Internationaler Austausch zur Regulierung von Cannabis

18.11.2024 – In Berlin findet heute und morgen ein hochrangiger internationaler Austausch zu Cannabisregulierungen für nicht-medizinische Zwecke statt.

Internationaler Austausch zur Regulierung von Cannabis: Bundesregierung setzt auf moderne Drogenpolitik

Internationaler Austausch zur Regulierung von Cannabis
Internationaler Austausch zur Regulierung von Cannabis

Auf Einladung des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert, treffen sich Delegationen aus mehreren europäischen Ländern sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, erste Erfahrungen bei der Cannabisregulierung zu teilen und neue Ansätze zur Prävention und Evidenzbasierung zu diskutieren.

Blienert: „Wir werden die mit dem weltweit steigenden Konsum von Cannabis verbundenen Gesundheitsrisiken und die Gefahren der organisierten Drogenkriminalität nur mit modernen drogenpolitischen Ansätzen und nur im Verbund mit gleichgesinnten Staaten bewältigen können.“

Hintergrund: Der steigende Cannabis-Konsum erfordert neue Ansätze

Cannabis zählt seit Jahrzehnten zu den weltweit am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen. Trotz strikter Prohibition und strafrechtlicher Verfolgung hat der Konsum in Europa und weltweit zugenommen. Besonders besorgniserregend sind die steigenden THC-Gehalte, die mit erhöhten Gesundheitsrisiken einhergehen. Laut Burkhard Blienert musste die bisherige Drogenpolitik überdacht werden, um diesen Entwicklungen wirksam entgegenzutreten.

Ein neues Kapitel in der Drogenpolitik

Mit dem kürzlich verabschiedeten Konsumcannabisgesetz in Deutschland wurde ein erster Schritt zur Entkriminalisierung des Eigenanbaus und zur Einführung eines regulierten Marktes unternommen. Ziel ist es, Gesundheitsrisiken zu minimieren und den Schwarzmarkt nachhaltig einzudämmen. Deutschland betritt damit Neuland und setzt auf einen evidenzbasierten Ansatz, der durch internationale Kooperation gestützt wird.

Internationaler Austausch: Erfahrungen und Perspektiven

Delegationen aus Luxemburg, Malta, den Niederlanden, der Schweiz, Tschechien und Deutschland sowie Expertinnen und Experten der Europäischen Drogenagentur (EUDA) kommen in Berlin zusammen. Dieses Treffen reiht sich in eine Serie von Konsultationen ein, die 2022 in Luxemburg und 2023 in Malta begannen. Ziel der Treffen ist es, Erfahrungen bei der Regulierung von Cannabis zu teilen und voneinander zu lernen.

Prävention und Evidenz im Fokus

Der Austausch konzentriert sich auf zwei zentrale Themen: die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen und die Sammlung wissenschaftlich fundierter Daten. Diese sollen dazu beitragen, den Cannabiskonsum besser zu verstehen und regulierte Märkte erfolgreich zu gestalten. Blienert betont die Wichtigkeit von Aufklärungskampagnen, die auf die Risiken des Konsums hinweisen, sowie den Aufbau eines stabilen Präventions- und Beratungssystems.


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Über den Autor: Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber

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Gemeinsame Ziele der beteiligten Staaten

Die teilnehmenden Länder einigen sich darauf, ihre Zusammenarbeit in den kommenden Jahren fortzusetzen. Ein zentraler Aspekt ist der Austausch von Daten zu Konsummustern, Markttrends und politischen Entwicklungen. Durch diese Transparenz soll eine wissensbasierte Regulierung ermöglicht werden, die flexibel auf neue Herausforderungen reagieren kann.

Innovative Präventions- und Behandlungsansätze

Die Entwicklung neuer Präventions- und Behandlungsansätze bildet einen weiteren Schwerpunkt der Zusammenarbeit. Ziel ist es, vor allem junge Menschen besser über die Gefahren des Cannabiskonsums aufzuklären und ihnen frühzeitig Unterstützung anzubieten. Gleichzeitig soll der Zugang zu Behandlungsangeboten für Betroffene erleichtert werden.

Politische Transparenz und Kooperation

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vereinbaren zudem, ihre politischen Planungen im Bereich Cannabis regelmäßig zu teilen. Dies soll sicherstellen, dass Entscheidungen auf einer breiten Wissensbasis getroffen werden und voneinander gelernt werden kann. Die internationale Zusammenarbeit wird somit zu einem zentralen Baustein für die Weiterentwicklung der Cannabisregulierung.

Blienert: „Wir betreten Neuland“

Burkhard Blienert betont die Bedeutung des Austauschs mit anderen Ländern, um den Weg der Cannabisregulierung erfolgreich zu gestalten. Er unterstreicht, dass es entscheidend sei, alle Schritte umfassend zu evaluieren und auf Basis von Daten und Erfahrungen fortlaufend anzupassen. „Wir betreten Neuland“, so Blienert, „und genau deshalb ist dieser enge Dialog mit unseren europäischen Partnern so wichtig.“

Ausblick: Ein gemeinsames europäisches Ziel

Die Bundesregierung sieht in der internationalen Zusammenarbeit einen Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Cannabisregulierung. Ziel ist es, gemeinsam mit gleichgesinnten Staaten moderne drogenpolitische Ansätze zu entwickeln, die sowohl Gesundheitsrisiken minimieren als auch die organisierte Drogenkriminalität bekämpfen.

Fazit: Ein neuer Weg in der europäischen Drogenpolitik

Der internationale ministerielle Austausch zu Cannabis in Berlin markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung moderner Drogenpolitiken. Durch evidenzbasierte Prävention, verstärkte Aufklärung und die Zusammenarbeit mit anderen Staaten möchte Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen. Der enge Dialog und die geteilten Erfahrungen bieten eine solide Grundlage, um die Herausforderungen der Cannabisregulierung erfolgreich zu meistern.

Quelle / Infos: https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/presse/detail/internationaler-ministerieller-austausch-zu-cannabis-zu-nicht-medizinischen-zwecken/

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung

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