppe wurde vom Fraunhofer IOF im Unterauftrag der OHB System AG entwickelt und gefertigt.

Die Integration des FLORIS Spektrometers und weitere Vorbereitungen wurden von Leonardo S.p.A. und Thales Alenia Space geleitet. An einer Weltraummission dieser Größenordnung wirken zahlreiche weitere Einrichtungen, Unternehmen und wissenschaftliche Gruppen mit.

Das Fraunhofer IOF in Jena ist auf angewandte Forschung in der Photonik spezialisiert. Photonik beschäftigt sich mit der Erzeugung, Kontrolle, Übertragung und Nutzung von Licht. Das Institut entwickelt unter anderem optische und optomechanische Systeme, funktionelle Oberflächen, Mikrooptiken, Lasertechnologien und kundenspezifische Prototypen.

Die für FLEX gefertigten Komponenten zeigen, wie eng Grundlagenwissen, Werkstofftechnik, Lithografie, Beschichtung, Präzisionsmontage und Raumfahrttechnik zusammenarbeiten müssen. Eine scheinbar kleine Schlitzbaugruppe entscheidet mit darüber, ob ein hochkomplexes Messinstrument die gewünschten Daten liefern kann.

Einordnung der beteiligten Partner:

  • ESA: Auftraggeberin und verantwortliche Weltraumorganisation
  • Fraunhofer IOF: Entwicklung und Fertigung des Doppelspalts und zweier Präzisionsspiegel
  • OHB System AG: Auftragspartner für die von Fraunhofer gefertigte Baugruppe
  • Leonardo S.p.A.: Beteiligung an Integration und Missionsvorbereitung
  • Thales Alenia Space: Beteiligung an Integration und Missionsvorbereitung

Welche Grenzen haben die Daten zur Pflanzengesundheit?

Der Begriff Pflanzengesundheit ist im Zusammenhang mit Satellitenmessungen vorsichtig zu verwenden. FLEX kann keine medizinische oder botanische Einzeldiagnose aus dem Weltraum stellen. Das Instrument erfasst Signale größerer Vegetationsflächen und liefert Hinweise auf deren photosynthetische Aktivität.

Eine verringerte Aktivität kann durch Trockenheit, Hitze, Kälte, Nährstoffmangel, Krankheit, Schädlingsbefall oder das natürliche Ende einer Wachstumsphase verursacht werden. Auch Bewölkung, atmosphärische Einflüsse und Eigenschaften der beobachteten Oberfläche können die Messung beeinflussen.

Damit aus Rohdaten belastbare Informationen entstehen, sind Kalibrierung, atmosphärische Korrekturen und wissenschaftliche Modelle erforderlich. Zusätzlich müssen die Satellitendaten mit Messungen an Pflanzen, auf Versuchsflächen und durch Flugzeuge oder Drohnen verglichen werden.

FLEX erweitert damit die verfügbaren Beobachtungsmöglichkeiten, ersetzt aber nicht die Untersuchung vor Ort. Die Mission ist vor allem dafür gedacht, großräumige Muster, zeitliche Entwicklungen und Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Welche medizinischen Grenzen sind zu beachten?

Die FLEX Mission hat keinen medizinischen Einsatzzweck. Aus ihren Daten lassen sich keine Aussagen über die gesundheitliche Wirkung von Pflanzen, Lebensmitteln, Heilpflanzen oder pflanzlichen Inhaltsstoffen auf Menschen ableiten. Pflanzenfluoreszenz beschreibt physikalische und biologische Vorgänge innerhalb der Vegetation.

Auch ein hoher Wert der photosynthetischen Aktivität ist kein Beleg für gesundheitliche Qualität, Schadstofffreiheit oder medizinische Wirksamkeit. Solche Fragen erfordern Laboranalysen, toxikologische Bewertungen und gegebenenfalls klinische Studien.

Welche rechtliche Einordnung gilt für die Nutzung der Daten?

Satellitendaten können landwirtschaftliche und behördliche Entscheidungen unterstützen. Sie ersetzen jedoch nicht automatisch vorgeschriebene Kontrollen, Zulassungsverfahren, Umweltprüfungen oder amtliche Gutachten.

Wer Daten für betriebliche Entscheidungen verwendet, muss ihre räumliche Auflösung, Aktualität, Genauigkeit und vorgesehene Nutzung berücksichtigen. Besonders bei Förderanträgen, Pflanzenschutzmaßnahmen, Versicherungsfällen oder behördlichen Verfahren gelten jeweils eigene rechtliche Anforderungen.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse einer Erdbeobachtungsmission sind daher zunächst eine Informationsgrundlage. Ob und wie sie rechtlich verbindlich eingesetzt werden können, hängt vom konkreten Anwendungsbereich und den geltenden Vorschriften ab.

Welche Vor und Nachteile bietet die Beobachtung aus dem All?

Welche Vorteile hat FLEX?

  • Große Gebiete können nach einheitlichen Kriterien beobachtet werden.
  • Auch schwer zugängliche Regionen lassen sich untersuchen.
  • Zeitliche Veränderungen können regelmäßig dokumentiert werden.
  • Die Fluoreszenz liefert zusätzliche Informationen zur Photosynthese.
  • Globale Daten verbessern Klima und Vegetationsmodelle.
  • Trockenheit und Hitzestress können genauer erforscht werden.
  • Die Daten ergänzen Messungen von Sentinel Satelliten und Bodenstationen.

Welche Nachteile und Einschränkungen bestehen?

  • Wolken und Atmosphäre erschweren optische Messungen.
  • Einzelne Pflanzen können aus dem All nicht diagnostiziert werden.
  • Die Ursache einer Stressreaktion ist nicht immer eindeutig.
  • Die Auswertung erfordert komplexe Modelle und Kalibrierungen.
  • Für lokale Entscheidungen bleiben Kontrollen am Boden notwendig.
  • Zwischen Datenerfassung und nutzbarer Anwendung kann Zeit vergehen.
  • Satellitenmissionen sind technisch aufwendig und kostenintensiv.

Der wissenschaftliche Nutzen ergibt sich deshalb weniger aus einem einzelnen Bild als aus langfristigen Messreihen. Je häufiger und zuverlässiger die gleichen Regionen beobachtet werden, desto besser lassen sich ungewöhnliche Veränderungen von normalen saisonalen Schwankungen unterscheiden.

Was passiert nach dem Start von FLEX?

Nach einem erfolgreichen Start beginnt nicht sofort der reguläre wissenschaftliche Betrieb. Zunächst muss der Satellit seine vorgesehene Umlaufbahn erreichen. Danach werden Systeme aktiviert, geprüft und kalibriert.

Bei der Kalibrierung untersuchen die Teams, ob das Instrument Licht genau so misst, wie es geplant wurde. Dafür werden interne Referenzen, bekannte Messflächen und Vergleichsdaten genutzt. Anschließend folgt die Validierung. Dabei werden die Satellitenergebnisse mit Messungen am Boden oder aus Flugzeugen verglichen.

Dieser Prozess ist für die Fluoreszenzmessung besonders wichtig, weil das Signal so schwach ist. Erst wenn Forschende die Genauigkeit und Unsicherheiten kennen, können die Daten zuverlässig für wissenschaftliche Analysen eingesetzt werden.

Nach Abschluss der Inbetriebnahme sollen globale Karten entstehen. Mit zunehmender Missionsdauer können saisonale Entwicklungen und die Reaktion der Vegetation auf extreme Wetterereignisse ausgewertet werden.

Warum ist die Jenaer Präzisionsoptik so bedeutsam?

Die FLEX Mission zeigt eindrucksvoll, dass globale Umweltbeobachtung von winzigen technischen Details abhängt. Der Satellit soll ganze Kontinente und Ökosysteme untersuchen. Dafür benötigt er jedoch Schlitze, deren Breite nur um einen Mikrometer abweichen darf, und Spiegel mit nahezu atomar glatten Oberflächen.

Die am Fraunhofer IOF entwickelte Technik verbindet Mikrostrukturierung, Präzisionsoptik und robuste Raumfahrtmechanik. Die Baugruppe muss gleichzeitig empfindlich genug für schwache Lichtsignale und stabil genug für einen Raketenstart sein.

Diese Kombination macht die Entwicklung besonders anspruchsvoll. Eine im Labor hervorragend funktionierende Optik wäre wertlos, wenn sie sich durch Vibrationen verschiebt. Umgekehrt hilft eine robuste Konstruktion nicht, wenn ihre optischen Eigenschaften zu ungenau sind. Erst das Zusammenspiel beider Anforderungen ermöglicht die geplante Messung.

Weitere technische Angaben, Bilder und Informationen zur Entwicklung findest du in der Pressemitteilung des Fraunhofer IOF zur FLEX Mission.

Welche Fragen zur FLEX Mission werden häufig gestellt?

Was bedeutet FLEX?

FLEX steht für Fluorescence Explorer. Die ESA Mission soll die durch Sonnenlicht angeregte Fluoreszenz von Pflanzen aus der Erdumlaufbahn messen.

Wann soll FLEX starten?

Der Start ist nach dem veröffentlichten Missionsplan für den 15. September 2026 vorgesehen. Bei Raumfahrtmissionen können technische oder wetterbedingte Änderungen grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Was ist FLORIS?

FLORIS ist das Fluorescence Imaging Spectrometer an Bord von FLEX. Es zerlegt das empfangene Licht in verschiedene Wellenlängenbereiche und soll daraus das sehr schwache Fluoreszenzsignal der Pflanzen bestimmen.

Kann FLEX kranke Pflanzen aus dem All erkennen?

FLEX kann Veränderungen der photosynthetischen Aktivität größerer Vegetationsflächen erkennen. Daraus können sich Hinweise auf Stress ergeben. Eine konkrete Krankheit oder einen bestimmten Schädling kann der Satellit allein jedoch nicht diagnostizieren.

Kann FLEX Trockenstress erkennen?

Trockenheit beeinflusst die Photosynthese und kann sich dadurch im Fluoreszenzsignal zeigen. Für eine verlässliche Bewertung sollten die Messungen mit Bodenfeuchte, Temperatur, Niederschlag und Beobachtungen vor Ort kombiniert werden.

Warum braucht FLORIS zwei Messkanäle?

Ein Kanal liefert besonders hochaufgelöste Informationen zu eng benachbarten Wellenlängen. Der zweite erfasst einen breiteren Teil des Spektrums. Die Kombination ermöglicht eine genauere Trennung und Auswertung der relevanten Lichtsignale.

Wie klein sind die Schlitze der Fraunhofer Baugruppe?

Die beiden Schlitze sind jeweils 44,15 Millimeter lang und genau 85 Mikrometer breit. Die zulässige Abweichung beträgt nur plus oder minus einen Mikrometer.

Warum müssen die Spiegel so glatt sein?

Unebenheiten würden Licht streuen und könnten die Erkennung der schwachen Fluoreszenz erschweren. Die Spiegel besitzen deshalb eine extrem geringe Oberflächenrauheit von 0,3 Nanometern rms.

Ersetzt FLEX Kontrollen auf Feldern und in Wäldern?

Nein. FLEX liefert großräumige wissenschaftliche Informationen. Für konkrete Diagnosen und betriebliche Entscheidungen bleiben Feldkontrollen, Bodenanalysen, lokale Sensoren und fachliche Bewertungen notwendig.

Fazit: Wie verändert FLEX die Beobachtung der Pflanzen?

Mit FLEX beginnt eine neue Phase der globalen Vegetationsbeobachtung. Die Mission soll nicht nur zeigen, wo Pflanzen wachsen, sondern auch, wie aktiv ihre Photosynthese ist. Das schwache Fluoreszenzlicht liefert dafür Informationen, die mit klassischen Satellitenbildern nur indirekt zugänglich sind.

Die optischen Komponenten aus Jena spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Doppelspalt aus Silizium trennt und dosiert das einfallende Licht mit einer Genauigkeit im Mikrometerbereich. Zwei extrem glatte Spiegel lenken es zu den Detektoren. Die gesamte Konstruktion muss präzise messen und gleichzeitig Vibrationen, Beschleunigungen und Temperaturschwankungen überstehen.

Für Landwirtschaft, Waldbeobachtung, Ökosystemforschung und Klimawissenschaft eröffnet FLEX neue Möglichkeiten. Trockenheit, Hitze und andere Belastungen könnten anhand der Reaktion der Photosynthese genauer untersucht werden. Besonders wertvoll ist die Kombination mit Sentinel Daten, Wetterinformationen und Messungen am Boden.

FLEX wird jedoch weder einzelne Pflanzen diagnostizieren noch lokale Fachkontrollen ersetzen. Die Stärke der Mission liegt in der großflächigen und langfristigen Beobachtung. Sie kann sichtbar machen, wann und wo sich die Aktivität der Vegetation verändert und wie Ökosysteme auf Klimaschwankungen und Extremereignisse reagieren.

Damit verbindet die Mission zwei sehr unterschiedliche Maßstäbe. Nahezu atomar glatte Spiegel und mikrometergenaue Schlitze aus Jena sollen dabei helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Pflanzenwelt auf globaler Ebene besser zu verstehen.

Quelle / Infos / Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news876613 und https://www.iof.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2026/FLEX-26.html


Über den Autor:

Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen, News bzw. Pressemeldung

Nach oben scrollen