Bäume und Sträucher können landwirtschaftliche Flächen deutlich widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit machen. Sie verbessern das Mikroklima, schützen Böden vor Austrocknung und Erosion, fördern die Artenvielfalt und eröffnen Landwirten zusätzliche Einkommensquellen. Genau an diesen Möglichkeiten forscht derzeit die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Wie können Bäume und Sträucher die Landwirtschaft vor steigender Hitze schützen?
Die Landwirtschaft steht unter enormem Druck. Hitzewellen, langanhaltende Trockenphasen und Extremwetterereignisse treten immer häufiger auf und stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen. Besonders in Regionen mit weitläufigen Ackerflächen trocknen Böden schneller aus, Erträge sinken und das Risiko wirtschaftlicher Schäden steigt erheblich.
Eine vielversprechende Lösung könnte ausgerechnet in einer traditionellen Bewirtschaftungsform liegen, die über Jahrzehnte vielerorts verschwunden ist. Die Kombination von Ackerbau mit Bäumen und Sträuchern, besser bekannt als Agroforstwirtschaft, erlebt derzeit eine Renaissance. Forschende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde entwickeln gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben Konzepte, die den Einstieg in Agroforstsysteme einfacher und wirtschaftlich attraktiver machen sollen.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt dieses Vorhaben mit rund 295.000 Euro. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zu entwickeln, damit Landwirtschaftsbetriebe besser auf die Folgen des Klimawandels reagieren können.
| Vorteil von Agroforst | Nutzen für die Landwirtschaft |
|---|---|
| Kühleres Mikroklima | Reduziert Hitzestress für Pflanzen und Böden |
| Wasserspeicherung | Verbessert die Bodenfeuchtigkeit während Trockenperioden |
| Windschutz | Verringert Bodenerosion und schützt junge Pflanzen |
| Mehr Biodiversität | Fördert Insekten, Vögel und weitere Nützlinge |
| Zusätzliche Erträge | Walnüsse, Esskastanien, Maulbeerblätter und später hochwertiges Holz |
| Langfristige Klimaanpassung | Erhöht die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe |
- Die Hochschule Eberswalde erforscht moderne Agroforstsysteme.
- Gefördert wird das Projekt mit rund 295.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
- Bäume und Sträucher können Hitze, Trockenheit und Bodenerosion verringern.
- Zusätzlich profitieren Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit.
- Das Projekt entwickelt praxisnahe Empfehlungen für landwirtschaftliche Betriebe.
Warum wird Hitze für die Landwirtschaft immer mehr zum Problem?
Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich in vielen Regionen Europas bereits deutlich bemerkbar. Heiße Sommer, längere Trockenperioden und Wetterextreme stellen Landwirte vor immer größere Herausforderungen. Während früher einzelne Dürrejahre als Ausnahme galten, häufen sich inzwischen Jahre mit außergewöhnlich hohen Temperaturen.
Vor allem Ackerflächen reagieren empfindlich auf anhaltende Hitze. Trockene Böden speichern weniger Wasser, Pflanzen geraten schneller unter Stress und die Erträge können erheblich sinken. Gleichzeitig steigen die Bewässerungskosten, sofern überhaupt ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Landwirtschaftliche Betriebe benötigen praktikable Lösungen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich funktionieren.
Welche Folgen hat extreme Hitze auf Feldern?
Hohe Temperaturen wirken sich auf zahlreiche Bereiche der Landwirtschaft gleichzeitig aus.
- Der Boden trocknet schneller aus.
- Wasser verdunstet deutlich stärker.
- Pflanzen leiden unter Hitzestress.
- Erträge können sinken.
- Wind trägt trockene Bodenpartikel leichter ab.
- Die Bodenqualität verschlechtert sich langfristig.
Gerade großflächige, offene Agrarlandschaften ohne Hecken oder Baumreihen sind von diesen Problemen besonders betroffen.
Die Landwirtschaft produziert die Grundlage unserer Lebensmittelversorgung. Jeder Verlust an Bodenqualität oder Ertrag betrifft langfristig nicht nur einzelne Betriebe, sondern die gesamte Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
Was ist Agroforstwirtschaft?
Unter Agroforst versteht man die gezielte Kombination von landwirtschaftlichen Nutzflächen mit Bäumen oder Sträuchern. Beide Systeme werden gemeinsam geplant und bewirtschaftet. Dadurch entstehen zahlreiche Wechselwirkungen, die sowohl den Pflanzen als auch dem Boden zugutekommen.
Eigentlich handelt es sich dabei keineswegs um eine neue Idee. Über viele Generationen gehörten Hecken, Feldgehölze und Baumreihen selbstverständlich zur Kulturlandschaft. Erst die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft führte dazu, dass viele dieser Strukturen entfernt wurden.
Dieser Prozess wird häufig als Ausräumung der Landschaft bezeichnet. Ziel war es, größere zusammenhängende Felder effizienter bewirtschaften zu können. Gleichzeitig gingen jedoch zahlreiche ökologische Funktionen verloren.
Warum erlebt Agroforst heute ein Comeback?
Mit den zunehmenden Folgen des Klimawandels rücken die Vorteile strukturreicher Landschaften wieder stärker in den Fokus. Forschende untersuchen inzwischen intensiv, wie sich traditionelle Elemente mit moderner Landwirtschaft verbinden lassen.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde an. Gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben werden verschiedene Baumarten, Pflanzabstände und Anbausysteme untersucht, um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt stellt außerdem die Informationsplattform idw-online bereit.
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde entwickelt gemeinsam mit Praxisbetrieben moderne Agroforstsysteme. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Bedeutung
Die Forschung soll Landwirten helfen, ihre Betriebe besser gegen Hitze, Trockenheit und Extremwetter aufzustellen.
Einordnung
Besonders für Regionen mit großen Ackerflächen und zunehmender Dürre können die Ergebnisse künftig eine wichtige Orientierung für Investitionen und Bewirtschaftung sein.
Wie verbessern Bäume das Mikroklima auf landwirtschaftlichen Flächen?
Eine der wichtigsten Eigenschaften von Bäumen besteht darin, dass sie ihre Umgebung aktiv beeinflussen. Über ihre Blätter verdunsten sie Wasser und sorgen dadurch für natürliche Kühlung. Gleichzeitig spenden sie Schatten und reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden.
Dadurch entstehen lokal deutlich angenehmere Bedingungen für Pflanzen und Bodenorganismen. Die Verdunstung nimmt ab, die Bodenfeuchtigkeit bleibt länger erhalten und extreme Temperaturschwankungen werden abgeschwächt.
Neben diesem Kühleffekt übernehmen Baumreihen eine weitere wichtige Aufgabe. Sie bremsen den Wind und verhindern, dass wertvolle Bodenbestandteile verweht werden. Gleichzeitig stabilisieren ihre Wurzeln den Boden und verbessern langfristig dessen Struktur.
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Welche Baumarten eignen sich besonders für Agroforstsysteme?
Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Agroforstwirtschaft ist die Auswahl geeigneter Baumarten. Nicht jeder Baum passt zu jedem Standort oder jeder Kulturpflanze. Deshalb untersucht das Forschungsprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde verschiedene Gehölzarten, die sowohl ökologische Vorteile als auch wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Im Mittelpunkt stehen Baumarten, die an das mitteleuropäische Klima angepasst sind und langfristig zusätzliche Einnahmequellen eröffnen. Dadurch soll der Einstieg in Agroforstsysteme wirtschaftlich attraktiver werden.
Warum wurden Walnuss, Esskastanie und Maulbeere ausgewählt?
Die Forschenden setzen unter anderem auf Walnussbäume, Esskastanien und Maulbeerbäume. Diese Arten besitzen mehrere Eigenschaften, die sie für moderne Agroforstsysteme besonders interessant machen.
| Baumart | Ökologischer Nutzen | Wirtschaftlicher Nutzen |
|---|---|---|
| Walnuss | Schatten, Bodenverbesserung, Lebensraum für Tiere | Ernte hochwertiger Walnüsse und später Wertholz |
| Esskastanie | Verbesserung des Mikroklimas | Vermarktung essbarer Kastanien |
| Maulbeere | Fördert Biodiversität und Insekten | Proteinreiche Blätter als Tierfutter |
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass selbst nach vielen Jahrzehnten hochwertiges Holz genutzt werden kann. Damit entstehen zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven, die klassische Ackerkulturen allein oft nicht bieten.
- Erzeugung hochwertiger Lebensmittel
- Zusätzliche Einnahmequellen für Betriebe
- Natürlicher Windschutz
- Verbesserung des Mikroklimas
- Langfristige Holzproduktion
- Förderung der Artenvielfalt
Warum profitieren Böden von Bäumen und Sträuchern?
Gesunde Böden sind eine der wichtigsten Grundlagen jeder landwirtschaftlichen Produktion. Sie speichern Wasser, versorgen Pflanzen mit Nährstoffen und bieten unzähligen Bodenorganismen einen Lebensraum. Werden Böden jedoch über längere Zeit großer Hitze und Trockenheit ausgesetzt, verlieren sie zunehmend ihre Leistungsfähigkeit.
Hier entfalten Gehölze ihre besondere Stärke. Ihre tiefreichenden Wurzeln lockern den Boden, verbessern dessen Struktur und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit. Gleichzeitig schützen Baumreihen den Boden vor starker Sonneneinstrahlung und vermindern die Verdunstung.
Wie schützen Bäume vor Bodenerosion?
Starke Winde können insbesondere auf offenen Feldern wertvolle Oberböden abtragen. Dieser Verlust betrifft vor allem die humusreiche Schicht, die für hohe Erträge entscheidend ist.
Bäume und Sträucher wirken als natürliche Windbarrieren. Sie verlangsamen die Luftströmung erheblich und verhindern dadurch, dass feine Bodenpartikel weggeweht werden. Gleichzeitig stabilisieren ihre Wurzeln den Boden dauerhaft.
Davon profitieren sowohl die Bodenfruchtbarkeit als auch die langfristige Ertragsfähigkeit landwirtschaftlicher Flächen.
Welche Vorteile bringt Agroforst für die Artenvielfalt?
In den vergangenen Jahrzehnten verschwanden vielerorts Hecken, Feldgehölze und Baumreihen aus der Agrarlandschaft. Dadurch gingen zahlreiche Lebensräume für Tiere verloren. Besonders Insekten, Vögel und viele Kleinsäuger leiden unter strukturarmen Landschaften.
Agroforstsysteme schaffen neue Lebensräume und verbinden unterschiedliche Ökosysteme miteinander. Dadurch entstehen sogenannte Trittsteinbiotope, die vielen Tierarten das Überleben erleichtern.
Welche Tiere profitieren besonders?
- Wildbienen
- Hummeln
- Schmetterlinge
- Marienkäfer
- Singvögel
- Greifvögel
- Fledermäuse
- Kleinsäuger
Viele dieser Arten übernehmen gleichzeitig wichtige Aufgaben in der Landwirtschaft. Sie bestäuben Kulturpflanzen oder regulieren Schädlinge auf natürliche Weise.
Eine Feldhecke bietet nicht nur Schutz für Vögel. Sie dient gleichzeitig Wildbienen als Nistplatz, reduziert den Wind auf angrenzenden Feldern und verbessert durch ihre Beschattung das lokale Mikroklima. Mehrere positive Effekte greifen somit ineinander.
Wie läuft das Forschungsprojekt der Hochschule Eberswalde ab?
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde arbeitet gemeinsam mit drei landwirtschaftlichen Betrieben in Brandenburg und Sachsen Anhalt. Dort werden verschiedene Agroforstsysteme praktisch umgesetzt und wissenschaftlich begleitet.
Insgesamt werden rund 650 Bäume gepflanzt. Ziel ist es, Erfahrungen unter realen Bedingungen zu sammeln und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für weitere Betriebe abzuleiten.
Welche Fragen sollen beantwortet werden?
Die Forschenden beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Themen:
- Welche Baumarten eignen sich für unterschiedliche Regionen?
- Welche Pflanzabstände sind sinnvoll?
- Wie beeinflussen Baumreihen Erträge?
- Welche wirtschaftlichen Vorteile entstehen langfristig?
- Wie lassen sich Agroforstsysteme möglichst einfach in bestehende Betriebe integrieren?
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend in Form leicht verständlicher Leitfäden, wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Erklärvideos veröffentlicht werden. Ziel ist es, möglichst viele Landwirte bei der Einführung solcher Systeme zu unterstützen.
Warum spielt Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle?
Neue Anbaumethoden können sich nur dann dauerhaft durchsetzen, wenn sie für landwirtschaftliche Betriebe wirtschaftlich tragfähig sind. Genau deshalb berücksichtigt das Forschungsprojekt neben ökologischen Vorteilen ausdrücklich auch finanzielle Aspekte.
Während Bäume zunächst Investitionen erfordern, entstehen langfristig zusätzliche Einnahmequellen durch Nüsse, Kastanien, Tierfutter oder Wertholz. Gleichzeitig können stabilere Erträge und geringere Schäden durch Trockenheit wirtschaftliche Risiken reduzieren.
Dadurch entwickelt sich Agroforst zunehmend von einer rein ökologischen Idee zu einem möglichen Geschäftsmodell für klimaangepasste Landwirtschaft.
Landwirtschaftliche Betriebe stehen unter wirtschaftlichem Druck. Lösungen zum Klimaschutz müssen deshalb nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch finanziell tragfähig sein. Genau hier setzt das Forschungsprojekt mit seinen praxisnahen Empfehlungen an.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Agroforstwirtschaft?
So vielversprechend Agroforstsysteme auch sind, sie lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Bäume wachsen über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Deshalb müssen Planung, Finanzierung und Bewirtschaftung langfristig gedacht werden.
Außerdem unterscheiden sich Böden, Klima und landwirtschaftliche Kulturen regional erheblich. Ein Agroforstsystem, das in Brandenburg hervorragend funktioniert, muss nicht automatisch auch in Bayern oder Schleswig Holstein dieselben Ergebnisse liefern. Daher sind standortbezogene Anpassungen unverzichtbar.
Welche Hürden müssen Betriebe überwinden?
- Anfangsinvestitionen für Pflanzung und Pflege
- Langfristige Planung über viele Jahre
- Anpassung bestehender Maschinen und Arbeitsabläufe
- Auswahl geeigneter Baumarten
- Kenntnisse über Pflege und Bewirtschaftung
- Geduld bis zur wirtschaftlichen Nutzung der Gehölze
Genau an diesen Punkten setzt das Forschungsprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde an. Ziel ist es, möglichst einfach umsetzbare Empfehlungen zu entwickeln, damit Landwirte den Einstieg ohne unnötige Risiken bewältigen können.
- Sorgfältige Standortanalyse
- Passende Baumarten auswählen
- Langfristige Planung
- Regelmäßige Pflege der Gehölze
- Integration in bestehende Betriebsabläufe
- Wirtschaftliche Nutzung mitdenken
Welche Bedeutung hat Agroforst für den Klimawandel?
Die Folgen des Klimawandels werden die Landwirtschaft auch in den kommenden Jahrzehnten stark beschäftigen. Hitzewellen, Starkregen, Trockenperioden und Wetterextreme nehmen nach Einschätzung vieler Forschender zu. Deshalb gewinnt die Anpassung der Landwirtschaft immer stärker an Bedeutung.
Agroforstsysteme gelten als ein wichtiger Baustein einer klimaangepassten Landwirtschaft. Sie können die Widerstandsfähigkeit von Böden erhöhen, Wasser besser im Landschaftshaushalt halten und gleichzeitig Lebensräume für zahlreiche Tierarten schaffen.
Darüber hinaus speichern Bäume Kohlenstoff in Holz, Wurzeln und Böden. Dadurch leisten sie zusätzlich einen Beitrag zum Klimaschutz, auch wenn ihr Hauptnutzen im vorliegenden Projekt auf der Anpassung an den Klimawandel liegt.
Warum sind langfristige Lösungen so wichtig?
Ein einzelner trockener Sommer kann bereits erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Treten solche Ereignisse häufiger auf, geraten viele Betriebe unter Druck. Deshalb sind Strategien gefragt, die nicht nur kurzfristig helfen, sondern über Jahrzehnte wirken.
Genau diese langfristige Perspektive zeichnet Agroforstsysteme aus. Einmal etablierte Baumreihen begleiten landwirtschaftliche Flächen über Generationen hinweg und entfalten ihren Nutzen oft mit zunehmendem Alter.
Für wen sind die Forschungsergebnisse besonders interessant?
Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt richten sich nicht ausschließlich an landwirtschaftliche Betriebe. Auch zahlreiche andere Akteure können von den Ergebnissen profitieren.
- Landwirte
- Obst und Ackerbaubetriebe
- Forstbetriebe
- Beratungsstellen
- Landwirtschaftsschulen
- Kommunen
- Naturschutzorganisationen
- Politische Entscheidungsträger
- Studierende der Agrarwissenschaften
Die Forschenden möchten ihre Ergebnisse deshalb möglichst praxisnah vermitteln. Geplant sind Leitfäden, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Erklärvideos sowie weitere Feldtage, auf denen Interessierte Agroforstsysteme direkt vor Ort kennenlernen können.
Wie ist das Forschungsprojekt rechtlich und fachlich einzuordnen?
Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein wissenschaftliches Forschungsprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert wird. Ziel ist die Entwicklung praxistauglicher Empfehlungen für eine klimaangepasste Landwirtschaft.
Die vorgestellten Vorteile beruhen auf wissenschaftlichen Untersuchungen und den Erwartungen des Projekts. Wie stark einzelne Effekte tatsächlich ausfallen, hängt unter anderem von Standort, Boden, Niederschlag, Baumarten und Bewirtschaftung ab.
Agroforst stellt daher keine Universallösung dar, sondern einen wichtigen Baustein innerhalb einer nachhaltigen und klimaresilienten Landwirtschaft.
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erforscht gemeinsam mit Praxisbetrieben moderne Agroforstsysteme. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit rund 295.000 Euro gefördert.
Bedeutung
Die Forschung soll zeigen, wie Bäume und Sträucher landwirtschaftliche Flächen widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Bodenerosion machen können.
Einordnung
Mit zunehmenden Wetterextremen wächst der Bedarf an praxistauglichen Anpassungsstrategien. Agroforst könnte künftig eine deutlich größere Rolle in der europäischen Landwirtschaft spielen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Agroforstwirtschaft
Was ist Agroforstwirtschaft?
Agroforstwirtschaft kombiniert Ackerbau oder Tierhaltung gezielt mit Bäumen und Sträuchern auf derselben landwirtschaftlichen Fläche.
Welche Vorteile bieten Bäume auf Feldern?
Sie verbessern das Mikroklima, speichern Wasser, reduzieren Wind, schützen den Boden, fördern die Artenvielfalt und können zusätzliche Einnahmen ermöglichen.
Welche Baumarten eignen sich besonders?
Im aktuellen Forschungsprojekt werden unter anderem Walnuss, Esskastanie und Maulbeere untersucht, weil sie sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bieten.
Warum ist Biodiversität wichtig?
Eine hohe Artenvielfalt unterstützt natürliche Bestäubung, fördert Nützlinge und erhöht die Stabilität landwirtschaftlicher Ökosysteme.
Kann Agroforst den Klimawandel stoppen?
Nein. Agroforst kann den Klimawandel nicht allein verhindern. Das System kann jedoch helfen, landwirtschaftliche Betriebe besser an die Folgen steigender Temperaturen und zunehmender Wetterextreme anzupassen.
Zusammenfassung
Die zunehmenden Hitzewellen und Trockenperioden stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Das Forschungsprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde zeigt, dass Agroforstsysteme ein vielversprechender Ansatz sein können, um Böden besser zu schützen, das Mikroklima zu verbessern und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern.
Durch die Kombination von Ackerbau mit Bäumen und Sträuchern entstehen langfristig widerstandsfähigere Agrarlandschaften. Gleichzeitig eröffnen wirtschaftlich nutzbare Baumarten zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe. Auch wenn Agroforst keine alleinige Lösung für alle Folgen des Klimawandels darstellt, sprechen viele wissenschaftliche Erkenntnisse dafür, dass diese Form der Landnutzung künftig eine deutlich wichtigere Rolle spielen wird.
Quelle / Infos / Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news874435
Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber
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