Interview u. a. mit Sascha Rink von BREED

Die Entwicklung und der Einfluss des Thrash-Metals, besonders aus Amerika, haben seit den 80er Jahren eine unverkennbare Spur in der Metal-Szene hinterlassen. Bands wie Forbidden, Exodus und Testament haben durch ihre sozialkritischen Texte und einzigartigen Stil Maßstäbe gesetzt und genießen bis heute Kultstatus.

BREED Bandbio

BREED Band (Foto: Breed)
BREED Band (Foto: Breed)

Inspiriert von dieser mächtigen Ära, entschlossen sich Ende 2018 die erfahrenen Gitarristen Sascha Rink und Maik Ramroth zusammen mit Schlagzeuger Sacha Meinert, einem neuen musikalischen Abenteuer zu folgen. Nachdem sie über zwei Jahrzehnte bei der Death-Metal-Band Sudden Death gespielt hatten, war es Zeit für eine Rückkehr zu ihren musikalischen Wurzeln: dem amerikanischen Thrash-Metal.

So entstand die Band BREED. Mit Vincent Alberti als Sänger und John Scholten am Bass komplettierte sich das Line-up. 2020 begann die Band, erste Live-Auftritte zu meistern. Doch wie für viele Künstler brachte die Covid-Pandemie und der darauffolgende Lockdown eine Zwangspause. Diese Herausforderung führte zum Ausstieg von Sacha Meinert, aber bald fand sich in Oliver Ross ein neuer Schlagzeuger, der Ende 2022 der Band beitrat.

Ein besonderer Moment für BREED war die Möglichkeit, 2022 in Rheine als Support für ihre Idole Heathen und Toxic aufzutreten. Diese Erfahrung stärkte ihren Entschluss, weiterhin ambitioniert Musik zu machen. Mitte 2023 begann die Aufnahme ihres Albums, wobei sie von Doc Gator Records Unterstützung erhielten. Luka Matković übernahm im Citadela Studio in Belgrad das Mixing und Mastering des Albums „History Of Tomorrow“. Die erste Single „In Your Face“ verspricht eine fesselnde Mischung aus scharfen Riffs und hypnotischem Gesang.

BREED haben sich aus dem Schatten von Sudden Death gelöst und etablieren sich mit „History Of Tomorrow“ als eigenständige Kraft im Metal. Ihr unverwechselbarer Stil und ihre Leidenschaft für Thrash-Metal zeigen, dass sie gekommen sind, um zu bleiben.


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MET Amensis Honigwein

Interview u. a. mit Sascha Rink von BREED

1. Welche Themen spielen in euren Songs eine wichtige Rolle und warum?

Thematisch bewegen sich alle BREED Songs im sozialkritischen Bereich. Global ökonomisch, global politisch, vor allem aber mit gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre. Rein ökonomische Ausrichtung in fast allen Bereichen der Gesellschaft, egozentrische Ausrichtung von Menschen als Anpassung an die Herausforderung der heutigen Zeit, Werte/Moralverfall. Wir sind bestimmt keine Moralapostel, aber das ist unser Zündstoff. Hier gibt´s viel aufzuzeigen und Denkanstöße zu geben.

Ich denke, wenn man sich die Bay Area Scene damals anschaut, ist das thematisch sehr ähnlich. Für mich persönlich ist das im Thrash unverzichtbar.

2. Wie würdet ihr einem Außerirdischen den Metal bzw. euren Musikstil erklären?

Authentisch, energetisch und ernst gemeint. Frage ist nur, ob ich im Google-Translator die passende Übersetzung dafür finde, bevor die mich irgendwo hinbeamen 😊. Und ob Ausserirdische überhaupt Ohren haben!

3. Wie kamt ihr zum Metal?

Ich kann nur für mich sprechen. 1987, Gymnasium, 7. Klasse. Ein guter Freund spielte mir auf seinem Casi Iron Maiden „Powerslave“ vor. Da war das Ding durch. Zeitgleich relativ früh angefangen Gitarre zu spielen und wie ein Süchtiger nach der Schule alles raushören und zu lernen was ging. 1988 Metallica „Justice for all“ war einfach nicht von dieser Welt für mich. Die goldene Zeit des Thrash live in Farbe miterlebt, weil alle großartigen Platten (Exodus „Fabulous Desaster“, Voivod „Killing Technology, Sacred Reich „American Way“, Heathen „Victims of Deception“, Anthrax „State of Euphoria, Death Angel „Ultra Violence“, Slayer „South of Heaven“ etc.) rauskamen und man seinen lokalen Plattenladen jeden Tag fast schon belagert hat. Bei Pantera „Vulgar Display of Power“ war alles aus. Das war einfach nur dreist, was Kollege Dimebag da abgerissen hat. So viele unfassbare Bands in der Zeit. Death „spiritual healing“, Carcass „Nekroticism, Entombed „ Clandestine“. Schon geil, wenn man diese Zeit tatsächlich erlebt hat als Jugendlicher. Kings`x DOGMAN!!!!

4. Was wäre eure Wunschtour/Festivalauftritt und mit welchen Bands würdet ihr dort gerne auftreten?

Ich hatte das Glück, und habe schon mit einer paar meiner absoluten Favs live spielen können. Der Gig mit meiner alten Band mit Napalm Death war schon ne krasse Erfahrung. Auf dem Summer Breeze zu spielen war mir allerdings relativ Latte. Mit BREED der Gig als Supportact von Heathen und Toxic war auch ein besonderes Ding. Da stehst man auf einmal mit einer seiner Lieblingskapellen im Backstage und „jägermeisterst“ mit den absolut sympathischen Herren. Nochmal Danke David White für die atomaren Kopfschmerzen am nächsten Tag!

Ich persönlich würde gern mit VOIVOD spielen, auch eine meiner absoluten Helden.

Als Band jedoch denke ich, für uns ist es nicht wichtig, mit wem wir spielen. Mehr sind es die Gespräche mit Leuten, die man kennenlernt und ob der Funke angekommen ist.. ´Nen guter Gig vor 100 Mann ist mir lieber als zB. ein großes Festival. Da kann ich für die ganze Band sprechen.

5. Wenn du eine berühmte Persönlichkeit, egal ob tot oder lebendig, treffen dürftest: Wer wäre das und warum?

Das ist leicht für mich. Nichts hat mich so geprägt wie Dimebag Darrell. Er ist und bleibt immer mein Maßstab. Ich hatte das Glück, Pantera damals live spielen zu sehen auf der Vulgar Dipslay of power Tour, aber nie mit ihm reden können.

6. Was ist die wichtigste Musikequipment-Erfindung und warum?

Haha, jetzt werden alle Röhrenfetischisten zusammenzucken und sich das nächste Interview durchlesen. Für mich tatsächlich das Quad Cortex. Ich hatte so unfassbar viele Röhrenamps, dass ich besser nie zusammenrechne, was ich da an Geld versenkt habe. „All the good stuff“ ist in meinem Quad Cortex. Ich bin nicht angewiesen, dass der live Mischer Bock hat und die Band klingt immer fantastisch live. Von der Bühne oder aus dem Proberaum genommen steht das Ding bei mir zu Hause und ich kann einfach Songs schreiben. Mindblowing gut, das Kram!

7. Auf welche eurer Aufnahmen seid ihr am meisten stolz?

Das ist nicht schwer zu sagen, da „History of tomorrow“ unser Debutwerk ist. Fernab davon bin ich aber zum ersten Mal in über 30 Jahren wirklich mehr als zufrieden mit einem Release. Mit den Songs, mit unserer Performance, mit den Aufnahmen und mit dem Sound. Ich bin tatsächlich stolz auf das Teil und habe mit den Aufnahmen abgeschlossen ohne zu denken, das hätte man ja besser spielen können. Das Ding ist wirklich ein perfekter Snapshot von uns.

8. Was würdet ihr ändern wenn ihr im Musikbusiness das Sagen hättet?

Das ist ne Fangfrage! Alles, denke ich. Ich habe den Luxus, dass ich schon vor 25 Jahre mit meiner alten Band sehr viel live gespielt habe und wir quer durch Europa getingelt sind. Da reichte eine CD per Post an einen Promoter, und du konntest spielen wenn er die Mucke mochte. Es kam keine Frage nach social media value…

Wenn ich sehe, dass Bands, die über 30 Jahre professionell Mucke machen und wirklich ein gehörigen Einfluß in der Metal-Geschichte hatten, sich jetzt aus rein ökonomischen Gründen kaum noch ne Tour leisten können, denn ist das ´ne ganz bittere Pille.

Ich bin Realist, die Welt tickt heute nach ihren eigenen Regeln. Digitale Streaming Dienste und vor allem die monetäre Entlohnung für Bands ist ein absoluter Hohn und ein Faustschlag für Musiker, die aus Leidenschaft Musik machen wollen. Von Algorithmen, Keywords und all dem Kasperletheater fang ich besser gar nicht an. Money talks!

Aber, es ist wie es ist.

9. Wenn ihr/du eine Sache auf der Welt verändern könntet/könntest: welche wäre das?

Soziale Gerechtigkeit herstellen, wichtige Haltungsfragen klären! Wert von Geld relativieren.
Sprach derjenige, der in seinem normalen Leben Sozialarbeiter ist 😊.

10. Wenn du ein Lebensmittel wärst: Welches wäre das?

Irgendwas ohne Zucker! Offensichtlich Zaziki!

11. Für welche drei Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?

Familie, Freunde, die Fähigkeit und das Talent, Gitarre spielen zu können und mich damit auszudrücken.

Welches war dein erstes (Metal-) Album?

Einfach! Iron Maiden „Can i play with madness EP”. Zur ganzen Seventh son of a seventh son“ reichte mein Taschengeld nicht

Welches war dein erstes (Metal-) Konzert?

SDI und Deterrent, Haus der Jugend Osnabrück. SDI waren mir komplett egal, aber Deterrent haben damals Creeping Death gecovert … WHAT THE F.CK. Wie machen die das?

Aktuelle TOP 5 Alben:

Decapitated „Cancer Culture“
Havoc „V“
Death Angel „Humanicide“
Napalm Death „Utilarian“
Aristocrats „You Know What…?“

Alltime TOP 5 Alben:

Pantera “Vulgar Display of power”
Iron Maiden “Powerslave”
Kings´x “Dogman”
Carcass “Nekroticism”
Jonas Hellborg Trio “Time is the enemy”
Exodus “Fabulous Desaster” sorry, sind 6!

Line-Up:

Oliver Ross -drums
John Scholten – bass
Vince Alberti – vocals
Maik Ramroth – guitar
Sascha Rink – guitar

Discography:

BREED “History of tomorrow” (15.12.2023)

BREED “History of tomorrow” (15.12.2023)
BREED “History of tomorrow” (15.12.2023)

“History Of Tomorrow”
Veröffentlichungsdatum – 15.12.2022
Genre – Thrash Metal
Mix/Master – Luka Matković, Citadela Studio in Belgrad
Frontcover Design – Sascha Rink
Layout/alle weiteren Grafiken – Sascha Rink
Fotocredits – Blindwinkel Fotografie
Format – Lim. LP – schwarz und farbig/CD/Digital
Label – Doc Gator Records (DGR034) https://www.docgator.shop/

Tracklist:
1. In Your Face (Video)
2. Of Hope And Despair
3. Refuse To Reality
4. Dimension Downside
5. Pro Evolution Sucker
6. Out Of Control
7. Better Hater
8. History Of Tomorrow

BREED
BREED

Links:

www.facebook.com/BREEDmetal
www.youtube.com/@BREEDmetal
www.instagram.com/breed.metal

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Interview vom 13.12.2023 u. a. mit Sascha Rink von BREED
Autor/Interview, Bandbio, Texte und Promobilder: BREED via METALMESSAGE

Die in den Antworten zum Ausdruck gebrachten Wörter, Ansichten und Meinungen sind die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die offizielle Position, Haltung oder Position von 𝗠𝗘𝗧𝗔𝗟 𝗠𝗘𝗦𝗦𝗔𝗚𝗘 ᴳᴸᴼᴮᴬᴸ wider.

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