Gemüseanbau und Obstanbau wie früher bei unseren Großeltern

Mit unserem großen Garten von zirka 300 Quadratmetern sind wir im Laufe der Jahre zu Selbstversorgern (Gemüseanbau und Obstanbau) geworden. Als wir das Grundstück vor fünf Jahren gekauft hatten, befanden sich bereits mehrere Obstbäume darauf.

Obstanbau und Gemüseanbau: Ein Selbstversorger Erfahrungsbericht

Gemüseanbau und Obstanbau wie früher bei unseren Großeltern
Gemüseanbau und Obstanbau wie früher bei unseren Großeltern

Zwei Apfelbäume, ein Birnbaum, zwei Zwetschgenbäume und ein Aprikosenbaum sorgen für Obst, das sich für den Winter einlagern, einfrieren und weiterverarbeiten lässt. Ich selbst habe dann noch eine Reihe Johannisbeersträucher sowie eine Reihe Himbeersträucher gepflanzt. Auch ein Walnussbaum befindet sich auf unserem Gartengrundstück, der jedes Jahr zwischen vierzig und fünfzig Kilogramm Nüsse einbringt. Allerdings verschenken wir etliches davon an Verwandte und Freunde, so dass uns ungefähr zwanzig Kilogramm Nüsse pro Saison bleiben.

Da meine Frau selbst Marmelade kocht, geht ein großer Teil der Johannisbeeren und Himbeeren in die Marmeladenherstellung. Äpfel und Birnen werden in Kisten auf Stroh gelagert und halten an einem frostfreien Ort im Keller bis ins Frühjahr. Aprikosen lassen sich besonders gut einfrieren und dann sowohl zum roh essen wie auch für Kuchen und Torten verwenden.

Gemüseanbau: Verschieden Gemüsesorten

Der Gemüseanbau und Kräutergarten macht uns von den Supermärkten unabhängig. Schon vor dem ersten Winter hatte ich einen kalten und einen warmen Kasten angelegt, damit auch während der kalten Jahreszeit Salat, Radieschen und frische Kräuter zur Verfügung stand. Dort säe ich auch jedes Frühjahr fast alle Gemüsesorten aus, die vorgezogen werden müssen.


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Dazu gehören Paprika, Peperoni, Tomaten sowie verschiedene Kohlsorten. Diese Pflänzchen kommen erst nach dem 10. Mai in die vorbereiteten Beete, damit sie sicher vor spätem Frost sind. Wir ziehen jedes Jahr drei verschiedene Sorten von Tomaten, wozu Fleischtomaten, Cherrytomaten und normale Tomaten gehören. Von den normalen Tomaten benötigen wir dreißig Tomatenpflanzen, weil wir sie nicht nur frisch essen, sondern aus ihnen auch Tomatensoße für den Winter einkochen.

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Was am Ende des Sommers an unverbrauchten Tomaten noch übrigbleibt, fließt in die Ketchup-Produktion ein. Paprika und Peperoni haben einen weit voneinander entfernten Standort im Garten, da sonst auch die Paprika scharf werden können. Auch Paprika lassen sich einfrieren und sie bilden dann die Grundlage von Soßen und anderen Gerichten.

Tomaten - Eigenschaften und Verwendung von Tomatensorten
Tomaten – Eigenschaften und Verwendung von Tomatensorten

Weißkohl, Rotkraut und Sauerkraut

Dem Kohl gilt ein großes Augenmerk beim Gemüseanbau, denn er bildet eine der Grundlagen der Selbstversorgung. Frühe Weißkohlsorten sowie Rotkraut sichern die Versorgung während des Sommers und des Herbstes. Weißkohl dient der winterlichen Versorgung mit Sauerkraut, das wir Jahr für Jahr in großen Holzbottichen aus Maulbeerbaumholz lagern.

Für die Sauerkraut-Produktion benötigt man lediglich geschnittenes Sauerkraut, Salz und Wasser sowie Holz und Steine, um das Kraut unter dem Wasser zu halten. Doch wir ziehen neben Weißkraut und Rotkraut auch Rosenkohl, der nach dem ersten Frost geerntet wird. Auch etwa zwanzig Blumenkohlpflanzen sind Jahr für Jahr dabei und auch dieses Gemüse lässt sich sehr gut einfrieren und sauer einlegen.

Die Kartoffel (Solarum tuberosum) ist ein wichtiges Lebensmittel
Die Kartoffel (Solarum tuberosum) ist ein wichtiges Lebensmittel

Kartoffeln anbauen

Die Kartoffel nimmt für den Gemüseanbau viel Platz im Garten weg, denn wir brauchen fünfundvierzig bis fünfzig Pflanzen, um nonstop mit Kartoffeln versorgt zu sein. Auch hier säen wir zeitversetzt verschiedene Sorten aus, um neben Frühkartoffeln auch den Sommer und den ganzen Winter über Kartoffeln zu haben. Wir verbrauchen sehr viel Zwiebeln und Knoblauch, weshalb wir schon im Herbst die ersten Zwiebeln stecken, um das ganze Jahr über Zwiebeln zu haben. Auch die Möhre ist ein sehr wichtiges Gemüse in unserem Garten.

Sie wird frisch gegessen, aber sie lässt sich auch hervorragend für den Winter einlagern. Die Möhre wird nicht vorgezogen, sondern sie muss direkt in gut vorbereitete, mit Sand vermischte Erde gesät werden. Für den Winter lagern man die reifen Möhren in großen Kisten, die mit Sand gefüllt sind. Dort bleiben sie bis ins Frühjahr frisch und knackig und sie werden bei Bedarf einfach aus dem Sand gebuddelt.

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Salatgurken sind kulinarisch ein regelrechter Tausendsassa
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Spinat, Mangold und Gurkenpflanzen

Spinat und Mangold werden bei uns nicht so gerne gegessen, aber jeden April säen wir etwas davon aus, wo immer Platz ist. Die Bohnen dagegen sind uns für die Ernährung sehr wichtig und Stangenbohnen werden deshalb jedes Jahr gezogen. Sie lassen sich nicht nur frisch verbrauchen, sondern auch hervorragend einfrieren, so dass wir über den Winter mit grünen Bohnen versorgt sind. Bei den Stangenbohnen, die zwischen Mai und Juni direkt ausgesät werden, ziehen wir auch das dazugehörige, einjährige Bohnenkraut.

In der Nähe des Zaunes ranken sich Jahr für Jahr unsere Gurkenpflanzen, die uns mit frischen Salatgurken versorgen. Wir züchten aber auch Cornichons, die sauer eingelegt werden und zusammen mit Blumenkohlröschen, etwas Weißkraut und Karottenscheiben für Mixed Pickles verwendet werden.


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Eine Ecke des Gartens ist auch den Zucchini und den Kürbissen vorbehalten. Der Hokkaidokürbis wird von der ganzen Familie gerne gegessen und dieser Kürbis lagert im Winter ebenfalls im Keller.

Kräuterbeet: Kräuter sind Alleskönner - Kräuteranbau im eigenen Garten
Kräuterbeet: Kräuter sind Alleskönner – Kräuteranbau im eigenen Garten

Kräutergarten und Kräuterbeet

Unsere einjährigen und mehrjährigen Kräuter bereichern das ganze Jahr über die Mahlzeiten. Wir ziehen glatte Petersilie, Thymian, Oregano, Pimpinelle und viele weitere Kräutersorten. Natürlich gibt es in unserem Garten auch Blumen.

Da wir keine Freunde von Tulpen und dergleichen sind, säen wir jedes Jahr Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Sonnenblumen aus. Ringelblumen und Kapuzinerkresse sehen nicht nur hübsch aus, sondern sie sind auch essbar. Echinazea ziehen wir vor und pflanzen sie dann zwischen den Gemüsebeeten aus.

Zucchini anpflanzen und gekocht, gegrillt, gebacken oder auch roh essen
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Komposthaufen für den Gemüseanbau

Schon im ersten Jahr haben wir uns einen Komposthaufen gebaut für den Gemüseanbau, der uns mit frischer, schwarzer Erde versorgt. Am Komposthaufen wächst auch die Brennessel, die wir für selbst angesetzte Brennesselbrühe verwenden.

Mit dieser gießen wir von Blattläusen befallene Pflanzen, denn Gift kommt nicht in unseren Garten. Das Auftreten von Ungeziefer und Krankheiten lässt sich durch Mischbeete sehr gut vermeiden. Manche Pflanzen vertragen sich nicht und sollten deswegen nicht beieinander stehen. So vertreibt zum Beispiel die Zwiebel die Karottenfliege und der Salbei steht beim Kohl. Natürlich macht ein großer Garten eine Menge Arbeit, aber er erspart auch viel Geld.

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Autor: Gäddnä Bidschke

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