Interview mit Sven Kalies: Wie funktioniert ein Cannabis Social Club?

Seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes hat sich die deutsche Cannabislandschaft grundlegend verändert. Mit den Anbauvereinigungen ist erstmals ein gesetzlicher Rahmen entstanden, in dem Erwachsene gemeinschaftlich und nicht gewinnorientiert Cannabis anbauen und innerhalb klar definierter Grenzen an Mitglieder weitergeben können. Was auf dem Papier zunächst vergleichsweise einfach klingt, ist in der Praxis allerdings mit umfangreichen rechtlichen, organisatorischen und technischen Anforderungen verbunden.

Sven Kalies von Cantura und Vorstand des Otters CSC Ulm

Interview mit Sven Kalies: Wie funktioniert ein Cannabis Social Club?
Interview mit Sven Kalies: Wie funktioniert ein Cannabis Social Club?

Einer, der diese Entwicklung nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgestaltet, ist Sven Kalies. Er ist Unternehmer, seit 2016 in der Cannabisbranche tätig und Vorstand des Otters CSC Ulm. Der Verein betreibt in Ehingen eine behördlich genehmigte Anbauvereinigung und gehört damit zu den frühen Cannabis Social Clubs in Deutschland, die den Schritt von der Planung in den regulierten Anbaubetrieb geschafft haben.

Kalies bringt dabei Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen der Cannabisbranche mit. Sein beruflicher Einstieg führte ihn zunächst über den legalen CBD-Markt. Mit Cantura beschäftigte er sich unternehmerisch mit CBD-Produkten und der Frage, wie sich Cannabis und Hanf sachlich, seriös und evidenzbasiert vermitteln lassen. Mit der neuen gesetzlichen Möglichkeit zur Gründung von Anbauvereinigungen folgte schließlich der nächste Schritt: der Aufbau eines Cannabis Social Clubs.

Die behördliche Erlaubnis für den Otters CSC Ulm wurde im Dezember 2024 erteilt. Doch genau an diesem Punkt begann ein Teil der Arbeit, der von außen häufig kaum sichtbar ist. Sicherheitskonzepte, Präventionsmaßnahmen, Dokumentationspflichten, Mitgliederverwaltung, Anbauplanung, Klima- und Bewässerungstechnik sowie die Organisation der gesetzlich vorgeschriebenen Abläufe müssen im täglichen Betrieb miteinander funktionieren.

Hinzu kommt eine besondere Herausforderung: Ein Cannabis Social Club kann nicht wie ein gewöhnlicher Händler auf kurzfristige Veränderungen der Nachfrage reagieren. Cannabis muss zunächst angebaut, gepflegt, geerntet, getrocknet und für die Abgabe vorbereitet werden. Technische Probleme, schwankende Erträge oder Verzögerungen im Anbau können deshalb direkte Auswirkungen auf die Versorgung der Mitglieder haben.

Gerade diese praktischen Erfahrungen machen den Blick hinter die Kulissen einer bereits genehmigten Anbauvereinigung interessant. Wie funktioniert ein Cannabis Social Club im tatsächlichen Alltag? Wie lassen sich Mitgliederzahl und Produktionskapazität aufeinander abstimmen? Welche Herausforderungen werden bei der öffentlichen Diskussion über Cannabis Social Clubs häufig unterschätzt? Und wie kann ein Verein gleichzeitig professionell organisiert, wirtschaftlich tragfähig und konsequent nicht gewinnorientiert arbeiten?

Im Interview mit Metaller.de spricht Sven Kalies vom Otters CSC Ulm über seinen Weg in die Cannabisbranche, die Erfahrungen bei der Gründung und Genehmigung des Vereins, die Herausforderungen des gemeinschaftlichen Cannabisanbaus und die Bedeutung von Qualität, Transparenz, Jugendschutz und Prävention. Außerdem erklärt er, warum Cannabis Social Clubs weder Coffeeshops noch klassische Händler sind, welchen Rat er Menschen gibt, die selbst eine Anbauvereinigung gründen möchten, und wie er die Zukunft der Cannabis Social Clubs in Deutschland einschätzt.

Sven Kalies von Cantura und Vorstand des Otters CSC Ulm
Sven Kalies von Cantura und Vorstand des Otters CSC Ulm

Interview mit Sven Kalies von Cantura und Vorstand des Otters CSC Ulm

Bitte stelle dich und den Otters CSC Ulm kurz vor.

Mein Name ist Sven Kalies. Ich bin Unternehmer, seit 2016 in der Cannabisbranche tätig und Vorstand des Otters CSC Ulm. Unser Verein betreibt in Ehingen eine behördlich genehmigte Anbauvereinigung. Wir bauen Cannabis in Ulm gemeinschaftlich und nicht gewinnorientiert für unsere Mitglieder an – unter klaren gesetzlichen Vorgaben und mit einem hohen Anspruch an Qualität, Sicherheit und Transparenz.

Wie bist du zur Cannabisbranche gekommen?

Ich beschäftige mich seit 2016 beruflich intensiv mit Cannabis und Hanf. Mein Einstieg erfolgte zunächst über den legalen CBD-Markt. Dabei habe ich schnell gesehen, wie groß einerseits das Interesse der Menschen und andererseits der Mangel an sachlicher, evidenzbasierter Information ist. Aus dieser Beschäftigung hat sich Schritt für Schritt ein immer tieferes fachliches und unternehmerisches Engagement entwickelt.

Was hat dich motiviert, zunächst Cantura zu gründen und später einen Cannabis Social Club aufzubauen?

Mit Cantura wollten wir hochwertige, seriös entwickelte CBD-Produkte, insbesondere CBD Öle aber auch CBD Pflaster, anbieten und insbesondere Menschen erreichen, die mit der bisherigen Cannabis- und Hanfkommunikation wenig anfangen konnten. Als das Konsumcannabisgesetz die Möglichkeit für Anbauvereinigungen geschaffen hat, war der Aufbau eines Social Clubs für mich die konsequente Weiterentwicklung: ein legaler, kontrollierter und nicht kommerzieller Zugang zu Cannabis für Erwachsene. Gleichzeitig bietet ein Verein die Möglichkeit, Aufklärung, gemeinschaftliche Verantwortung und praktische Qualitätskontrolle miteinander zu verbinden.

Worauf legst du bei deiner Arbeit im Verein besonderen Wert?

Besonders wichtig sind mir Verlässlichkeit, Transparenz und ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis. Unsere Mitglieder sollen nachvollziehen können, wie wir anbauen, wie Beiträge und Abgabemengen zustande kommen und wo es möglicherweise Schwierigkeiten gibt. Gleichzeitig müssen Qualität, Jugendschutz, Prävention, Sicherheit und die gesetzlichen Vorgaben im täglichen Betrieb tatsächlich gelebt werden – nicht nur in Konzepten auf dem Papier.

Welche Ziele verfolgt der Otters CSC Ulm in den kommenden Jahren?

Unser wichtigstes Ziel ist zunächst, den Anbau dauerhaft zu stabilisieren und unsere Mitglieder verlässlich mit gleichbleibend hoher Qualität versorgen zu können. Dabei wollen wir nicht um jeden Preis wachsen, sondern unsere Prozesse, Erntezyklen und Qualitätsstandards belastbar machen. Langfristig möchten wir zeigen, dass eine Anbauvereinigung professionell, wirtschaftlich tragfähig und zugleich konsequent nicht gewinnorientiert arbeiten kann. Außerdem wollen wir unsere Aufklärungs- und Präventionsarbeit weiterentwickeln und gegebenenfalls die Erreichbarkeit der Abgabe für unsere Mitglieder verbessern.

Euer Verein gehört zu den ersten offiziell lizenzierten Cannabis Social Clubs Deutschlands. Wie habt ihr diesen Moment erlebt?

Die Erteilung der Erlaubnis im Dezember 2024 war für uns ein sehr besonderer Moment. Hinter uns lagen Monate intensiver Vorbereitung mit Anträgen, Sicherheits- und Präventionskonzepten, Bauplanung und zahlreichen Abstimmungen. Die Freude und Erleichterung waren entsprechend groß. Gleichzeitig war uns sofort klar: Die Erlaubnis ist nicht das Ende des Projekts, sondern eigentlich erst der Beginn der anspruchsvollen operativen Arbeit.

„Das größte Problem ist die Polarisierung. Cannabis wird entweder grundsätzlich verharmlost oder pauschal verteufelt. Beides hilft nicht weiter. Cannabis ist nicht harmlos, aber die Risiken hängen stark von Alter, Konsumhäufigkeit, Dosierung, THC-Gehalt, individueller Veranlagung und Konsumform ab.“

Welche Herausforderungen bringt der Alltag eines Cannabis Social Clubs mit sich, die Außenstehende oft gar nicht wahrnehmen?

Viele Menschen unterschätzen, wie stark eine Anbauvereinigung reguliert ist und wie komplex der tatsächliche Betrieb ist. Jede Pflanze und jede abgegebene Menge müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Hinzu kommen Sicherheitsanforderungen, Qualitätskontrolle, Mitgliederverwaltung, Energieversorgung und die Organisation der Mitwirkung der Mitglieder.

Gleichzeitig arbeiten wir mit einem biologischen Produkt. Pflanzen halten sich nicht an Finanzpläne oder Abgabetermine. Ein technischer Defekt, ein Problem mit Klima oder Bewässerung oder eine verzögerte Ernte kann sich unmittelbar auf die Versorgung auswirken. Anders als ein Händler können wir fehlende Ware nicht einfach kurzfristig zukaufen.

Wie gelingt der Spagat zwischen hoher Nachfrage und den gesetzlichen Begrenzungen bei Produktion und Abgabe?

Dieser Spagat gelingt nicht immer ohne Einschränkungen. Die Nachfrage kann kurzfristig steigen, während sich die Produktion nur über mehrere Monate anpassen lässt. Deshalb müssen wir unsere Mitgliederzahl, Anbaukapazität und erwarteten Erntemengen sehr sorgfältig aufeinander abstimmen.

Wenn die verfügbaren Mengen zeitweise nicht ausreichen, kommunizieren wir das offen und begrenzen die Abgabe fair, anstatt etwas zu versprechen, das wir nicht halten können. Unser Ziel ist keine maximale Abgabemenge, sondern eine verlässliche und gesetzeskonforme Versorgung innerhalb der tatsächlich vorhandenen Kapazitäten.

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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber


Du engagierst dich seit Jahren für einen evidenzbasierten Umgang mit Cannabis. Wo besteht deiner Meinung nach der größte Aufklärungsbedarf?

Das größte Problem ist die Polarisierung. Cannabis wird entweder grundsätzlich verharmlost oder pauschal verteufelt. Beides hilft nicht weiter. Cannabis ist nicht harmlos, aber die Risiken hängen stark von Alter, Konsumhäufigkeit, Dosierung, THC-Gehalt, individueller Veranlagung und Konsumform ab.

Besonders wichtig ist die Aufklärung über hochpotente Produkte, psychische Risiken, problematische Konsummuster, Wechselwirkungen und die Teilnahme am Straßenverkehr. Erwachsene sollten Entscheidungen auf Grundlage nachvollziehbarer Fakten treffen können. Anbauvereinigungen können dazu beitragen, weil sie ihre Mitglieder direkt erreichen und nicht vom Absatz möglichst großer Mengen abhängig sind.

Welche Erfahrungen aus deiner Zeit als Unternehmer helfen dir heute bei der Führung eines Cannabis Social Clubs?

Mir helfen vor allem die Erfahrung im Aufbau von Organisationen, im Projektmanagement und im Umgang mit begrenzten Ressourcen. Ich bin es gewohnt, Budgets zu planen, Risiken früh zu erkennen, Dienstleister zu koordinieren und auch unter Unsicherheit Entscheidungen zu treffen. Ebenso wichtig ist eine offene Kommunikation, besonders wenn etwas nicht wie geplant funktioniert.

Ein Verein ist allerdings kein klassisches Unternehmen. Wachstum und Umsatz dürfen nicht zum Selbstzweck werden. Unternehmerische Professionalität ist wichtig, muss aber mit dem nicht gewinnorientierten Charakter, der gemeinschaftlichen Mitwirkung und den besonderen gesetzlichen Pflichten einer Anbauvereinigung verbunden werden.

Wie stellst du dir die Zukunft der Cannabis Social Clubs in Deutschland vor?

Ich glaube, dass Anbauvereinigungen eine sinnvolle, kontrollierte und nicht kommerzielle Alternative zum illegalen Markt darstellen können. Dafür brauchen sie jedoch langfristige Rechtssicherheit und Regelungen, die nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Alltag praktikabel sind.

Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Modelle tatsächlich funktionieren. Professionell geführte Vereine können dabei wichtige Erfahrungen zu Prävention, Qualitätssicherung und verantwortungsvoller Abgabe liefern. Entscheidend wird sein, dass die Politik die Entwicklung sachlich anhand realer Ergebnisse bewertet und nicht erneut in ideologische Debatten zurückfällt.

Welches Missverständnis über Cannabis Social Clubs würdest du gerne aus der Welt schaffen?

Ein Cannabis Social Club ist weder ein Coffeeshop noch ein gewöhnlicher Händler. Wir verkaufen nicht öffentlich und dürfen keine Gewinne an Mitglieder oder Vorstände ausschütten. Die Abgabe erfolgt ausschließlich an volljährige Mitglieder, unterliegt gesetzlichen Mengenbegrenzungen und muss umfassend dokumentiert werden. Hinzu kommen Mitwirkungspflichten, Präventionsarbeit und erhebliche Anforderungen an Sicherheit und Kontrolle.

Welchen Rat gibst du Menschen, die selbst einen Cannabis Social Club gründen möchten?

Man sollte den finanziellen, rechtlichen und operativen Aufwand nicht unterschätzen. Eine Satzung und einige interessierte Mitglieder reichen bei Weitem nicht aus. Benötigt werden ein geeigneter Standort, belastbare Finanzierung, Fachwissen im Anbau, Sicherheits- und Präventionskonzepte, eine funktionierende Dokumentation und ein Team, das über einen langen Zeitraum Verantwortung übernimmt.

Mein wichtigster Rat wäre: realistisch und möglichst einfach planen, ausreichend finanzielle Reserven vorhalten und erst dann Mitglieder aufnehmen beziehungsweise Mengen versprechen, wenn die tatsächliche Produktionskapazität belastbar feststeht. Zu schnelles Wachstum kann einen jungen Verein erheblich destabilisieren.

Welche Projekte stehen beim Otters CSC Ulm als Nächstes an?

Aktuell liegt unser Schwerpunkt auf der Erweiterung und Stabilisierung unserer Anbaukapazitäten. Dazu gehören die Inbetriebnahme zusätzlicher Blühkammern, die neue Klima- und Kühltechnik sowie der weitere Aufbau unseres Mutterpflanzenbereichs. Gleichzeitig konzentrieren wir uns zunächst auf eine überschaubare Zahl von Sorten, damit wir Anbau, Qualität und Erntezyklen zuverlässig beherrschen.

Daneben verbessern wir unsere Abläufe bei Dokumentation, Mitgliederabgabe und Mitwirkung kontinuierlich weiter. Perspektivisch prüfen wir außerdem, wie wir die Abgabe für unsere Mitglieder besser erreichbar gestalten können. Entscheidend ist aber, dass wir jeden nächsten Schritt erst dann gehen, wenn der bestehende Betrieb stabil funktioniert.

Vielen Dank, Sven, dass du dir die Zeit für das Interview genommen und uns einen so ausführlichen Einblick in deine Arbeit, den Otters CSC Ulm und den praktischen Alltag einer Anbauvereinigung gegeben hast. Wir wünschen dir und dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung des Vereins und für die kommenden Projekte.

Otters CSC Ulm
Otters CSC Ulm

Fazit: Cannabis Social Clubs zwischen Anspruch und Praxis

Das Interview mit Sven Kalies zeigt vor allem eines: Hinter einem Cannabis Social Club steckt deutlich mehr Arbeit, Verantwortung und Organisation, als der Begriff zunächst vermuten lässt. Eine genehmigte Anbauvereinigung muss nicht nur Cannabis anbauen, sondern zahlreiche gesetzliche, technische und organisatorische Anforderungen dauerhaft miteinander verbinden.

Besonders interessant ist dabei der Einblick in den tatsächlichen Betrieb des Otters CSC Ulm. Mit der behördlichen Erlaubnis ist die Arbeit keineswegs abgeschlossen. Vielmehr beginnt anschließend die Herausforderung, Anbaukapazitäten, Mitgliederzahlen, Erntezyklen, Dokumentation, Sicherheit, Prävention und Qualitätsstandards zuverlässig aufeinander abzustimmen. Da Cannabis ein biologisches Produkt ist und Ernten nicht kurzfristig beschleunigt werden können, lässt sich die Versorgung zudem nicht wie bei einem klassischen Handelsunternehmen planen.

Deutlich wird auch, dass professionelle Strukturen und der nicht gewinnorientierte Charakter einer Anbauvereinigung kein Widerspruch sein müssen. Gerade Erfahrungen aus Unternehmensführung, Projektmanagement und Risikoplanung können dabei helfen, einen Verein langfristig stabil aufzustellen. Gleichzeitig bleiben die gemeinschaftliche Organisation, die gesetzlichen Vorgaben und der verantwortungsvolle Umgang mit Cannabis zentrale Bestandteile des Modells.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Interviews ist die Aufklärung. Sven Kalies spricht sich gegen eine pauschale Verharmlosung ebenso aus wie gegen eine grundsätzliche Verteufelung von Cannabis. Stattdessen steht ein evidenzbasierter Umgang im Mittelpunkt, bei dem Risiken differenziert betrachtet und Mitglieder über verantwortungsvollen Konsum, Prävention und mögliche Gefahren informiert werden.

Wie erfolgreich sich Cannabis Social Clubs langfristig in Deutschland etablieren können, wird wesentlich davon abhängen, wie praktikabel die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Alltag sind und welche Erfahrungen die bereits genehmigten Anbauvereinigungen sammeln. Vereine wie der Otters CSC Ulm gehören deshalb zu den interessanten Praxisbeispielen dieser noch jungen Entwicklung.

Das Interview macht deutlich, dass Cannabis Social Clubs eine kontrollierte und gemeinschaftlich organisierte Möglichkeit des Cannabisanbaus darstellen können, gleichzeitig aber hohe Anforderungen an alle Beteiligten stellen. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Strukturen sich bewähren und welchen dauerhaften Platz Anbauvereinigungen innerhalb der deutschen Cannabislandschaft einnehmen werden.

Quellen / Infos / Fotos: Sven Kalies von Cantura und Vorstand des Otters CSC Ulm

Redaktioneller Hinweis: Die in diesem Interview geäußerten Meinungen, Einschätzungen und Aussagen stammen ausschließlich vom Interviewpartner und spiegeln nicht zwangsläufig die Auffassung der Redaktion von Metaller.de wider. Das Interview dient der Information und dem Austausch unterschiedlicher Sichtweisen innerhalb der Cannabis-, Hanf- und CBD-Branche.

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Für die Interviewreihe auf Metaller.de suche ich weiterhin interessante Gesprächspartner aus der Hanf- und Cannabisbranche – darunter Unternehmen, Cannabis Social Clubs, Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Wissenschaftler sowie engagierte Persönlichkeiten aus der Community.

Ziel der Interviewreihe ist es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, Wissen zu vermitteln und Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Cannabis und Hanf beschäftigen.

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Über den Autor:
Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Bild-, Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber
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