Lebensmittel langfristig zur Selbstversorgung haltbar machen

Um Lebensmittel langfristig haltbar zu machen, die eigenständig im Rahmen einer Selbstversorgung angebaut wurden, stehen diverse Techniken zur Auswahl.

Krisenvorsorge: Einkochen von Lebensmitteln

Selbstversorger / Selbstversorgung: qualitativ hochwertige Lebensmitteln
Lebensmittel langfristig zur Selbstversorgung haltbar machen

Natürlich schmeckt Obst oder Gemüse frisch am besten. Doch damit auch in den Wintermonaten nicht auf den Verzehr dieser Lebensmittel verzichtet werden muss, kann auf das Einkochen als effiziente Konservierungsmethode zurückgegriffen werden. Hierbei wird das Obst oder Gemüse in ein Einweckglas gegeben, das mit einem Gummiring zur besseren Dichtung am Deckel ausgestattet ist. Danach wird das Glas mit etwas Wasser gefüllt und in einem Wasserbad erhitzt. Die jeweilige Kochdauer ist abhängig von der Art des Einkochguts.

Nach dem Kochen werden die Gläser aus dem Wasserbad herausgenommen und abgestellt, damit sie sich abkühlen. Durch die Abkühlphase zieht sich die Luft in dem Glas wieder zusammen, wodurch ein Unterdruck entsteht, der dafür sorgt, dass keine Luft von außen in das Behältnis gelangt. Ebenfalls verwendbar beim Einkochen sind sogenannte Twist-Off-Gläser, in die die erhitzten Lebensmittel direkt eingefüllt werden. Anschließend werden die Gläser fest verschlossen und für eine kurze Zeitspanne auf den Kopf gestellt. Zu empfehlen ist, dass die Einmachgläser an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden.



Säfte selber zubereiten

Um wiederum einen schmackhaften Saft aus Obstsorten, wie beispielsweise Äpfeln herzustellen, muss das Obst zunächst gereinigt werden. Als nächstes sollten mögliche Druckstellen, Stiele sowie das Kerngehäuse mit einem Messer entfernt werden. Bei der Zubereitung von einem Apfelsaft werden die Früchte hiernach in kleinere Stücke geschnitten und in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Die Wassermenge sollte so bemessen werden, dass die Äpfel knapp mit Wasser bedeckt sind.

Nach rund 20 Minuten werden die gekochten Apfelstücke über einem Sieb in einen weiteren Topf abgegossen und der gewonnene Sud noch einmal für etwa 15 bis 20 Minuten gekocht. Eventuell entstehender Schaum auf der Oberfläche lässt sich mit einem Löffel abschöpfen. Danach kann noch eine handelsübliche Einmachhilfe oder auch Zitrone zum Abschmecken hinzugegeben werden. Abschließend erfolgt eine Abfüllung in Flaschen. Wichtig hierbei ist, dass die Flaschen zuvor gereinigt wurden. Dafür bietet es sich an, dass sie zunächst ausgespült und folgend bei einer Temperatur von wenigstens 100 Grad Celsius für etwa 10 Minuten in einen Backofen gelegt werden. Dadurch werden eventuelle Keime abgetötet und es lassen sich absolut sterile Flaschen verwenden.

Auch für selbst gemachte Säfte bietet sich eine Lagerung an einer dunklen und kühlen Stelle an, beispielsweise in einem Keller, damit sie möglichst lange haltbar bleiben. Für die Herstellung von Fruchtsäften lassen sich alternativ ebenfalls die folgenden Gerätschaften verwenden:

• Obstmühle
• Presse
• Dampfentsafter
• elektrischer Entsafter

Lebensmittel durch Einlegen haltbar machen

Eine sehr alte Methode der Haltbarmachung stellt das Einlegen von Lebensmitteln dar. Hierfür wird vor allem auf Essig zurückgegriffen. Essig besitzt die Eigenschaft, dass Lebensmittel bei einer Lagerung nicht anfangen zu schimmeln, da es zu keiner Bakterienbildung durch die Säure des Essigs kommt. Beim Einlegen gilt es zu beachten, dass keine Behältnisse aus Metall verwendet werden, da der Essig ansonsten durch seine Säure zu einer eventuellen Versetzung der Speise mit Metallanteilen führen kann.

Stattdessen bieten sich Einmachgläser mit einem Spangenverschluss oder die bereits erwähnten Twist-Off-Gläser an. Beispielhaft lassen sich kleine Gurken in Essig sehr gut einlegen. Hierbei werden die Gurken gereinigt und in einer Schüssel mit Wasser und Salz für etwa 24 Stunden belassen. Anschließend wird der Essig kurz aufgekocht und über die Gurken in den Gläsern gegossen. Die Gläser werden nun verschlossen und für rund eine halbe Stunde in einem Wasserbad gekocht.

Fleisch durch Räuchern konservieren

Als Selbstversorger mit einer Viehzucht lässt sich wiederum das Verfahren der Räucherung nutzen, um Fleisch haltbar zu machen. Zur Durchführung dieser Methode wird ein spezieller Räucherofen im Garten benötigt. Das Räuchern erfolgt mit Sägespänen oder Sägemehl. Jede Holzsorte besitzt dabei einen eigenen Geruch, der auch das Aroma des zu räuchernden Lebensmittels bestimmt. Ebenfalls bewirken die unterschiedlichen Holzarten einen verschieden stark ausgeprägten Bräunungseffekt bei der Räucherware.

Zur Verwendung kommen in der Regel vor allem härtere Holzarten wie zum Beispiel Buche, Birke oder Eiche. Das Holz zum Räuchern muss trocken sein und das Räuchergut wird vor dem Räuchern gesalzen oder gepökelt. Unterschieden wird zwischen dem Kalt- oder Warmräuchern, wobei letztgenannte Variante nur eine sehr kurze Haltbarmachung von wenigen Tagen ermöglicht. Das Kalträuchern erfolgt innerhalb einer Temperaturspanne von 15 bis 25 Grad Celsius. Der Prozess des Räucherns kann über Stunden oder Tage durchgeführt werden, wobei sich Räucherphasen immer wieder mit Frischluftabschnitten abwechseln.


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Brot backen als Selbstversorger

Ein Grundnahrungsmittel wie Brot lässt sich ebenfalls einfach selbst herstellen. Um Brot eigenständig zu backen, wird zunächst Mehl mit Salz in einer Schüssel vermengt. Danach werden Hefe sowie Sauerteig, der flüssig oder als Pulver verwendet werden kann, und lauwarmes Wasser hinzugegeben. Anschließend wird der Teig kurz mit den Händen geknetet und für rund zwei Stunden abgedeckt an einem warmen Ort stehen gelassen.

Hiernach lassen sich nach Belieben Nüsse, Leinsamen oder auch Vollkornschrot in den Teig verkneten. Der nächste Arbeitsschritt sieht ein Bestäuben mit Mehl vor und danach erfolgt ein nochmaliges abgedecktes Stehenlassen für etwa zwei Stunden. Zum Schluss kommt der Teig in einen vorgeheizten Backofen und wird für rund eine Stunde gebacken.

Brennholz selber machen

Neben der Konservierung von Lebensmitteln in vielfältiger Form kann eine Selbstversorgung auch im Bereich des Brennholzes durchgeführt werden. Angesichts der kontinuierlich steigenden Preise für fossile Brennstoffe ist der Gebrauch von eigenem Brennholz für ein gemütliches und zugleich wärmendes Kaminfeuer finanziell sehr lohnenswert. Um Holz von Baumstämmen zu nutzen, muss es zuvor in spaltbare Klötze zugesägt werden. Für das Spalten von Brennholz sollte auf die Verwendung von hochwertigen und passenden Äxten geachtet werden. So bietet es sich an, dass spezielle Spaltäxte genutzt werden, anstatt von Universaläxten.

Die Spaltäxte haben den Vorteil, dass sie einen Kopf besitzen, der hinter der Schneide breiter wird, wodurch sich das Spalten einfacher gestaltet. Ein weiterer Tipp lautet, dass das Holz möglichst frisch geschlagen ist, da es sich in diesem Zustand leichter verarbeiten lässt. So erfordert sehr trockenes Holz im Vergleich einen deutlich höheren Kraftaufwand beim Spalten. Natürlich muss beim Holzhacken immer auch auf eine ausreichende Schutzbekleidung geachtet werden, um eventuellen Verletzungen vorzubeugen.

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Autor: Sir Feivel

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